Bundesliga

02.02.2016 - 11:52 Uhr


Transfer-Bilanz: Drei Clubs sind schon jetzt Gewinner

Kaum eingewechselt, macht Artem Kravets (l.) gegen Hamburg das Siegtor für den VfB Stuttgart. Alexandru Maxim hat ihm den Treffer aufgelegt

Gegen Augsburg steht Marco Fabian erstmals in der Startelf der Eintracht. Gegen Wolfsburg hatte er als Joker den Siegtreffer vorbereitet

Mit starken Zweikampfwerten hat Papy Djilobodji beim SV Werder auf sich aufmerksam gemacht

Köln - Der Transfermarkt ist geschlossen. Fast alle Clubs haben sich noch einmal verstärkt und den ein oder anderen Profi verpflichtet. Wer aber hat die besten Geschäfte gemacht und Spieler geholt, die gleich eingeschlagen sind? bundesliga.de nennt die bisherigen Transfergewinner des Winters (alle Wintertransfers auf einen Blick).

Bei drei Clubs haben die Wintertransfers bereits großen Einfluss auf den Erfolg gehabt und ihre Mannschaften auf die Siegerstraße geführt.

VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat einen Traumstart in die Rückrunde hingelegt. Zwei Spiele, zwei Siege, den Abstand zu Abstiegsplatz 17 von einem auf sieben Punkte vergrößert. Einen entscheidenden Anteil daran hatte auch Kevin Großkreutz (Foto). Viele hatten bezweifelt, dass der 27-Jährige nach seiner langen Verletzungspause und dem unglücklichen Engagement in Istanbul den Schwaben weiterhelfen würde. Doch der Weltmeister hat mit seinem enormen Laufpensum, seinem Willen und seiner Einsatzbereitschaft die Mannschaft mitgerissen und gleich zu zwei Dreiern geführt. Er selbst sagt: "Wir geben einfach alles füreinander."

Und Großkreutz ist nicht der einzige Volltreffer beim VfB. Auch der von Dynamo Kiew ausgeliehene Ukrainer Artem Kravets hat gleich ein- und zugeschlagen. Keine zehn Minuten auf dem Platz, traf der Stürmer gleich zum entscheidenden 2:1 gegen den Hamburger SV. Wenn Last-Minute-Einkauf Federico Barba (FC Empoli) jetzt noch die zuletzt schon deutlich verbesserte Defensive des VfB noch weiter stabilisiert, ist die Mannschaft von Coach Jürgen Kramny auf einem sehr guten Weg.

Eintracht Frankfurt

Sieben Punkte hat die Eintracht aus den jüngsten drei Spielen geholt. Dem 2:1 gegen Bremen vor der Winterpause folgten das mitreißende 3:2 gegen Wolfsburg und zuletzt ein 0:0 gegen Augsburg. Frankfurt hat sich wieder gefangen, ist auf dem Weg aus der Abstiegszone. Der Held der Hessen war zuletzt natürlich Alex Meier mit seinem Dreierpack gegen Wolfsburg. Doch auch die Neuen haben schon gezeigt, dass sie eine echte Verstärkung sind. So spielte der Ex-Hannoveraner Szabolcs Huszti (Foto) in beiden Partien nach der Winterpause durch, drückte der Eintracht-Offensive seinen Stempel auf.

Und auch Mexiko-Import Marco Fabian hat seine Klasse schon unter Beweis gestellt. Zur Pause eingewechselt, bereitete der mexikanische Nationalspieler mit seinem starken Dribbling über Links das entschiedende Tor in der Nachspielzeit zum 3:2 vor. Gegen Augsburg stand er dann schon in der Startformation und sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Fuggerstädter. Mit dem Ex-Berliner Änis Ben-Hatira ist kurz vor Transferschluss noch ein Mittelfeldspieler dazugekommen, der bereits 81 Mal in der Bundesliga gespielt hat und viel Erfahrung mitbringt.

SV Werder Bremen

Auch Werder hat einen guten Rückrundenstart hingelegt und vier Punkte aus den beiden Partien geholt. Herausragend beim 3:3 gegen Hertha BSC präsentierte sich der neue Abwehrchef Papy Djilobodji. Starke 88 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der vom FC Chelsea ausgeliehene Innenverteidiger gegen die Berliner, war mit 92 Ballbesitzphasen zudem der Spieler mit den meisten Ballkontakten auf dem Platz. Nach zwei Einsätzen liegt der Senegalese bei 78 Prozent gewonnenen Zweikämpfen - hält er den Schnitt über die Saison, wäre er der zweikampfstärkste Spieler der Bundesliga.

Hoffnung machen auch die Verpflichtungen der beiden Talente Laszlo Kleinheisler und Milos Veljkovic. Der ungarische Nationalspieler Kleinheisler gab gegen die Hertha sein 30-Minuten-Debüt, zeigte einige gute Ansätze im Aufbauspiel. Innenverteidiger Veljkovic wurde 2015 mit Serbien immerhin U20-Weltmeister, könnte sich schnell zu einer Alternative in der Viererkette entwickeln.

>>>Transfer-Bilanz: Diese Neuzugänge machen Hoffnung

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