Bundesliga

16.07.2016 - 18:54 Uhr


Robbens Verletzung trübt Ancelottis Premiere

Neu beim FCB und guter Dinge: Trainer Carlo Ancelotti

Juan Bernat setzt sich gegen zwei Lippstädter durch

Köln - Carlo Ancelotti hat in seinem ersten Spiel als Chefcoach des FC Bayern München ein Fußballfest erlebt. Beim Oberligisten SV Lippstadt 08 gewann seine um zahlreiche Juniorenspielen ergänzte Mannschaft am Samstag mit 4:3 (3:0). Allerdings musste der neue Bayern-Trainer auch einen Wermutstropfen hinnehmen: Arjen Robben musste - in seinem ersten Spiel seit vier Monaten - in der 36. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Ein dynamischer Antritt, ein schmerzverzerrtes Gesicht, ein Griff an die Leiste - bereits in der 35. Minute des ersten Spiels von Bayern München unter dem neuem Trainer Carlo Ancelotti ereilte Arjen Robben ein bitterer Rückschlag. "Voraussichtlich sechs Wochen" falle der 32-Jährige nun mit einer Adduktorenverletzung aus, teilte der FC Bayern am Sonntag mit. Die Premiere von Carlo Ancelotti als Bayern-Trainer geriet damit natürlich in den Hintergrund.

"Er fühlte etwas im Muskel", sagte der 57 Jahre alte Italiener kurz nach dem Spiel. Und auch Philipp Lahm war bedient: "Es ist sehr bitter. Wer Arjen kennt, der weiß, wie gern er auf dem Fußballplatz steht."

Spektakel in Lippstadt

Dabei hätte der Aufgalopp der Bayern-Stars in der Heimat des FCB-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge durchaus auch ohne den Robben-Schock für Schlagzeilen gesorgt.

"Die erste Halbzeit war gut. Danach wollte ich kein Risiko bei den Spielern eingehen“, sagte Ancelotti nach seinen ersten 90 Minuten auf der Münchener Trainerbank. Seine Mannschaft hatte sich fast von selbst aufgestellt. Denn alle EM-Teilnehmer sowie der verletzte Douglas Costa und Holger Badstuber, für den die Partie nach seiner Sprunggelenksfraktur noch etwas zu früh kam, standen ihm nicht zur Verfügung. Die Lücken im Kader füllten zwölf Talente auf, mit Fabian Benko und Felix Götze standen zwei sogar in der Startformation.

Apropos Startelf: Ancelotti wählte ein 4-3-3-System. Mit Sven Ulreich im Tor. Mit Rafinha, Javi Martínez, Felix Götze und Juan Bernat in der Abwehr. Mit Philipp Lahm, Xabi Alonso und Benko im Mittelfeld. Mit Arjen Robben und Franck Ribéry auf den Flügeln sowie Julian Green als Sturmspitze. Nach einer halben Stunde stellte Ancelotti einige Positionen um.

Souveräne Pausenführung

Vor 8.500 Zuschauern im mit Zusatztribünen erweiterten Stadion Am Bruchbaum - nach Vereinsangaben hätten 30.000 Tickets verkauft werden können - gab es zunächst eine Schweigeminute für die Opfer in Nizza und in der Türkei. Dann trafen Julian Green (9. Minute), Arjen Robben (16.) und Franck Ribéry (33.) zu einer souveränen 3:0-Pausenführung für die Bayern. Die Lippstädter hielten couragiert dagegen und prüften in Person von Benjamin Kolodzig FCB-Keeper Sven Ulreich mit einem strammen Schuss (28.).

Im Laufe der zweiten Halbzeit wechselte Ancelotti auf allen Positionen aus, so dass am Ende bis auf Tom Starke nur noch Junioren auf dem Platz standen. Durch ein Eigentor von Marvin Joswig (49.), der eine Green-Hereingabe ins eigene Tor lenkte, erhöhten die Bayern zunächst auf 4:0. Dann verkürzte Lippstadt durch einen Weitschuss-Knaller des eingewechselten Marcel Rump (51.) sowie einen Kopfball von Stefan Parensen (57.) auf 4:2. Kurz vor Schluss sorgte Paolo Maiella (87.) schließlich für den 4:3-Endstand.

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