Bundesliga

22.09.2016 - 08:34 Uhr


Arjen Robben: "Belohnung für die harte Arbeit"

Er kam, traf und siegte: Arjen Robben

München - Thomas Müller sprach von einem "Einstand nach Maß" und für Manuel Neuer ist es "gefühlt immer so, dass wenn er das erste mal wieder reinkommt, auch sofort wieder ein Tor erzielt". 200 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel für den FC Bayern München hat Arjen Robben mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand gegen Hertha BSC ein erfolgreiches Comeback gefeiert - und obendrein ein hochemotionales.

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Im März beendete eine Adduktorenverletzung Robbens Saison vorzeitig, in der Vorbereitung verletzte sich der 32-Jährige Mitte Juli im Testspiel beim SV Lippstadt erneut. Im Interview beschreibt Robben seinen langen Weg zurück auf den Rasen.

Frage: Arjen Robben, wie haben Sie Ihr Comeback erlebt?

Arjen Robben: Es war für mich ein sehr schöner Moment als ich auf den Platz gekommen bin. Die Reaktion des Publikums war wahnsinnig. Ich muss mich da wieder ganz herzlich bedanken, weil diese Unterstützung tut schon sehr gut.

Frage: Im Stadion haben sich alle Zuschauer vom Ober- bis zum Unterrang von ihren Sitzen erhoben. Was ging in diesem Moment in Ihnen vor?

Robben: Das war ein emotionaler Moment. Da geht dir noch mal alles durch den Kopf, was du alles gemacht hast, um wieder zurückzukommen. Das war heute die Belohnung für die harte Arbeit. Schöner könnte es nicht sein.

Frage: Und dann haben Sie auch noch das Tor gemacht …

Robben: Das war noch eine Extra-Belohnung oben drauf. Es war ein schöner Pass von Thiago, der noch mal quergelegt hat. Ich hab ihn dann gut reingeschossen. Das hat den Abend für mich komplett gemacht.

Frage: Wie haben Sie den Auftritt des Gegners gesehen?

Robben: Die Berliner haben auch die ersten drei Spiele gewonnen und das haben sie teilweise auch gezeigt. Es gab in der zweiten Halbzeit auch eine Phase, in der wir nicht so gut waren. Da waren sie gleich gefährlich. Ich glaube, sie werden in dieser Saison vielleicht auch wieder oben mitspielen.

Frage: Wie sieht es kräftemäßig bei Ihnen aus. Jetzt geht es gegen den Hamburger SV und dann in der Champions League gegen Atletico Madrid. Reicht es dann schon bei Ihnen für 90 Minuten?

Robben: Es ist ganz wichtig, dass wir vernünftig damit umgehen. Es waren fast sechs Monate, denn Lippstadt darf man eigentlich nicht mitrechnen. Im März war mein letztes offizielles Spiel. Es ist jetzt ganz, ganz wichtig, gut aufzubauen und nicht zu schnell. Ich glaube, wir haben da intelligente Leute im Verein.

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Frage: Können Sie genau beziffern, wo Sie von Ihrer Fitness her stehen?

Robben: Ich war lange raus und ich habe eine sehr gute Reha gemacht. Die haben mich sehr gut aufgebaut. Nach der letzten Verletzung habe ich für mich selbst noch mal wirklich alles analysiert und geschaut, wo ich noch etwas ändern und verbessern kann, um wirklich alles zu perfektionieren. Das haben wir gemacht. Wir haben ein paar kleine Sachen geändert. Ich bin jetzt in einer guten Verfassung, aber das muss so bleiben.

Frage: Einmal ist Borussia Dortmund zwar schon gestolpert, doch zuletzt hat der BVB wieder beeindruckt. Wie sehen Sie die Dortmunder?

Robben: Schön, wenn man 17 Tore in drei Spielen schießt - großes Kompliment. Aber sie haben schon ein Mal verloren, deswegen sind wir jetzt drei Punkte vorne. Wir müssen immer weitermachen. Wenn man mal nicht so konzentriert spielt oder einen schlechten Tag erwischt, wie zum Beispiel in der ersten Halbzeit gegen Ingolstadt, dann tut man sich schwer. Wir müssen immer bereit sein.

Aus München berichtet Maximilian Lotz

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