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Bundesliga

31.01.2016 - 19:13 Uhr


Aubameyang wandelt weiter auf Gerd Müllers Spuren

Pierre-Emerick Aubameyang trifft derzeit wie er will. Gegen Ingolstadt macht er seine Tore Nummer 19 und 20 in dieser Saison

Vor dem Spiel wird Aubameyang vom BVB für seine Wahl zu Afrikas Fußballes des Jahres geehrt

Seine beiden Tore feiert der Stürmer wie immer mit einem Salto

Dortmund - Der Wahnsinn geht weiter: Pierre-Emerick Aubameyang trifft und trifft und trifft. Nach dem Doppelpack beim 2:0 gegen Ingolstadt und seinen Treffern Nummer 19 und 20 jagt der Gabuner nicht nur endgültig den Uralt-Rekord von Gerd Müller. Aubameyang schießt alleine auch mehr Tore als manches Bundesliga-Team zusammen.

Afrikas Fußballer des Jahres ist er schon. Vor der Partie gegen den Aufsteiger gab es dafür noch einmal eine gesonderte Ehrung des BVB für Pierre-Emerick Aubameyang. Blumen, Gemälde und donnernden Applaus von den Tribünen inklusive. Ob Dortmunds Paradestürmer bald auch neuer Rekordtorschütze der Bundesliga sein wird, steht noch in den Sternen. Doch wenn es einer packen kann, den "Bomber der Nation" und seine 40 Tore als ewige Nummer eins abzulösen, dann scheint es Aubameyang zu sein.

20 Tore nach 19 Spielen sind sehr beeindruckend

Die bisher 20 Saisontreffer des 26-Jährigen sind schon jetzt beeindruckend – auch im historischen Kontext. Einzig der legendäre Gerd Müller selbst hatte nach 19 Spieltagen ein einziges Mal mehr Tore auf dem Konto. Das war mit 21 Treffern in der Saison 1972/73. Einmal noch legte er 1976/77 20 Tore nach, wie zuvor schon Uwe Seeler (63/64) und Franz Brungs (67/68). Das war’s – seit langen 39 Jahren hat kein Profi mehr an dieser Marke gerüttelt. Bis Aubameyang kam.

So treffsicher der Angreifer sich präsentiert, so bescheiden bleibt er selbst bei seiner Rekordjagd. Um Müllers Bestmarke zu knacken, "muss ich noch zwanzig Mal treffen. Das ist sehr viel", erklärte er im Interview nach dem 2:0-Sieg des BVB über Ingolstadt. Aber für einen wie Aubameyang eben nicht unmöglich, weil er konstant eine Bude nach der anderen knipst. Saison übergreifend traf er als erster Dortmunder jetzt schon im zehnten Heimspiel in Folge. Das gelang vor ihm nur Thomas Christiansen sowie – wen wundert’s – zwei Mal Gerd Müller, der diese Serie auf elf bzw. zwölf Tore schraubte und zusammen mit Jupp Heynckes damit auch hier den Rekord hält.

"Auba hat uns mit seinen Toren wieder gerettet"

Setzt Pierre-Emerick Aubameyang seine Treffsicherheit in den nächsten beiden Heimspielen fort, hätte er diesen Rekord schon mal einkassiert und dürfte das wohl wieder mit seinem obligatorischen Salto-Sprung feiern. Setzt er noch einen drauf und trifft auch im 13. Heimspiel in Folge, könnte das am 5. März Realität werden – ausgerechnet im Gipfeltreffen gegen den FC Bayern. 

Bei Borussia Dortmund weiß man nicht erst seit der Rekordjagd, was man an seinem Stürmer hat. Nach seinem Doppelpack gegen die Ingolstädter, mit denen Aubameyang dem BVB spät noch drei Punkte beschert hatte, schickte Julian Weigl ein dickes Dankeschön an die Nummer 17: "Auba hat uns mit seinen Toren mal wieder gerettet." Kurios: Pierre-"Emmerich", wie er in Anlehnung an Club-Legende Lothar Emmerich auch gerne mal genannt wird, gab gegen den Aufsteiger alleine mehr Torschüsse ab (sechs) als alle Ingolstädter zusammen (fünf).

Mehr Tore als vier Clubs

Überhaupt nimmt es der Dortmunder gerne mit ganzen Mannschaften auf. Gleich fünf Teams der Bundesliga haben insgesamt maximal gleich viele oder sogar weniger Tore auf dem Konto, als der Gabuner alleine mit seinen 20 Saisontoren: Köln (20 Treffer), Darmstadt und Hannover (je 19) sowie Hoffenheim (18) weisen weniger Tore aus. Im Vergleich zwischen Aubameyang und dem FC Ingolstadt wird es noch deutlicher – dieser Vergleich geht mit 20:12 eindeutig an den Stürmer.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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