Bundesliga

22.05.2016 - 13:30 Uhr


Saison-Rückblick: Werder Bremens Last-Minute-Rettung

Erleichterung an der Weser: Werder Bremen beendet die Spielzeit auf dem 13. Platz

Köln - Die Spielzeit 2015/16 ging spektakulär zu Ende. Zeit für eine ausführliche Bilanz. bundesliga.de analysiert die Leistung aller Clubs und blickt auch schon nach vorne. So lief das Jahr für den SV Werder Bremen:

Saisonverlauf: Zittern bis zum Schluss

Das ist noch einmal gut gegangen. Erst am letzten Spieltag sicherte sich der SV Werder den Klassenerhalt und beendet die Saison auf Platz 13. Eine turbulente und zugleich enttäuschende Saison endete doch noch mit einem Happy End. Vor der Saison hatte Trainer Viktor Skripnik keine Platzierung als Saisonziel ausgegeben, ferner wollten die Hanseaten nach Rang zehn in der Vorsaison "den nächsten Schritt machen und solide und konstant agieren". Das ging mächtig in die Hose.

Die Grün-Weißen verhinderten den Abstieg erst in letzter Minute. Vor allem in der Defensive offenbarten die Bremer große Schwächen. Nur der VfB Stuttgart kassierte noch mehr Gegentore als die Bremer (65). In der Offensive vertrauten die Bremer einzig und allein Altmeister Claudio Pizarro, der auch 14 Saisontore erzielte.

So funktioniert die Spinnennetz-Grafik

Der Top-Spieler

  • Claudio Pizarro war der älteste Feldspieler der Bundesliga, erzielte zwölf seiner 14 Saisontore in der Rückrunde (einzig Robert Lewandowski war 2016 öfter erfolgreich).

  • Am 24. Spieltag in Leverkusen traf er dreifach und wurde damit zum ältesten Dreierpacker der Bundesliga-Historie.

  • Zudem überholte er Marco Bode und ist nun Werders neuer Rekordtorschütze in der Bundesliga (103 Treffer für Bremen).

Spruch der Saison: Claudio Pizarro

Der Aufsteiger der Saison

Erst zur Winterpause wechselte Papy Djilobodji zu den Bremern. Er war ein unbeschriebenes Blatt in der Bundesliga, doch der 27-Jährige verlieh der schwächelnden Werder-Defensive Stabilität und hielt die Abwehr durch seine Zweikampf- und Kopfballstärke zusammen.

Gegen Frankfurt machte Djilobodji mit seinem Treffer den Klassenerhalt für die Bremer klar. Die Leihe des Senegalesen vom FC Chelsea endet am 30. Juni.

Top-Fakten

  • Bremen hat die effektivsten Stürmer der Liga: Durchschnittlich benötigten die Angreifer nur 4,5 Torschüsse für ein Tor.

  • Werder erzielte von allen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte die meisten Tore (50, wie auch Stuttgart).

  • ​Nur zwei Teams erzielten mehr Tore nach ruhenden Bällen als Bremen (15).

Das Topspiel der SVW-Saison

Im einzigen Montagspiel der Bundesliga-Saison fegte Werder den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, VfB Stuttgart, am 32. Spieltag mit 6:2 aus dem heimischen Stadion.

>>> Die drei SVW-Topspiele im Video

Highlight der Saison: Heimspiel gegen VfB

Vorletzter gegen Drittletzter - Abstiegskampf pur! Im einzigen Montagsspiel der Saison empfing Werder am 2. Mai den Mitkonkurrenten VfB Stuttgart am 32. Spieltag im Weserstadion. Der Druck auf die Bremer war riesig. Bei einer Niederlage wäre der Abstieg fast nicht mehr zu verhindern gewesen. Mit der fantastischen Unterstützung der Fans legte das Team von Trainer Viktor Skripnik einen Gala-Auftritt hin und zeigte die beste Saisonleistung beim 6:2-Sieg.

So geht's weiter

Mit Justin Eilers (Dynamo Dresden), Thanos Petsos (Rapid Wien) und Lennart Thy (FC St. Pauli) stehen drei Neuzugänge bereits fest. Ungeklärt ist die Zukunft einiger ausgeliehener Spieler, allen voran "Retter" Djilobodji. Vom 23. bis 30. Juli beziehen die Hanseaten ihr traditionelles Trainingslager im Zillertal (Österreich). Und die Bremer werden am Dresden-Cup (29./30.7) mit Dynamo Dresden, FC Everton und Betis Sevilla teilnehmen.

Alexander Barklage

Weitere Artikel
#BLFantasy
#BLTippspiel
Zu- und Abgänge

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH