Bundesliga

11.09.2016 - 19:25 Uhr


Die Stimmen zum 2. Spieltag

Julian Nagelsmann: "Nach diesem Spiel überwiegt die Freude"

Dirk Schuster: "Es stand für beide Mannschaften schon einiges auf dem Spiel"

RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl sah "das Spiel, das wir uns alle gewünscht haben"

Markus Weinzierl sieht den FC Schalke 04 trotz der Niederlage gegen den FC Bayern München auf einem guten Weg

Freiburgs Christian Streich ist sehr erfreut, dass seine Mannschaft gegen Mönchengladbach mit Laufbereitschaft gewinnt

Markus Kauczinski sieht beim FC Ingolstadt Handlungsbedarf in Sachen Konsequenz im Torabschluss

Darmstadts Trainer Norbert Meier findet: "Glück gehört dazu"

Wolfsburg-Coach Dieter Hecking weiß: "Gegen tiefstehende Gegner müssen wir es besser machen"

Köln - Was sagen die Protagonisten zu den Spielen des 2. Spieltags der Saison 2016/17? Die Trainerstimmen im Überblick:

1. FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim 4:4

Martin Schmidt (Trainer Mainz 05): "Die erste Stunde war genau so wie wir uns das vorstellen - mit Herzblut und Leidenschaft. Hoffenheim hatte immer wieder gute Ansätze, da sind uns Bälle durchgerutscht, aber es hat sich immer wieder noch einer reingehauen und das Loch geschlossen. So kamen wir gut in unser Umschaltspiel. Ich denke, man hat gesehen, dass wir das draufhaben. Dann hatten wir natürlich auch ein bisschen Glück - aus fünf Schüssen wurden vier Tore. So war das 4:1 zur Pause vielleicht ein, zwei Tore zu hoch. Dafür bekommen wir am Ende das eine oder andere Tor, das nicht sein muss. In der Analyse werde ich mit den Spielern vor allem über die ersten 60 Minuten sprechen. Hoffenheim hatte nichts mehr zu verlieren und hat viel Druck gemacht. Nach dem 4:4 hatte die TSG dann wieder etwas zu verlieren und wir waren besser im Spiel."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Für die Zuschauer war das sicherlich ein tolles Spiel, für mich als Trainer und sicher auch für Martin Schmidt nicht. Letztlich überwiegt nach diesem Spiel die Freude über den Punkt. In der Pause wurde es natürlich emotionaler - das kannten die Spieler aus den vergangenen Wochen und Monaten so noch nicht. Gegen Ende können wir das Spiel sogar noch gewinnen. Wir hatten Möglichkeiten, die wir kontrollierter zu Ende spielen müssen, dann wäre noch mehr möglich gewesen."

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Werder Bremen - FC Augsburg 1:2

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Wir stehen mit leeren Händen da, aber mit einem Gefühl, dass wir eine ordentliche Leistung gezeigt haben. Zwei Standardsituationen haben alles umgekippt. Die Mannschaft ist jetzt natürlich getroffen, aber wir werden uns weiter verbessern. Die Pfiffe und die jetzt folgenden Fragen sind teil des harten Geschäfts, wir werden definitiv nicht hektisch. Bei Gnabry hat man schon gesehen, dass er ein guter Spieler ist."

Dirk Schuster (Trainer FC Augsburg): "Es stand für beide Mannschaften schon einiges auf dem Spiel. Wir haben in der Pause gesagt, dass wir eine Reaktion zeigen wollen. Das ist uns gelungen, ich hätte mir aber gewünscht, dass wir den einen oder anderen Konter konstruktiver zu Ende gespielt gehabt hätten. Ich wünsche mir, dass Viktor seine gute Arbeit in Bremen in Ruhe fortsetzen kann. Er macht hier über Jahre hinweg einen guten Job."

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RB Leipzig - Borussia Dortmund 1:0

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Das war heute das Spiel, das wir uns alle gewünscht haben. Die Schwierigkeit heute war, den richtigen Moment zu finden, in dem wir Qualität nachlegen. Unterm Strich hatten wir mehr Chancen und waren nach vorne die Mannschaft, die einen klareren Plan hatte: Wir haben noch viel zu lernen, sind aber auf dem richtigen Weg."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir hatten genug Chancen, um in Führung zu gehen, aber uns hat die Präzision gefehlt. Wir haben sehr viele technische Fehler gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Wir waren komplett bereit für dieses Spiel, doch uns hat definitiv die Präzision im Abschluss gefehlt."

