Bundesliga

22.09.2016 - 13:22 Uhr


Borussia Dortmund: Tormaschine auf Hochtouren

Doppelpack beim 5:1 gegen Wolfsburg: Pierre-Emerick Aubameyang

Wolfsburg - 17 Tore in drei Spielen innerhalb von nur einer Woche. Ganz klar, bei Borussia Dortmund läuft es. In der Offensive hat der BVB eine unglaubliche Qualität. Es scheint auch egal, wen Trainer Thomas Tuchel in die erste Elf beruft. Jeder trifft.

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Der BVB tauschte im Vergleich zum 6:0 gegen Darmstadt auf vier Positionen und lief mit exakt der selben Mannschaft, wie beim 6:0-Erfolg in der Champions League in Warschau auf. "Es ist im Moment egal, wer spielt, es läuft", erklärte Torwart Roman Bürki.

"25 bis 28 Spieler auf gleichem Niveau"

Es gab in dieser jungen Saison bereits 14 (!) verschiedene Torschütze beim BVB in allen drei Wettbewerben. "Wir haben richtig Qualität und 25 bis 28 Spieler im Kader, die auf einem gleich hohen Niveau spielen", freute sich Gonzalo Castro. Er war einer der Leidtragenden und saß in Wolfsburg zunächst auf der Bank. Doch zur Pause stellte Trainer Tuchel taktisch etwas um und wechselte Castro für Christian Pulisic ein.

Castro steuerte gleich die beiden Assists zum vorentscheidenden 1:3 durch Ousmane Dembele und das 1:4 durch Pierre-Emerick Aubameyang bei. Für Dortmunds Top-Torjäger ist der VfL seit Dienstagabend der neue Lieblingsgegner. Mit seinem Doppelpack traf der Gabuner jetzt schon sieben Mal gegen die Wölfe. Gegen kein anderes Team traf er häufiger.

Guerreiro in bestechender Form

Neuzugang Raphael Guerreiro traf gar mit seiner ersten Ballberührung zum 0:1. Der Portugiese war mit seinem Tor und zwei weiteren Torvorlagen bester Feldspieler des BVB. "Die Leistung von Raphael überrascht mich nicht, weil er einfach zu gut Fußball spielen kann. Er hat eine ganz außergewöhnliche Ausstrahlung und gibt uns das Gefühl, in der Mannschaft angekommen zu sein. Er ist wahnsinnig talentiert und macht die Spieler, die um ihn herum sind, besser. Es ist ein großes Glück, ihn als Spieler zu haben", lobte Trainer Tuchel.

VfL verzweifelt an Bürki

Spieler des Spiels war der portugiesische Europameister dennoch nicht, denn sein Torwart stellte seine Teamkollegen in den Schatten. Roman Bürki ließ den VfL verzweifeln. Die Wolfsburger trafen bei 15 Abschlüssen nur einmal. Der Schweizer vereitelte sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit in der Druckphase des VfL hochkarätige Chancen. Vor allem VfL-Stürmer Mario Gomez dürfte in der Nacht Albträume bekommen haben, wenn er an Bürki gedacht hat.

"Ich bin glücklich über die Entwicklung von Roman, seitdem er bei uns ist und explizit seit dieser Saisonvorbereitung. Er steht nicht mehr zur Debatte, ob er spielt. Im zweiten Jahr hat er eine bemerkenswerte Entwicklung als Mensch, als Persönlichkeit, als Torhüter und als Spieler gemacht. Seine Leistung ist ein absolutes Extralob wert", so Tuchel auf der PK nach dem Spiel.

>>>Roman Bürki im Interview: "Fühle mich besser als in der letzten Saison"

Nicht abheben – das Credo vor dem Freiburg-Spiel

Nach dem 5:1-Auswärtssieg bei den Wölfen ist es schwer, vor allem für die eigenen Fans, nicht in Euphorie zu verfallen. 6:0, 6:0, 5:1 hört sich eher nach einem abgebrochenen Drei-Satz-Match im Tennis an, als an ein Fußball-Ergebnisse. Am kommenden Freitagabend geht es für den BVB bereits weiter zuhause gegen den SC Freiburg.

"Wir müssen das jetzt richtig einordnen und auch die Fans müssen verstehen, dass das nicht so weitergehen wird. Wir werden uns auch in Partien wieder schwerer tun und auch mal nicht nach 20 Minuten deutlich führen, dann brauchen wir die Unterstützung unserer Fans. Das wird auch die große Kunst gegen den SC Freiburg sein, der nach dem Sieg gegen den HSV Selbstvertrauen haben wird", prognostizierte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer.

Bürkis Wiedersehen mit seinem Ex-Club

Besonders Roman Bürki freut sich auf das Duell mit den Freiburgern. Schließlich hat der Schweizer vor seinem Wechsel zum BVB bei den Breisgauern gespielt. "Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Jungs und vor allem mit dem Torwarttrainerteam". Gonzalo Castro hofft indes, dass die "Offensiv-Maschinerie des BVB" auch gegen den Aufsteiger weiter läuft. "Es wird sehr unangenehm gegen die Freiburger, doch bei uns läuft es derzeit wie geschmiert."

Aus Wolfsburg berichtet Alexander Barklage

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