DFB-Pokal

21.08.2016 - 21:15 Uhr


DFB-Pokal am Sonntag: Der Ergebnis-Überblick

Chicharito (l.) erzielt seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison für Bayer 04 Leverkusen

1899 Hoffenheim feiert einen lockeren 6:0-Sieg

Auch Darmstadt 98 wird seiner Favoritenrolle souverän gerecht - Antonio-Mirko Colak (2.v.r.) ragt bei den Lilien noch heraus

Köln - Insgesamt zwölf Partien im DFB-Pokal standen am Sonntag auf dem Plan. Während Werder Bremen einmal mehr in der 1. Runde scheitert, feiern Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim, Darmstadt 98 und Greuther Fürth in der regulären Spielzeit das Weiterkommen. Nach Verlängerung oder Elfmeterschießen jubeln Eintracht Frankfurt, Mainz 05, Union Berlin, Hertha BSC und Ingolstadt, Bochum und Aue scheiden hingegen aus. bundesliga.de präsentiert die Ergebnisse und Infos zu den Spielen im Überblick:

SC Hauenstein - Bayer 04 Leverkusen 1:2

Tore: 0:1 Chicharito (39.), 0:2 Karim Bellarabi (68.), 1:2 Srzentic (81.)

Bayer Leverkusen hat eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt mit 2:1 (1:0) einen Pflichtsieg in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals beim pfälzischen Fünftligisten SC Hauenstein gelandet. Javier "Chicharito" Hernandez (39.) und Karim Bellarabi (68.) trafen für Bayer. Das Ehrentor für den DFB-Pokal-Debütanten, der bis zum Ende der vergangenen Saison vom 1990er-Weltmeister Jürgen Kohler trainiert wurde, schoss Angelo Srzentic (81).

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1. FC Germania Egestorf - TSG 1899 Hoffenheim 0:6

Tore: 0:1 Fabian Schär (18.), 0:2 Sebastian Rudy (21.), 0:3 Andrej Kramaric (32.), 0:4 Mark Uth, 0:5 Andrej Kramaric (80.), 0:6 Sandro Wagner (90.)

1899 Hoffenheim ist ohne Mühe in die 2. Pokal-Runde eingezogen. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann siegte am Sonntag beim Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder bei dessen erstem Pokal-Auftritt klar mit 6:0 (4:0). Nach einem Kopfballtreffer von Innenverteidiger Fabian Schär (18.), legte Nationalspieler Sebastian Rudy (21.) aus rund 16 Metern schnell nach. Andrej Kramaric (32./80.) traf doppelt, zudem waren Mark Uth (43.) und Sandro Wagner (90.) erfolgreich. In der 49. Minute verschoss Uth noch einen Foulelfmeter. Beide Teams beendeten die Partie mit zehn Spielern, nachdem Germanias Mirko Dismer (61.) wegen wiederholten Foulspiels und Hoffenheims Pavel Kaderabek (72.) wegen groben Foulspiels jeweils die Gelb-Rote Karten sahen.

Sportfreunde Lotte - SV Werder Bremen 2:1

Tore: 1:0 Rahn (8.), 1:1 Zlatko Junuzovic (45.), 2:1 Dej (54.)

Werder Bremen hat sich fünf Tage vor dem Bundesliga-Start bei Rekordmeister Bayern München eine Blamage im DFB-Pokal geleistet. Die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik unterlag bei Drittligist Sportfreunde Lotte am Sonntag mit 1:2 (1:1) - zum vierten Mal in den vergangenen sechs Pokal-Wettbewerben scheiterte Werder damit in der 1. Runde an einem unterklassigen Gegner. Matthias Rahn (8.) und Andre Dej (54.) erzielten die Treffer für Lotte. Kurz vor der Pause hatte Zlatko Junuzovic (45.) zum schmeichelhaften Ausgleich für die Bremer getroffen, die am Freitag im Eröffnungsspiel bei den Bayern antreten müssen. Fin Bartels (81.) sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Eintracht Norderstedt - SpVgg Greuther Fürth 1:4

Tore: 0:1 Robert Zulj (42.) 0:2 Serdar Dursun (71.), 1:2 Drinkuth (81.), 0:3 Zlatko Tripic (89.), Benedikt Kirsch 90.+2)

Zweitligist SpVgg Greuther Fürth ist mit einem Arbeitssieg in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck setzte sich am Sonntag beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt mit 4:1 (1:0) durch. Robert Zulj (42.), Serdar Dursun (71.), Zlatko Tripic (89.) und Benedikt Kirsch (90.+2) erzielten die Treffer für die Fürther, die über das gesamte Spiel überlegen, aber ohne viel Schwung agierten. Felix Drinkuth (81.) erzielte per Freistoß den Anschlusstreffer, der durch einen groben Torwartfehler von Sascha Burchert begünstigt wurde.

