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Bundesliga

13.01.2016 - 18:11 Uhr


Bayern-Flügelspieler Robben: "Das letzte halbe Jahr abhaken und nach vorne schauen"

Köln - Der FC Bayern München ist voll auf Titelkurs, hat bisher eine eindrucksvolle Saison 2015/16 hingelegt. Für Flügelspieler Arjen Robben verlief diese aber alles andere als optimal. Den Niederländer plagten in der abgelaufenen Hinrunde mehrere Verletzungen, kam nur in sieben Bundesliga-Spielen zum Einsatz. Nun ist er aber wieder fit. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die Leistung seiner "Konkurrenten" Douglas Costa und Kingsley Coman, seine Pläne für die Zukunft und den Abgang von Pep Guardiola.

Frage: Herr Robben, Sie sind vor kurzem nach einer längeren Verletzungspause wieder in den Kreis der Mannschaft zurückgekehrt. Wie fühlen Sie sich aktuell?

Arjen Robben: Momentan sieht es sehr gut aus. Mein Ziel war es eigentlich im Trainingslager in Doha wieder voll ins Training einzusteigen, leider lag ich dann zwischenzeitlich drei Tage krank im Bett. Das habe ich mir natürlich komplett anders vorgestellt. Jetzt geht es mir aber wieder besser und es macht wieder Spaß auf dem Platz zu stehen.

Frage: Wenn Sie das Jahr 2015 mal Revue passieren lassen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Robben: Ich bin froh, das 2015 vorbei ist. Das Jahr hat eigentlich gut angefangen, gerade im April und März war ich in einer Top-Verfassung. Dann kamen jedoch wieder die Verletzungen, die vergangene Hinrunde ist für mich ziemlich unglücklich verlaufen. Deswegen bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist. Für mich fühlt es sich an, dass ich wieder von Null anfange - das ist gut. Ich hoffe die Pause ist jetzt endgültig vorbei und es geht verletzungsfrei weiter.

Frage: Sie sprechen Ihre erneut lange Ausfallzeit an. Wie sehr nagt das an Ihnen?

Robben: Jeder Fußballer will immer Fußball spielen. Wenn man nicht kann, wenn man nicht darf, dann ist es schon arg frustrierend. Natürlich ist man enttäuscht, wenn man zuschauen muss. Auf der anderen Seite macht es dann auch wieder Spaß zu sehen, was die Mannschaft bisher für eine Leistung gezeigt hat (zum Formcheck der Bayern). Wir spielen bisher eine fabelhafte Saison. Ich glaube, speziell im letzten halben Jahr haben wir uns nochmals weiterentwickelt.

Frage: Ihr Team ist in allen Wettbewerben voll auf Titelkurs...

Robben: Acht Punkte Vorsprung in der Bundesliga, Viertelfinale im Pokal und Achtelfinale in der Champions League hört sich alles erstmal gut an. Letztlich müssen wir uns aber trotzdem immer wieder beweisen und unser Niveau abrufen, um am Ende auch die Titel zu gewinnen. Du bekommst nirgendwo etwas geschenkt. Wir dürfen als Mannschaft nicht eine Sekunde nachlassen, das ist das Wichtigste.

Frage: Besonders die Neuzugänge Douglas Costa (zur Top11 der Hinrunde) und Kingsley Coman haben auf Ihrer angestammten Außenbahn herausgeragt. Wie bewerten Sie die Leistungen der beiden?

Robben: Beide haben sich sehr gut entwickelt. Costa hat eine super Hinrunde gespielt, er hat für große Begeisterung gesorgt und das auch vollkommen zu Recht. Er passt perfekt zur Mannschaft. Coman ist noch ein sehr junger Spieler, hat aber auch schon viele gute Spiele gezeigt. Gerade mir als Außenbahnspieler macht es großen Spaß, beiden zuzuschauen.

Frage: Wer ist Ihnen in der Hinrunde allgemein aufgefallen, in Hinblick auf andere Clubs?

Robben: Da gibt es viele gute Spieler. Ein großes Talent, dass mir besonders auffiel, ist Leroy Sané vom FC Schalke 04: Er kann ein großer Spieler werden, das sieht momentan bei ihm alles sehr gut aus.

Frage: Sané ist gerade mal 20 Jahre alt. Sie werden in ein paar Wochen 32, sind also ein Routinier. Wie sehen Ihre Pläne aus?

Robben: Ich bin also noch sehr jung (schmunzelt). Mein Ziel ist es nun erstmal, wieder gesund auf dem Platz zustehen. Dass ich mich im Verein wohlfühle, steht außer Frage. Es gilt nun das letzte halbe Jahr abzuhaken und nach vorne zu schauen. Alles andere kommt dann von selbst.

Frage: Und langfristig?

Robben: Natürlich kann ich mir vorstellen, mit meiner Familie nach Bayern auch wieder zurück in die Heimat zu gehen. Aber so weit will ich gar nicht vorausschauen, im Fußballgeschäft kann man ohnehin nur schwer langfristig planen. Wir haben jetzt eine super Truppe. Man sollte auch stolz sein, Teil dieses tollen Teams zu sein. Von daher kann jetzt nur eine Parole gelten: Auf geht’s und wieder fit werden!

Frage: Sie gehören zu den Führungsspielern im Team. Was bedeutet Ihnen der Club persönlich?

Robben: Das ist mein siebtes Jahr in München. Der Club ist zum Teil meines Lebens geworden, in jeglicher Hinsicht: Zwei meiner Kinder sind in München geboren. Bayern ist was ganz Großes für mich. Dafür hast du als Profi gearbeitet, um bei solch einem großen Verein zu spielen. Man sollte die Zeit trotz des stetig großen Drucks auch genießen, denn du weißt nie, wann es vorbei ist.

Frage: Der Abgang von Pep Guardiola ist beschlossene Sache. Wie schätzen Sie diesen Verlust ein?

Robben: Natürlich bin ich enttäuscht - wie viele. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, er war auch ein Trainer, der mich in meiner Karriere enorm weitergebracht hat. Es macht einfach viel Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen. Als Mannschaft haben wir uns weiterentwickelt, als Spieler kannst du unter ihm noch besser werden. Es ist sehr, sehr schade. Aber man muss seine Entscheidung akzeptieren.

Vorschau: Hamburger SV - FC Bayern München

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