Bundesliga

04.06.2016 - 15:15 Uhr


Marc Bartra, das neue Abwehr-Ass des BVB

Der Spanier Marc Bartra wechselt zum BVB

Köln - Borussia Dortmund hat Marc Bartra vom FC Barcelona verpflichtet. Der 25-Jährige soll Mats Hummels ersetzen. Doch was zeichnet den Neuen aus? bundesliga.de stellt den spanischen Nationalspieler vor, der sein halbes Leben bei Barca spielte.

Als Marc Bartra im Alter von elf Jahren zu den Katalanen kam, hatte er einen großen Traum: Eines Tages in der ersten Mannschaft spielen. Acht Jahre arbeitete er in der Jugendakademie Barcas an seinem sportlichen Wunsch. Dann kam Pep Guardiola. Der bisherige Bayern-Trainer war von den Qualitäten des damals 19-Jährigen derart angetan, dass er den Nachwuchsmann in den Profikader beförderte. Und so debütierte der Sohn eines Traktorfahrers im Februar 2010 in der Primera División. Der Traum war in Erfüllung gegangen. Der Durchbruch gelang ihm jedoch erst drei Jahre später unter "Tata" Martino, der die Stärken des Barca-Gewächses zu schätzen wusste.

Dazu gehören eine dynamische und aggressive Zweikampfführung, verbunden mit einer Spielintelligenz und Passsicherheit. Gerne auch mittels lang geschlagenen Bällen im Stile eines Jérôme Boateng oder Carles Puyol, der nicht nur sein Vorbild, sondern auch sein Berater ist. "Puyol war mein Held. Ich habe ihn bei seinen Spielen beobachtet, während ich aufwuchs. Als ich in der glücklichen Lage war, in die erste Mannschaft zu kommen, hat er mich extrem unterstützt, während der besseren und während der schlechteren Zeiten.“

Beachtliche Trophäensammlung

Die schlechteren sind noch nicht so lange her: Vor allem in den vergangenen beiden Spielzeiten hatte Bartra namhafte Konkurrenz an seiner Seite. Gerard Piqué, Javier Mascherano und Jeremy Mathieu waren schlicht zu dominant und bekamen oft den Vorzug in der Innenverteidigung. "Aber wann immer er die Chance bekommen hat, hat er nie enttäuscht", schreibt Barca auf seiner Homepage.

Und so verlässt er die Katalanen nach insgesamt 59 Einsätzen und fünf Toren in der Primera División sowie 22 Spielen in der Champions League mit einer beeindruckenden Trophäensammlung: fünfmal spanischer Meister, zweimal Champions-League-Sieger, zweimal Copa-del-Rey-Sieger, zweimal europäischer Supercup-Sieger, zweimal spanischer Super-Cup-Sieger und einmal Club-Weltmeisterschaft.

"Mit der Hand auf dem Herzen"

Nun also Dortmund, wo Bartra seine Titelsammlung aufstocken will. Vier Jahre, so lange läuft der Vertrag bei der Borussia, hat er dafür Zeit. Nach dem Wechsel des deutschen Weltmeisters zum FC Bayern München (zum Bericht) ist in der Innenverteidigung neben Sokratis ein Platz vakant. Bartras Chancen stehen nicht allzu schlecht. Schließlich hat er sein Können bei einem der namhaftesten Vereine der Welt gelernt, Seite an Seite mit den weltbesten Verteidigern.

"Ich spiele mehr für Barca, als für mich selbst. Ich sage das mit der Hand auf meinem Herzen", hat Bartra mal in einem Interview gesagt. Leidenschaftliche Begeisterung für einen Verein - das lieben die Anhänger des BVB. Identifiziert sich der Spanier genauso intensiv mit der Borussia, könnte er rasch zum Liebling der Fans werden.

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