Bremer SV - SV Darmstadt 98 0:7

Tore: 0:1 Antonio-Mirko Colak (18.), 0:2 Kmiec (Eigentor, 22.), 0:3 Marcel Heller (40.), 0:4 Antonio-Mirko Colak (45.+2), 0:5 Jerome Gondorf (56.), 0:6 Antonio-Mirko Colak (58.), 0:7 Sven Schipplock (87.)

Norbert Meier hat einen erfolgreichen Einstand auf der Trainerbank des Bundesligisten Darmstadt 98 gefeiert. Die Lilien gewannen am Sonntag im ersten Pflichtspiel unter dem Nachfolger von Dirk Schuster beim Fünftligisten Bremer SV ohne große Mühe mit 7:0 (4:0) und zogen damit in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Trotz des Verlusts vieler Stammspieler (>>> Transferbörse der Bundesliga) scheint Darmstadt gewappnet für den Bundesliga-Saisonstart am kommenden Samstag beim 1. FC Köln. Bei der ersten ernsten Bewährungsprobe für das neu zusammengestellte Team trafen der überagende Antonio-Mirko Colak (18., 45.+2, 58.), Sebastian Kmieć per Eigentor (22.), Marcel Heller (40.), Jerome Gondorf (56.) und Neuzugang Sven Schipplock (87.) für die Gäste. Beim 2:0 bedrängte Colak zudem seinen Gegenspieler Kmiec und erzwang somit das Eigentor.

FCA Walldorf - VfL Bochum 4:3 n.V.

Tore: 1:0 Groß (6.), 1:1 Marco Stiepermann (22.), 2:1 Carl (55.), 2:2 Kevin Stöger (65.) , 3:2 Meyer (95.), 4:2 Straub (07.), 4:3 Kevin Stöger (117.)

Der VfL Bochum ist schon in der ersten Runde des DFB-Pokals überraschend gescheitert. Der Viertelfinalist der Vorsaison verlor beim Regionalligisten FC Astoria Walldorf 3:4 (2:2, 1:1) nach Verlängerung. Nicolai Groß (6.), Marcel Carl (55.), Marcus Meyer (95.) und Steffen Straub (107.) trafen für den Underdog, Bochums Treffer durch Marco Stiepermann (22.) und Kevin Stöger (65./117.) genügten dem Favoriten nicht.

1. FC Magdeburg - Eintracht Frankfurt 3:4 i.E.

Tore: 0:1 Branimir Hrgota (7.), 1:1 Hammann (86.)

Elfmeterschießen: 1:0 Hammann, 1:1 Meier, 1:1 Puttkammer schießt gegen den Pfosten, 1:2 Huszti, 1:2 Hradecky (Frankfurt) hält gegen Müller, 1:2 Zingerle (Magdeburg) hält gegen Hasebe, 2:2 Exslager, 2:2 Zingerle hält gegen Mascarell, 3:2 Beck, 3:3 Blum, 3:3 Hradecky hält gegen Oczipka, 3:4 Varela

Eintracht Frankfurt hat in einem hart umkämpften Spiel beim 1. FC Magdeburg die 1. Runde des DFB-Pokals mit viel Mühe überstanden. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewann beim Drittligisten im Elfmeterschießen mit 4:3 (1:1, 1:0). Eintracht-Keeper Lukas Hradecky wehrte drei Versuche ab, Neuzugang Guillermo Varela verwandelte schließlich den entscheidenden Elfmeter. Neuzugang Branimir Hrgota (7.) hatte die Hessen früh in Führung geschossen, Nico Hammann (86.) kurz vor Ende der regulären Spielzeit für Magdeburg ausgeglichen. Michael Hector, Leihgabe der Frankfurter vom FC Chelsea, sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (101.).

SpVgg Unterhaching - 1. FSV Mainz 05 2:4 i.E.

