Bundesliga

09.03.2016 - 14:54 Uhr


Im Keller brennt noch Licht - Die Lage im Abstiegskampf

Ein immens wichtiges Spiel steht am Wochenende in Darmstadt an. Die Lilien kämpfen gegen Augsburg um einen Big-Point im Abstiegskampf

Dank Claudio Pizarro stellt Werder Bremen die beste Offensive der Rückrunde und ist bis auf Rang 13 geklettert

Hannover 96 hat derzeit die schlechteste Ausgangsposition, aber ein Blick in die Historie zeigt: Der Klassenerhalt ist noch möglich

Köln – Die Bundesliga geht in ihre heiße Phase und der Abstiegskampf spitzt sich zu. Alle Teams im unteren Tabellendrittel müssen im Schlussspurt dringend punkten, um die Klasse zu halten. bundesliga.de beleuchtet die Situation der Kellerkinder vor dem 26. Spieltag.

Mit Spektakel zum Klassenerhalt?

Nach zwei Siegen in Folge hat Werder Bremen im Tabellenkeller mit 27 Punkten derzeit die besten Karten auf den Klassenerhalt. Und das haben die Werderaner vor allem ihrer Offensivabteilung zu verdanken. Die 18 Bremer Rückrunden-Treffer sind der beste Wert der Bundesliga und stellen selbst den kommenden Gegner aus München in den Schatten (zur Vorschau). Damit hat Werder schon jetzt ein Tor mehr erzielt als in der kompletten Hinrunde.

Großen Anteil daran hat Claudio Pizarro, der sich in absoluter Topform befindet und mit neun Treffern in acht Partien der erfolgreichste Torschütze der Rückrunde ist (zum Exklusivinterview mit Claudio Pizarro). Dank der Abschlusstärke liegt Werder in der Rückrundentabelle auf einem ordentlichen sechsten Platz. Geht der Lauf weiter, ist der Klassenerhalt in greifbarer Nähe.

Richtungsweisendes Duell in Darmstadt

Die Begegnung zwischen Darmstadt 98 (Platz 15) und dem FC Augsburg (Rang 14) am kommenden Woche ist so etwas wie die Mutter aller Sechs-Punkte-Spiele (zur Vorschau). Beide Teams haben bislang 26 Zähler gesammelt und 38 Gegentore hinnehmen müssen. Einzig in der Offensive haben die Gäste leichte Vorteile. Augsburg steht bei 30, Darmstadt bei 25 Saisontoren.

Während der 15. Platz für Darmstadt die schlechteste Platzierung in dieser Saison ist, belegte der FCA in der Hinrunde an neun Spieltagen einen der letzten drei Plätze. Seit dem 16. Spieltag standen die Fuggerstädter allerdings immer mindestens auf Rang 14. Sollte die Truppe von Markus Weinzierl bei den Lilien punkten, würde das auch so bleiben – es sei denn, Eintracht Frankfurt gewinnt mit vier Toren Unterschied.

Bringt Kovac die Wende?

Eintracht Frankfurt wartet mittlerweile seit sieben Spielen auf einen Sieg und rutschte in diesem Zeitraum vom 13. auf den 16. Tabellenplatz ab. Das ist die längste aktuelle Serie ohne Dreier aller Bundesligisten. Im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach feiert der neue Trainer Niko Kovac seine Premiere. Da Darmstadt und Augsburg direkt aufeinandertreffen, könnten die Hessen den Relegationsplatz mit einem Sieg wieder verlassen.

Historisch stehen die Chancen für Kovac sogar gut: Bei keinem anderen Club feierte die Eintracht mehr Auswärtssiege (elf). In der vergangenen Saison verlor Eintracht Frankfurt vor dem Gastspiel in Mönchengladbach vier Spiele in Folge, befreite sich bei der Borussia aber mit einem 3:1-Erfolg. Gelingt das der Eintracht erneut?

Geduldig zum Klassenerhalt

Die TSG Hoffenheim steht seit dem 9. Spieltag durchgehend auf einem direkten Abstiegsplatz. Mit sieben Punkten aus fünf Partien unter Julian Nagelsmann konnte Hoffenheim den Rückstand auf den Relegationsplatz immerhin von fünf auf drei Punkte verkürzen. Die deutliche 1:5-Niederlage beim VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag war allerdings ein herber Rückschlag und zugleich die höchste Saisonniederlage der TSG.

Vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg muss Nagelsmann seine Spieler wieder aufbauen, sonst drohen die Kraichgauer das rettende Ufer aus den Augen zu verlieren. Zuletzt lief es gegen die Wölfe aber überhaupt nicht. Die TSG konnte nur eine der letzten sieben Partien gegen den VfL gewinnen.

Startet die Aufholjagd gegen Köln?

Hannover 96 hat zehn der letzten elf Bundesliga-Spiele verloren und mittlerweile sieben Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Bei neun noch ausstehenden Spielen wird die Zeit langsam knapp. Der kommende Gegner und ein Blick in die Bundesliga-Historie können Hannover aber noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen.

Zum einen gewann Hannover seit dem Aufstieg 2002 sechs der sieben Heimspielen gegen den 1. FC Köln (zur Vorschau) und zum anderen gelang dem 1. FC Saarbrücken in der Spielzeit 1976/77 in ähnlicher Situation noch eine erfolgreiche Aufholjagd. Die Saarländer gewannen fünf ihrer letzten neun Partien (drei Remis, eine Niederlage) und kletterten noch bis auf Rang 13. Der Klassenerhalt ist also auch für Hannover noch möglich.

Florian Reinecke

Weitere Artikel
#BLFantasy
#BLTippspiel
Die Bundesliga APP

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH