Supercup 2016

15.08.2016 - 12:22 Uhr


Manuel Neuer: "Das Ergebnis kann sich sehen lassen"

Manuel Neuer bewahrt seinen FC Bayern in der ersten Halbzeit des Supercups gegen Dortmund mehrfach vor einem Rückstand

Dortmund - Im Supercup gegen Borussia Dortmund war Manuel Neuer mehr gefordert, als ihm lieb war – und präsentierte sich zwei Wochen vor dem Start der Bundesliga schon in Top-Form. Seine Paraden hielten den FC Bayern München im Spiel und legten den Grundstein für den 2:0-Erfolg (>>> Zum Spielbericht). Mit dem ersten Titel der Saison im Gepäck sprach Münchens Torhüter nach der Partie über ein gutes Omen, fehlende Dominanz und einen ungestümen Mitspieler.

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Frage: Manuel Neuer, Glückwunsch zum ersten Titel. Auf dem Platz und in der Kabine wurde schon ganz ordentlich gefeiert.

Manuel Neuer: Es ist gar keine Frage, dass der Supercup immer mehr an Stellenwert gewonnen hat in den letzten Jahren. Und gerade dann, wenn man ihn wie wir bei den letzten drei Versuchen nicht geholt hat, ist es umso schöner, dass wir es jetzt endlich auch mal geschafft haben. Supercup-Sieger - das fühlt sich schon gut an!

Frage: Ein gutes Omen für die neue Saison?

Neuer: Das würde ich nicht unbedingt so sagen. In den letzten drei Jahren haben ja wie schon gesagt immer andere Mannschaften den Supercup gewonnen, ob nun Dortmund oder Wolfsburg. (lacht) Und trotzdem waren am Ende immer wir der Deutsche Meister.

"Jedes Spiel gegen Dortmund gewinnen"

Frage: Also eher ein schlechtes Omen für die Bayern?

Neuer: (lacht) Nein, so kann man es nun auch nicht sagen. Grundsätzlich möchte man einfach jedes Spiel gewinnen, wenn man gegen Borussia Dortmund spielt. Das ist nie ein Testspiel oder ein Freundschaftsspiel, egal zu welchem Zeitpunkt. Es ist das Spiel der beiden besten deutschen Mannschaften und das möchtest du auf jeden Fall gewinnen.

Frage: Vor allem in der ersten Halbzeit hatte der BVB die besseren Szenen und Sie mussten einige Male retten.

Neuer: Wir sind erst seit einer Woche komplett zusammen im Training. Auf der anderen Seite ist der BVB noch ohne die Nationalspieler angetreten. Da hat man schon gemerkt, dass sie bereits eingespielter sind und im Training schon mehr gemacht haben. Uns fehlt sicher noch was, das hat man in einigen Szenen auch gesehen. Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein. Aber die Dominanz, die wir schon öfter gegen den BVB gezeigt haben, die hat noch gefehlt. Das hat bei den letzten Vergleichen mit den Dortmundern anders ausgesehen.

Frage: Der FC Bayern hatte sogar weniger Ballbesitz als die Dortmunder, das hat es unter Pep Guardiola in den letzten Jahren eigentlich nie gegeben.

Neuer: Das stimmt, das ist schon ungewöhnlich für uns. Aber manchmal ist es halt so. Gegen Atletico Madrid war es in der letzten Saison in der Champions League auch so, nur aus unserer Sicht genau umgekehrt. Da hatte der Gegner weniger Ballbesitz und hat trotzdem gewonnen gegen uns. Gewinnen kannst du Spiele eben auch mal so. Und das Wichtigste beim Supercup ist doch, dass wir ihn geholt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

"Mats kann die Pfiffe sicher abhaben"

Frage: Für Mats Hummels war es keine leichte Rückkehr nach Dortmund. Er musste sich einige Pfiffe anhören.

Neuer: Mats kann das sicher abhaben. Er ist keiner, der bei ein paar Pfiffen einknickt. Grundsätzlich gibt’s von Fanseite im Fußball meistens nicht so etwas wie Dankbarkeit.

Frage: Müssen Sie als Vize-Kapitän mal ein ernstes Wort mit Franck Ribery reden, der in eine hitzige Szene gegen Felix Passlack verwickelt war? Das kann der Mannschaft durchaus mal schaden.

Neuer: Das Wichtigste ist, dass wir nach Abpfiff auch mit elf Spielern wieder vom Platz gehen und keine unnötige Rote Karte kassieren. Wir müssen schon aufpassen, dass uns da nichts Unüberlegtes passiert.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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