Bundesliga

30.01.2016 - 20:08 Uhr


Pierre-Emerick Aubameyang: "Das sind pure Emotionen"

Pierre-Emerick Aubameyang erzielt gegen den FC Ingolstadt seine Saisontreffer 19 und 20

Per Kopf trifft der Gabuner nach einer Flanke von Lukasz Piszczek zum 1:0 gegen den stark spielenden Aufsteiger aus Ingolstadt

Durch seinen zweiten Treffer ist er nun nach 19 Spieltagen so gut wie zuletzt der legendäre Bayer-Torjäger Gerd Müller in der Saison 1976/77

Dortmund - Pierre-Emerick Aubameyang hatte nach dem 2:0-Sieg von Borussia Dortmund über den FC Ingolstadt mal wieder gut lachen. Mit seinem späten Doppelpack rettete er der Borussia die drei Zähler, avancierte einmal mehr zum Mann des Spiels und schraubte seine Ausbeute in der Bundesliga schon auf 20 Tore (zur Torjägerliste). Gefeiert wurde standesgemäß mit einem Salto – und nicht nur der bot nach der Partie Anlass für Gesprächsstoff.

Frage: Pierre-Emerick Aubameyang, einige Leute machen sich Sorgen, dass sie sich beim Torjubel mal verletzen, wenn sie Ihren Salto zeigen.

Pierre-Emerick Aubameyang: (lacht) Keine Angst! Wenn du ein Tor machst und dazu vielleicht noch ein entscheidendes, dann sind das einfach pure Emotionen. Dann denke ich nicht viel darüber nach und springe einfach einen Salto. Ich mache das dann einfach, aber ich passe auch auf.

Frage: Mit ihren zwei Toren gegen Ingolstadt (zum Spielbericht) jagen Sie weiter den Bundesligarekord von Gerd Müller von 40 Treffern. Klappt das in dieser Saison?

Aubameyang: Dann muss ich noch zwanzig Mal treffen. Das ist sehr viel. Aber im Fußball weiß man nie, was passiert. Wir werden es sehen!

"Zum Glück hat es jetzt wieder geklappt"

Frage: Immerhin haben Sie jetzt die 20-Tore-Marke geknackt und damit Ihre Wette mit Thomas Tuchel gewonnen. Verraten Sie uns jetzt den Wetteinsatz?

Aubameyang: (lacht) Mein Ziel habe ich schon erreicht, das stimmt. Aber das Ziel des Trainers noch nicht. Mal abwarten, wie es weitergeht.

Frage: Sind Sie erleichtert, dass sie wieder getroffen haben, nachdem es letzte Woche in Mönchengladbach nicht geklappt hat?

Aubameyang: Es passiert im Fußball eben auch mal, dass man nicht trifft. So war es letzte Woche bei mir. Es war einfach wichtig, weiter konzentriert zu bleiben. Und zum Glück hat’s jetzt auch gleich wieder geklappt.

Frage: Das Spiel gewonnen, selbst einen Doppelpack geschnürt und den Vorsprung auf Robert Lewandowski in der Torjägerliste ausgebaut – geht es noch schöner?

Aubemayang: Es interessiert mich eigentlich gar nicht so sehr, ob Robert Lewandowski nun vor mir steht in der Torjägerliste oder hinter mir. Das Wichtigste ist, dass ich für die Mannschaft diese Tore erzielen kann und ihr damit helfe, diese Spiele zu gewinnen. Zum Schluss wird dann abgerechnet – auch in der Torjägerliste.

"Vielleicht wollten wir es zu gut machen"

Frage: Der Sieg war dieses Mal aber ein hartes Stück Arbeit. Warum hat sich der BVB über 70 Minuten so schwer getan gegen Ingolstadt?

Aubymeyang: Die Ingolstädter waren sehr gut organisiert und hatten eine sehr gute Struktur auf dem Platz. Wir mussten die Geduld bewahren, was wir ja auch geschafft haben. Wir hätten vielleicht noch mehr unsere fußballerischen Fähigkeiten einbringen müssen, was uns in der ersten Halbzeit aber überhaupt nicht gelungen ist. In der zweiten Halbzeit war es dann besser und so konnten wir das Spiel am Ende doch noch gewinnen.

Frage: Waren auch der tiefe, nasse Boden und der Wind ein Problem?

Aubameyang: Das stimmt, da hat einiges eine Rolle gespielt. Das gesamte Paket hat nicht so richtig gepasst. Vielleicht wollten wir es im ersten Heimspiel in der Rückrunde auch zu gut machen und unseren Fans etwas Besonderes zeigen. Das hat uns dann eher ein bisschen blockiert.

Frage: Marco Reus und Ilkay Gündogan mussten angeschlagen passen. War auch das ein Problem?

Aubameyang: Selbstverständlich, das sind zwei großartige Spieler, die jeder Mannschaft fehlen würden. Aber trotzdem haben auch die Elf, die auf dem Platz standen, gut gearbeitet und alles getan, um das Spiel zu gewinnen.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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