Tore: 0:1 Jhon Cordoba (22.), 1:1 Hain (33.), 1:2 Fabian Frei (64.), 1:3 Yunus Malli (88.), 2:3 Hain (89.), 3:3 Lux (90.+3)

Elfmeterschießen: Lössl hält Elfmeter von Stahl, 0:1 De Blasis, Hain schießt über das Tor, 0:2 Malli, 1:2 Dombrowka, 1:3 Clemens, 2:3 Einsiedler, 2:4 Rodriguez

Der 1. FSV Mainz 05 hat dank Jonas Lössl eine Blamage im DFB-Pokal nur knapp und mit viel Glück abwenden können. Das Team von Trainer Martin Schmidt setzte sich beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching erst im Elfmeterschießen mit 4:2 (1:1, 3:3) durch und machte nach fahrlässigem Abwehrverhalten dabei unnötige Überstunden. Immerhin behielten alle Mainzer im Elfmeterschießen die Nerven, der neue Torhüter Lössl hielt den Schuss von Dominik Stahl, Stephan Hain drosch den Ball übers Tor.

MSV Duisburg - 1. FC Union Berlin 1:2 n.V.

Tore: 0:1 Collin Quaner (62.), 1:1 Iljutschenko (67.), 1:2 Schnellhardt (Eigentor, 95.),

Union Berlin hat nach zwei Erstrundenpleiten in Folge wieder den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft. Beim Drittligisten MSV Duisburg siegten die von Jens Keller trainierten Ostberliner am Sonntag mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung. Fabian Schnellhardt (95.) sorgte mit einem kuriosen Eigentor für Unions Sieg.

SG Wattenscheid 09 - 1. FC Heidenheim 1:2

Tore: 1:0 Tumbul (30.), 1:1 John Verhoek (75.), 1:2 Denis Thomalla (80.)

Der 1. FC Heidenheim hat mit großer Mühe die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Am Sonntagabend gewann das Team von Trainer Frank Schmidt bei Regionalligist SG Wattenscheid 09, der sein erstes Pokalspiel seit elf Jahren bestritt, mit 2:1 (1:0). Der eingewechselte John Verhoek (75.) und der ehemalige Hoffenheimer Denis Thomalla (80.) drehten das Spiel in der Schlussphase, beide Treffer bereitete der ebenfalls eingewechselte Norweger Bard Finne vor. Demir Tumbul (30.) hatte Wattenscheid per Kopf in Führung geschossen.

Jahn Regensburg - Hertha BSC 3:5 i.E.

Tore: 1:0 Nandzik (51.), 1:1 Mitchell Weiser (84.)

Elfmeterschießen: 0:1 Ibisevic, 1:1 Thommy, 1:2 Darida, 2:2 Dzalto, 2:3 Weiser, 3:3 Hein, 3:4 Plattenhardt, 3:4 Jarstein (Berlin) hält gegen Hofrath, 3:5 Kalou

Hertha BSC hat seine Auftakthürde im Pokal mit Mühe gemeistert, der Traum vom "Finale daheim" lebt erst einmal weiter. Der Halbfinalist der Vorsaison gewann mit 5:3 im Elfmeterschießen beim Drittliga-Aufsteiger Jahn Regensburg. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Torhüter Rune Jarstein hielt am Ende den Versuch von Marcel Hofrath und wendete eine Blamage des Hauptstadtklubs ab, der zuletzt vor vier Jahren an der Auftakthürde gescheitert war. Alexander Nandzik (51.) brachte Regensburg in Führung, Mitchell Weiser (84.) gelang kurz vor Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich. Am Ende verhinderten die Berliner damit eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Aufsteiger SC Freiburg das bittere Aus im zweiten Wettbewerb: Vor rund zwei Wochen war die Mannschaft von Trainer Pal Dardai in der Europa-League-Qualifikation am dänischen Erstligisten Bröndy IF gescheitert.

FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 7:8 i.E.

Elfmeterschießen: 1:0 Rizzuto, 1:1 Cohen, 2:1 Köpke, 2:2 Suttner, 3:2 Kvesic, 3:3 Leckie, 4:3 Pepic, 4:4 Groß, 5:4 Nazarov, 5:5 Hinterseer, 6:5 Breitkreuz, 6:6 Matip, 7:6 Hertner, 7:7 Roger, 7:7 Adler schießt am Tor vorbei, 7:8 Levels

Trainer Markus Kauczinski ist bei seinem Debüt als Trainer des Bundesligisten FC Ingolstadt einer Fehlstart nur knapp entgangen. Das Team des 46-Jährigen setzte sich in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue erst im Elfmeterschießen mit 8:7 durch. In den 120 zuvor waren keine Tore gefallen.

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