Bundesliga

14.10.2016 - 20:30 Uhr


Der BVB: 40 Millionen Fans und zahllose Geschichten

Der Anblick der "Gelben Wand" lässt die Herzen von Fußballfans auf der ganzen Welt höher schlagen

Köln – Freitagabend kam es zu einem ganz besonderen Moment: Beim Heimspiel gegen Hertha BSC begrüßte Borussia Dortmund den 40.000.000. Zuschauer im Signal Iduna Park, der bis 2005 Westfalenstadion hieß. In Worten: Vierzigmillionen Zuschauer! Eine Marke, die einzigartig in der Bundesliga ist. Genauso, wie die Fans der Borussia, die das Stadion Woche für Woche mit Leben füllen.

Die Südtribüne ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt. Die größte Stehplatztribüne Europas ist eines der Markenzeichen des BVB und der gesamten Bundesliga. Wie groß die Strahlkraft der "Gelben Wand" sein kann, belegt die Geschichte von Loai Mansour aus Saudi Arabien. Der heute 20-Jährige sah 2010 nur ein Foto der Südtribüne und hatte fortan nur noch ein Ziel: Ein Mal selbst im Signal Iduna Park stehen und die Borussia anfeuern!

"Als würde gerade die Sonne aufgehen"

2012 ist es dann so weit: Der damals 16-jährige fliegt zum ersten Mal nach Deutschland und sein erster Weg vom Hotel führt ihn direkt zum Signal Iduna Park. "Ich kam um neun Uhr abends an, stand vor dem Stadion, und es fühlte sich so an, als würde gerade die Sonne aufgehen", erinnert sich Mansour gegenüber 11Freunde an den großen Moment.

Drei Wochen bleibt er zunächst und schaut sich alle BVB-Spiele live an. Dieses Erlebnis lässt ihn nicht mehr los: 2014 kommt Mansour zum Studium nach Deutschland und ist seitdem Stammgast bei den Spielen der Dortmunder.

Video: Ein ganz besonderes Stadion

Weniger weit zu ihrem ersten Heimspiel haben es die Mitglieder des Fanclubs "Amper Eichen". Mit Sprüchen wie "Sag es durch die Blume", bewirbt die Floristik-Branche ihre Dienstleistungen. Den "Amper Eichen" reichte ein einfacher Strauß aber bei weitem nicht aus, um ihrer Zuneigung zum BVB Ausdruck zu verleihen. Nein, da musste es schon ein ganzer Baum sein. Mindestens.

19 Eichen in 9,09 Metern Abstand

Nach der Meisterschaft 2011 hatten eingefleischte BVB-Fans eine verrückte Idee: Sie wollten zu Ehren ihres Clubs eine "Borussen-Allee" errichten. Den Anfang machten neun Eichen, die die Hobbylandschaftsgärtner im exakten Abstand von 9,09 Metern pflanzten. Mittlerweile stehen in der Borussen-Allee zwei Reihen mit je neun Eichen im borussiafreundlichen Abstand von 9,09 Metern. Eiche Nummer 19 steht an der Spitze und symbolisiert das Dortmunder Gründungsjahr 1909. Und da muss man auch erst einmal drauf kommen.

Wobei die Umgestaltung von Flächen Tradition beim BVB ist. Ebenfalls 2011 war Paul Wichers derart über den Titelgewinn seiner Borussia begeistert, dass er sich kurzerhand Farbe und Pinsel griff und den Bordsteinen am Borsigplatz, dem Geburtsort des BVB, einen schwarzgelben Anstrich verpasste. Bei der großen Euphorie in Dortmund drückte auch das Ordnungsamt ein Auge zu. Und das wäre sicherlich auch nicht anders, sollte die Borussia 2017 wieder eine Titelfeier ausrichten.

Florian Reinecke

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