Bundesliga

19.05.2016 - 15:30 Uhr


Saison-Rückblick: Köln so gut wie seit 24 Jahren nicht mehr

Dominik Maroh und Marcel Risse jubeln: Köln ist so gut wie seit 24 Jahren nicht mehr

Voll eingeschlagen: Die Tore von Anthony Modeste (l.) waren entscheidend für die starke Saison

Der Vater des Erfolgs: Trainer Peter Stöger

Köln - Die Spielzeit 2015/16 ging spektakulär zu Ende. Zeit für eine ausführliche Bilanz. bundesliga.de analysiert die Leistung aller Clubs und blickt auch schon nach vorne. So lief das Jahr für den 1. FC Köln:

Saisonverlauf: Spielerisch weiterentwickelt

Die Saison begann mit einem Traumstart von sieben Punkten aus den ersten drei Spielen und endete mit einer Serie von fünf Partien ohne Niederlage. Mit anderen Worten: Der 1. FC Köln hat eine weitestgehend sorgenfreie Spielzeit erlebt, in der alle Ziele erreicht und teilweise übertroffen wurden. In der Hinrunde setzten die Rheinländerr unter ihrem unaufgeregten Trainer Peter Stöger mit ihren vier Dreiern in den Westduellen gegen Mönchengladbach, Schalke, Leverkusen und Dortmund die Ausrufezeichen.

In der Rückrunde lief es lange schleppend, für einen Moment wurde es beim zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand in Mainz am 30. Spieltag sogar einmal eng, doch die Gefahr wurde durch den 3:2-Erfolg am Ende postwendend abgewehrt. Der FC hat mit Rang neun die beste Platzierung seit 24 Jahren hingelegt. Die Mannschaft hat sich spielerisch deutlich weiterentwickelt und mit Anthony Modeste, der wie die anderen Neuverpflichtungen Dominique Heintz, Leonardo Bittencourt, Frederik Sörensen oder Rückkehrer Simon Zoller stark einschlug, einen Toptorjäger in ihren Reihen. Dieser FC steht vor einer guten Zukunft.

So funktioniert die Spinnennetz-Grafik

Der Top-Spieler

  • Anthony Modeste war mit Abstand der Top-Torschütze des FC, erzielte 15 der 38 Saisontore in der Bundesliga.

  • Mit 15 Saisontoren hat der Franzose einen neuen persönlichen Saisonrekord aufgestellt.

  • Er gab diese Saison 110 Torschüsse ab – mehr als doppelt so viele wie jeder andere Kölner.

Spruch der Saison: Peter Stöger

Der Aufsteiger der Saison

Dominique Heintz wurde nach dem Ausfall von Routinier Dominic Maroh sofort ins kalte Wasser geworfen und überzeugte auf Anhieb. Der vom Zweitligisten Kaiserslautern gekommene vielseitige Defensivspieler, der im Zentrum genauso zuverlässig agierte wie auf der Außenbahn, verpasste in der Hinrunde keine einzige Minute und kam auf insgesamt 33 Spiele. Stark im Zweikampf, mit einer guten Spielübersicht und hohen Passgenauigkeit hat sich der Pfälzer seinen Stammplatz erkämpft und eine tolle Saison gespielt.

Top-Fakten

  • Nur drei Mannschaften kassierten weniger Gegentore als Köln (42).

  • Einzig Bayern kassierte weniger Gegentore nach der Pause (neun) als Köln (17).

  • Nur vier Teams holten auswärts mehr Punkte als der FC (23).

Das Topspiel der Köln-Saison

Mit einer extrem starken Defensive und überfallartigem Konterspiel gewann der FC am 8. Spieltag völlig verdient beim FC Schalke 04 mit 3:0.

>>> Die drei Köln-Topspiele im Video

Highlight der Saison: "Westdeutscher Herbstmeister"

In der Hinrunde sorgte der 1. FC Köln in den vier Westduellen für Furore. Es begann unspektakulär mit einem 1:0-Sieg im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Danach gab es das grandiose 3:0 auf Schalke, gefolgt von einem 2:1-Erfolg in Leverkusen. Als dann auch noch am 17. Spieltag Borussia Dortmund nach Rückstand mit 2:1 geschlagen wurde, war das kölsche Glück vollkommen. Schade nur, dass in der Rückrunde nur noch ein weiterer Punkt in den Westduellen dazu kam. Trotzdem reichte es in der inoffiziellen westdeutschen Bundesliga-Tabelle zu Platz zwei hinter Dortmund.

So geht's weiter

Zur neuen Saison wird der gebürtige Kölner und ehemalige Schalker Marco Höger den 1. FC Köln verstärken. Weitere Transfers sind noch nicht bestätigt. Die aktuelle Saison ist für die Kölner Profis noch nicht beendet. Es steht noch ein Freundschaftsspiel in Trier (26. Mai) und die Saisonabschlussfeier der Mannschaft in Las Vegas an. Am 4. Juli ist dann Trainingsbeginn für die neue Spielzeit. Danach absolvieren die Domstädter zwei Trainingslager: vom 10. bis 15. Juli in Bad Tatzmannsdorf und vom 29. bis 5. August in Kitzbühel.

Tobias Gonscherowski

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