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Bundesliga

16.02.2016 - 12:27 Uhr


Wolfsburgs Christian Träsch: "Wir können gut mit der Favoritenrolle umgehen"

Wolfsburg - Mit einem Erfolgserlebnis reist der VfL Wolfsburg nach Belgien. Im Heimspiel gegen Ingolstadt feierte der VfL den ersten Sieg nach sieben vergeblichen Versuchen. Am Mittwochabend gastieren die Wölfe im Achtelfinale der Champions League beim KAA Gent. Christian Träsch stand vor dem Höhepunkt in der europäischen Königsklasse bundesliga.de Rede und Antwort. Der 28-Jährige verrät im Interview, wie der VfL die Hürde Gent nehmen will und warum er im Viertelfinale nicht gerne gegen den FC Barcelona spielen würde. 

bundesliga.de: Christian Träsch, der VfL Wolfsburg hat nach sieben sieglosen Spielen in Folge am Samstag endlich wieder gewonnen. Wie wichtig war es, dass nun endlich der Knoten geplatzt ist?

Christian Träsch: Der Sieg war sehr wichtig für uns nach der langen Durststrecke. Wir wollten die kleine Negativspirale, in der wir uns sicherlich befunden haben, stoppen. Zum Glück ist uns das mit dem 2:0 gegen Ingolstadt am Samstag gelungen. 

bundesliga.de: Der Erfolg gegen Ingolstadt fiel in die Kategorie Arbeitssieg. Spielerisch lief es noch nicht wie am Schnürchen.

Träsch: Ja, man hat schon gesehen, dass das Selbstvertrauen noch nicht voll wieder da ist. Gegen Frankfurt zu Beginn der Rückrunde haben wir ganz gut gespielt, am Ende aber doch verloren. Jetzt war es gegen Ingolstadt vom Spielerischen eine nicht so tolle Leistung, aber am Ende stehen die drei Punkte. Und das ist, was am Ende zählt.

bundesliga.de: Bereits am Mittwochabend steht das Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel bei KAA Gent auf dem Programm. Wie groß ist die Vorfreude auf die große internationale Bühne?

Träsch: Wir freuen uns richtig auf das Spiel. In der Vorrunde haben wir hart dafür gearbeitet jetzt im Achtelfinale zu stehen. Die Partie kann, unabhängig vom Wettbewerb, weiteres Selbstvertrauen bringen. In Belgien können wir einen weiteren positiven Schritt als Mannschaft nach vorne machen.

bundesliga.de: Ihr Gegner der KAA Gent ist zwar amtierender belgischer Meister, international jedoch ein unbeschriebenes Blatt. Was wissen Sie persönlich über die Mannschaft?

Träsch: Gegen den KAA Gent habe ich persönlich noch nicht gespielt. Ich weiß, dass Gent in Belgien für Furore gesorgt hat und eine sehr unbequeme Mannschaft ist. Wir dürfen Sie auf keinen Fall unterschätzen.

bundesliga.de: Wie stellt man sich auf solch einen unbekannten Gegner ein?

Träsch: Es wird eine unangenehme Partie. Besonders die Fans in Gent werden heiß auf das Spiel sein und eine tolle Stimmung verbreiten. Sie werden ihre Mannschaft nach vorne pushen. Für uns ist es wichtig, unsere Grundtugenden auf den Platz zu bringen. Zuerst kämpferisch auftreten, um dann auch unsere spielerische Klasse auszuspielen.

bundesliga.de: Sportchef Klaus Allofs sieht den VfL Wolfsburg im Duell mit dem belgischen Meister ganz klar in der Favoritenrolle. Wie sehen Sie das?

Träsch: Grundsätzlich denke ich, dass mit diesen beiden Mannschaften nicht unbedingt jeder im Achtelfinale gerechnet hätte. Wenn wir unsere spielerische Klasse und unsere individuellen Stärken ausspielen, können wir Gent in zwei Spielen ausschalten. Wir sind zwar nicht glasklarer Favorit, werden mit der Rolle aber umgehen können.

bundesliga.de: Mit welchem Hinspielergebnis würden Sie sich denn gerne auf die Heimreise nach Wolfsburg machen?

Träsch: Es wäre gut, wenn wir ein Tor schießen und keines kassieren.

bundesliga.de: Im Hinspiel fehlt mit Naldo, der gelbgesperrt ist, der Abwehrchef. Wie kann die Mannschaft diesen Ausfall am besten kompensieren?

Träsch: Naldo ist ein sehr wichtiger Spieler für unsere Mannschaft. Er hat eine riesige internationale Erfahrung. Es ist sehr ärgerlich, dass er uns im Hinspiel fehlt, aber wir haben auch andere gute Spieler und Dante kann ihn sicherlich gut ersetzen. Er ist international genauso erfahren wie Naldo.

bundesliga.de: Zuletzt haben Sie gegen Ingolstadt im defensiven Mittelfeld gespielt. Sie können allerdings auch den Part als Rechtsverteidiger in der Viererkette übernehmen. Wo spielen Sie denn am liebsten?

Träsch: Dass ich des Öfteren jetzt im defensiven Mittelfeld zum Einsatz gekommen bin, ist der Ursache geschuldet, das Luiz Gustavo in der Vorbereitung verletzt war und Maximilian Arnold auch. Jetzt hat sich Joshua Guilavogui auch noch verletzt. Ich habe eine gute Hinrunde als Rechtsverteidiger gespielt und fühle mich da auch sehr wohl. Jetzt finde ich mich aber auch als Sechser immer besser zurecht.

bundesliga.de: Sollte es der VfL Wolfsburg schaffen Gent im Achtelfinale auszuschalten. Wen würden Sie sich dann persönlich gerne als Gegner wünschen?

Träsch: Es sind ja fast nur noch Hochkaräter in der Champions League dabei, von daher ist es egal, wer kommt. Wir sollten aber noch nicht zu weit vorausschauen und uns erstmal auf das Hinspiel in Gent konzentrieren.

bundesliga.de: Mit dem VfB Stuttgart haben Sie 2010 schon einmal gegen den FC Barcelona gespielt. Wäre das nicht ein attraktives Los?

Träsch: Gegen Barcelona haben wir damals ja mit Stuttgart nicht so gut ausgesehen (1:1/H, 0:4/A). Ich habe noch nie in Madrid im Bernabeu gespielt, das wäre sicherlich noch ein Traum von mir. 

Das Interview führte Alexander Barklage

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