DFB-Pokal

08.02.2017 - 23:35 Uhr


Pokal am Mittwoch: Schalke, BVB und Frankfurt weiter

Pierre-Emerick Aubameyang und der BVB haben im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC das bessere Ende für sich

Schalke zieht über Sandhausen ins Pokal-Viertelfinale ein - hier trifft Alessandro Schöpf (r.) gegen Marco Knaller

Frankfurt feiert einen knappen 2:1-Sieg in Hannover - mit einem dramatischen Schlusspunkt

Köln - Borussia Dortmund und Hertha BSC haben sich einen packenden Kampf geliefert - mit dem besseren Ende für den BVB. Zuvor hat der FC Schalke 04 seine Partie im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwochabend beim Zweitligisten SV Sandhausen gewonnen, Eintracht Frankfurt hat sich bei Hannover 96 durchgesetzt. Der TSV 1860 München hingegen verabschiedete sich in Lotte aus dem Wettbewerb. bundesliga.de präsentiert die wichtigsten Infos zu den Partien:

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Borussia Dortmund - Hertha BSC 4:3 n.E.

Borussia Dortmund hat nach einem Kraftakt den frühen K.o. im DFB-Pokal abgewendet und zum sechsten Mal in Folge das Viertelfinale erreicht. Im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC gewann der BVB in einem Nervenspiel mit 3:2. Nach Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:1) gestanden.

Berlins Salomon Kalou setzte den entscheidenden Versuch über das Tor. Für die Hertha scheiterte zuvor Fabian Lustenberger an der Latte, Vladimir Darida patzte gegen Roman Bürki. Christian Pulisic verschoss aufseiten des BVB.

Nationalspieler Marco Reus (47.) hatte in der regulären Spielzeit vor 80.500 Zuschauer gegen die Hertha ausgeglichen, die durch Salomon Kalou (27.) in Führung gegangen war. Dortmunds Sokratis sah in der 119. Minute die Gelb-Rote Karte wegen nicht nachlassenden Reklamierens.

Die Berliner, die auch ihr drittes Auswärtsspiel im Jahr 2017 verloren, verpassten damit die Revanche für das verlorene Vorjahres-Halbfinale. Damals war Hertha im heimischen Olympiastadion mit 0:3 untergegangen.

"Wir hatten so viele Möglichkeiten. Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass wir so viele Chancen bekommen. Aber uns fehlt der Punch, die Spiele zu entscheiden. Im Elfmeterschießen war es fifty-fifty, aber unter dem Strich ist das Weiterkommen hochverdient", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel. Hertha-Coach Pal Dardai nahm das Ausscheiden mit Fassung: "Das war ein ausgeglichenes Spiel. Elfmeterschießen sind Glückssache. Wir sind vorbereitet gewesen. Es ist ein bisschen Schicksal."

SV Sandhausen - FC Schalke 04 1:4

Dank eines konzentrierten Auftritts setzte sich der FC Schalke 04 mit 4:1 (3:0) im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Zweitliga-Sechsten SV Sandhausen durch. Schalke steht damit zum ersten Mal seit 2011 wieder in der Runde der besten Acht. Damals holten die Königsblauen am Ende auch den Pokal.

Der Österreicher Alessandro Schöpf (38.), Neuzugang Daniel Caligiuri (43.), Abwehrchef Naldo (45.+1) und der eingewechselte Yevhen Konoplyanka (71.) trafen für die Schalker, Andrew Wooten war für den SVS erfolreich (64.). 

"Wir freuen uns über den klaren Sieg. Wir sind über 90 Minuten souverän aufgetreten. Die erste Hälfte war sehr gut, das dritte Tor war schon die Entscheidung", sagte Schalke-Trainer Markus Weinzierl. Sein Gegenüber Kenan Kocak gratulierte den Gästen: "Es war ein souveräner Sieg von Schalke. Wenn man die Sensation schaffen will, muss man anders auftreten. Wir haben über 90 Minuten die Klasse von Schalke gesehen."

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2

In der Bundesliga überraschend auf Rang drei und nun auch im DFB-Pokal bereits im Viertelfinale: Eintracht Frankfurt hat sich auf dem Kurs Richtung Endspiel in Berlin auch vom Zweitligisten Hannover 96 nicht stoppen lassen. Die Gäste setzten sich bei den Niedersachsen verdient mit 2:1 (0:0) durch und lösten damit bei ihren rund 3000 mitgereisten Fans wahre Begeisterungsstürme aus.

Für die Entscheidung sorgte Haris Seferovic, der in der 66. Minute eine verunglückte Kopfballrückgabe von Edgar Prib aufnahm und für seine Mannschaft in einen Treffer ummünzte. Allerdings vergab Salif Sané in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter gegen Frankfurt-Keeper Lukas Hradecky.

Zuvor hatte der Österreicher Martin Harnik die Platzherren in der 57. Minute mit einem Abstaubertor in Führung gebracht, für den Ausgleich zeichnete fünf Minuten später der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Taleb Tawatha per Kopfball erfolgreich.

"Es war ein typisches Pokalspiel. Wir haben es uns schwerer gemacht, als ich mir das gedacht habe. Wir haben verdient gewonnen, aus zwei Gründen: Wir haben ein Tor mehr geschossen, und wir hatten Lukas Hradecky", war Eintracht-Trainer Nico Kovac zufrieden. 96-Coach Daniel Stendel sagte: "Die schnellen Gegentore waren für uns die Knackpunkte. Wir mussten ganz viel Laufbereitschaft zeigen, leider hat es am Ende dann doch nicht ganz gereicht. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf die Liga. Wir haben gegen Frankfurt zeigen können, dass wir deutlich mehr drauf haben als zuletzt bei unserer Niederlage gegen Greuther Fürth."

Sportfreunde Lotte - TSV 1860 München 2:0

Pokalschreck Sportfreunde Lotte hat seine Erfolgsserie auch gegen den Zweitligisten 1860 München fortgesetzt und sensationell erstmals das Viertelfinale erreicht. Der Drittliga-Aufsteiger besiegte enttäuschende Löwen mit 2:0 (1:0) und lehrt nach den vorherigen Erfolgen gegen die Bundesligisten Werder Bremen und Bayer Leverkusen die Großen im DFB-Pokal weiter das Fürchten.

Jaroslaw Lindner (28.) und Kevin Freiberger (58.) schossen vor 10.059 Zuschauern im ausverkauften Frimo-Stadion die Mannschaft von Trainer Ismail Atalan bei Eiseskälte zum größten Erfolg der Lotter Vereinsgeschichte. Bei 1860 sah Ribamar wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (90.+3).

"Wir waren bis zum Gegentor gut im Spiel. Am Ende aber ein verdienter Sieg für Lotte", bekannte Löwen-Trainer Vitor Pereira.

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