Bundesliga

19.11.2016 - 15:20 Uhr


Der Klassiker ist auch das Duell der Titelsammler

Zuletzt trafen Bayern und Dortmund im August im Supercup aufeinander

Köln - Der 11. Spieltag steht ganz im Zeichen des größten Fußball-Spiels, das Deutschland zu bieten hat: Der Klassiker steigt! Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München. Kaum ein Spiel elektrisiert die Fußball-Fans in Deutschland mehr. Auch, weil es weltweit wohl kaum ein anderes Spiel gibt, in dem mehr nationale und internationale Titelträger aufeinandertreffen.

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Schon wenn man sich die nackten Zahlen vor Augen führt, ist es verblüffend, was für eine Klasse in Dortmund den Rasen betreten wird. Zählt man jeden einzelnen gewonnenen Titel von Spielern und Trainern zusammen, haben sie mit ihren Teams 120 nationale Meistertitel in der Bundesliga oder anderen internationalen Top-Ligen gesammelt. Dazu kommen 79 nationale Pokalsiege*, 15 Champions-League-Titel, zwölf Weltmeisterschaften und fünf Europameisterschaften. Wahnsinn! Insgesamt gesehen gibt es nur einen einzigen großen, europäischen Titel, den weder ein Dortmunder noch ein Münchener je geholt hat: Die Europa League.

Video: Vorfreude auf den Showdown

Das Wort "Erfolgstrainer" wird in der einschlägigen Fußball-Berichterstattung ja geradezu inflationär gebraucht. Wenn es aber einen Übungsleiter gibt, auf den dieser Begriff vorbehaltlos zutrifft, dann ist das Carlo Ancelotti. 17 Mal durfte er in seiner Trainer-Karriere einen bedeutenden Pokal in die Höhe recken, 14 Mal als Spieler. Darunter insgesamt fünf Mal die Champions-League-Trophäe. Werte, die von keinem anderen Spieler oder Trainer in Deutschland erreicht werden.

Die größten Titelsammler des FC Bayern

Zwei Dinge haben ihm viele seiner Schützlinge aber voraus. Die Deutsche Meisterschaft konnte Ancelotti noch nicht gewinnen, auch wenn er mit einem Sieg gegen den BVB einen großen Schritt genau dorthin machen könnte (>>> Zur Tabelle). Ebenso hat Ancelotti in seiner Karriere keinen großen Titel mit der Nationalmannschaft erringen können.

In Reihen der Bayern haben dies dafür Philipp Lahm, Manuel Neuer, Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels geschafft, die alle mehrfache Deutsche Meister sind und zudem amtierende Weltmeister. Die beiden Spanier Xabi Alonso und Javier Martinez sind die einzigen der Akteure am kommenden Samstag, die mit der Weltmeisterschaft und der Europameisterschaft beide großen internationalen Turniere mit ihrer Nationalmannschaft gewinnen konnten. Die Meisten Titel aller FCB-Spieler hat allerdings einer gewonnen, der sich weder Welt- noch Europameister nennen darf: Arjen Robben! 22 Titel kann er sein eigen nennen, seine persönlichen Auszeichnungen sind da noch nicht einberechnet. Daran kommt nicht mal Philipp Lahm (21) heran. Die insgesamt 31 Karriere-Titel Ancelottis bleiben aber unerreicht.

Die größten Titelsammler von Borussia Dortmund

Klar, in den gesamten Zahlen kommen Spieler und Trainer des BVB in Sachen Titel nicht an die des FC Bayern heran. 33 Dortmunder Meistertitel stehen beispielsweise 87 der Münchener gegenüber und 16 nationale Pokalsiege der Westfalen 63 der Bayern. Trotzdem können sich auch die Dortmunder Titelsammler sehen lassen, sind nach dem FCB in Deutschland unerreicht - und haben wie die Bayern mindestens einen Träger jedes wichtigen Titels (mit Ausnahme der Europa League) in ihren Reihen.

Voran geht Neuzugang Marc Bartra, der insgesamt 13 Pokale überreicht bekam, darunter mit dem FC Barcelona zwei Mal die Champions-League-Trophäe. Knapp dahinter, mit insgesamt 12 Championaten, folgt Mario Götze. Er gewann erst mit dem BVB zwei Mal und dann mit den Bayern drei Mal die Deutsche Meisterschaft, ehe er diese Saison nach Dortmund zurückkehrte. Götze ist ebenso einer von fünf Weltmeistern in Reihen der Borussia (mit Roman Weidenfeller, Matthias Ginter, Erik Durm und Andre Schürrle). Auch ein frisch gebackenen Europameister spielt beim BVB: Raphael Guerreiro.

Die persönlichen Auszeichnungen

Neben den Erfolgen mit ihren Mannschaften durften sich sowohl beim BVB als auch bei den Bayern viele Spieler über persönliche Ehrungen und Erfolge während ihrer Karriere freuen. Das beginnt bei der Fritz-Walter-Medaille in Gold, der Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler des Jahres, die beim BVB mit Matthias Ginter (2012 & 2013), Mario Götze (2009 & 2010) und Felix Passlack (2015) gleich drei Spieler erhalten haben. Es geht weiter bei einmaligen oder mehrfachen nationalen und internationalen Auszeichnungen für den Fußballer-, Sportler- oder Bundesliga-Spieler des Jahres (Robert Lewandowski, David Alaba, Franck Ribery, Arjen Robben, Manuel Neuer und Jerome Boateng beim FC Bayern; Marco Reus, Nuri Sahin und Pierre-Emerick Aubameyang beim BVB). Und setzt sich fort bei Auszeichnungen für den besten Torschützen, wie die für Robert Lewandowski in der Bundesliga oder für Thomas Müller bei der WM.

Mit Ausnahme weniger Nachwuchstalente in beiden Reihen, haben alle Spieler im Kader von Borussia Dortmund und FC Bayern München schon große Titel in ihrer Karriere gewonnen. Sie wissen, wie es sich anfühlt, einen bedeutenden Pokal in die Höhe zu recken. Und sie wissen, dass dies nur klappt, wenn man gegen die ärgsten Konkurrenten gewinnt. In den großen Spielen. Genau so ein Spiel erwartet sie am kommenden Samstag.

Von Dennis-Julian Gottschlich / Daten: deltatre

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Video: Fans in Mexiko und USA stimmen sich ein

* ohne Supercup, Ligapokal o.ä.

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