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Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV 3:1

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel für uns werden würde. Es war ein hartes Stück Arbeit, alle drei Tore waren Bilderbuchtore, fantastisch herausgespielt. Ich denke, der Sieg war am Ende auch verdient, auch wenn es für den Gegner, der so lange geführt hat, bitter war."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Wir haben uns viel vorgenommen heute, ich denke, das konnte man auch sehen. Auch wenn wir mit zwei Zehnern auf der Sechserposition spielen mussten, haben wir das taktisch sehr gut gemacht. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Natürlich ist die Enttäuschung groß, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren."

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VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 0:0

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Unter dem Strich ist das Unentschieden gerecht. Wir haben gut angefangen, dann aber zu langsam gespielt. Gegen tiefstehende Gegner müssen wir es besser machen, aber das ist nicht immer einfach."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind mit der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, zufrieden. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht. Wir hätten bei besserer Chancenverwertung vielleicht auch mehr mitnehmen können."

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SV Darmstadt 98 - Eintracht Frankfurt 1:0

Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): "So ist eben der Fußball, das Glück gehört dazu. Die drei Punkte tun unserem Selbstvertrauen sehr gut. Ein Fight wie heute wird auch in Zukunft die Grundvoraussetzung für uns sein, um Erfolg zu haben."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das war für uns eine Niederlage, die nicht hätte sein dürfen und müssen. Wir haben es nicht geschafft, die zwei, drei Chancen in ein Tor umzumünzen. Wenn das Tor von Darmstadt gewollt war – Kompliment. Wenn nicht, war es eben das Glück, das zum Fußball dazugehört. Mit einem Unentschieden hätten wir beide leben können."

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FC Ingolstadt - Hertha BSC 0:2

Markus Kauczinski (Trainer FC Ingolstadt): "Es hat mit dem Gegentor denkbar schlecht begonnen, wir hatten einen Fehler im Spielaufbau und waren dann schlecht abgeschirmt. Das hat Hertha in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es bis zum Schluss probiert und hatten auch eine starke Druckphase. Wir haben da einfach das Tor nicht gemacht, weil wir hier und da zu umständlich waren."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ein dickes Lob an die Mannschaft, sie hat sehr gut umgesetzt, was wir wollten. Wir hatten schon in der erste Halbzeit genug Möglichkeiten zum 2:0. Es war dann eine ganz andere zweite Halbzeit, aber wir haben das gut überlebt. Ich bin sehr zufrieden, aber ich werde jetzt bestimmt keinen Sekt öffnen."

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SC Freiburg - Borussia M'gladbach 3:1

Christian Streich (Trainer des SC Freiburg): "Wir wollten Borussias Dreierkette aggressiv anlaufen, die Frage war, wie lange das von der Kraft her geht. Ich bin ein Stück weit überrascht, dass es in dieser Intensität tatsächlich über 93 Minuten ging. Ich glaube, ohne unverfroren zu sein, dass wir der verdiente Sieger sind. Wir haben extrem viel investiert und sind deshalb zu Torchancen gekommen. Ich bin erfreut, dass wir mit dieser Intensität und mit diesem Mut gegen Gladbach gespielt haben."

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach):"Wir haben insgesamt überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Es waren auch die Basics, die uns gefehlt haben. Was Aggressivität und Leidenschaft betrifft, hat Freiburg einfach mehr investiert. Die Freiburger waren bissiger in den Zweikämpfen und deshalb haben wir entscheidende Zweikämpfe verloren. Wir waren gedanklich oft einen Schritt langsamer als der Gegner. Dementsprechend war es eine verdiente Niederlage für uns."

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FC Schalke 04 - FC Bayern München 0:2

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Für unsere gute Leistung können wir uns leider erst mal nichts kaufen. Für uns ist es bitter, weil wir jetzt mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet sind. Aber der Auftritt war ein ganz anderer als zuletzt in Frankfurt. Wir sind auf einem guten Weg und haben jetzt viele Spiele in kurzer Folge, um darauf aufzubauen. Auch unsere Stabilität über weite Strecken hat mir gut gefallen."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Es war das erwartet schwere Spiel gegen den erwartet schweren Gegner. Schalke hat uns große Schwierigkeiten bereitet. Es war 60 Minuten lang sehr ausgeglichen, danach hatten wir mehr Möglichkeiten und haben auch das Tor gemacht. Schalke war in der ersten Halbzeit besser, wir in der zweiten."

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