Bundesliga

16.01.2016 - 17:50 Uhr


Modeste: "Ich wollte das Vertrauen zurückzahlen"

Kölns Torjäger Anthony Modeste kann den Rückrunden-Start kaum abwarten

Köln - Anthony Modeste hat es eilig, dass die Bundesliga wieder losgeht. Der französische Torjäger des 1.FC Köln hat in seinem Urlaub privat hart trainiert um eine starke Rückrunde zu spielen. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht der Ex-Hoffenheimer über seine Ziele für 2016, warum sein Team erst einmal alles unternehmen soll um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen und sein Verhältnis zu Trainer Peter Stöger.

bundesliga.de: Monsieur Modeste, hat Ihnen die Winterpause gut getan?

Modeste: Ich habe sie genossen, auch wenn mir eine Woche Urlaub gereicht hätte. Nach einer Woche in Monaco bei der Familie bin ich schon wieder nach Köln gereist. Dort habe ich mich mit einem Privat-Trainer fit gehalten. Ich wollte unbedingt im Rhythmus bleiben.

"Wenn man in ein Trainingslager fliegt, verliert man zwei Tage"

bundesliga.de: Wie läuft nun die Vorbereitung zur Rückrunde ?

Modeste: Wir sind gut drauf und ehrgeizig. Das spüre ich bei jeder Trainingseinheit. Es kann wieder losgehen.

bundesliga.de: Im Gegenteil zu allen Bundesliga-Mannschaften (bis auf Ingolstadt) ist der 1.FC Köln das einzige Team, das seine Vorbereitung zu Hause absolviert. Was halten Sie davon ?

Modeste: Es ist eine gute Sache. Man braucht nur die schweren Witterungsbedingungen mancher Teams anzuschauen und hier war das Wetter meist angenehm. Wir können uns zu Hause gut vorbereiten und dazu auch bei unserer Familie bleiben. Wenn man zu einem Trainingslager ins Ausland fliegt, verliert man zwei Tage. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht.

"Wir brauchen zunächst einmal noch 16 Punkte"

bundesliga.de:  Welches Ziel haben Sie sich nun für die Rückrunde gesteckt ?

Modeste: Unser primäres Ziel ist die 40-Punkte-Grenze, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Dafür brauchen wir zunächst einmal 16 Punkte. Wenn wir so weit sind, können wir dann höhere Ziele anvisieren. In der ersten Tabellenhälfte zu landen wäre ja großartig. Aber wir sollten nie vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben. Dementsprechend ist es wichtig nicht abzuheben und vorsichtig mit Zielen umgehen. Fest steht: In unser Team steckt viel Potenzial und wir wollen es ausnutzen.

bundesliga.de:  Der erste Gegner heißt der VfB Stuttgart vor heimischer Kulisse.

Modeste: In der Rückrunde werden wir alles versuchen, vor allem zu Hause besser abzuschneiden als in der Hinrunde, wo unsere Bilanz nicht zufriedenstellend ist. Für unsere Fans wollen wir mehr Siege einfahren und ihnen somit mehr Freude bereiten. Der FC hat herausragende Fans. Beim letzten Spiel gegen Borussia Dortmund (2:1) haben wir gezeigt wozu wir in der Lage sein können und was dann für eine fantastische Stimmung herrscht. In den Derbies oder gegen namhafte Gegner haben wir gute Leitungen gezeigt und viele Punkte geholt. Nun streben wir an, gegen Teams aus unserer Tabellen-Region besser zu punkten. Gegen Stuttgart wollen wir sofort überzeugen und mit einem Sieg positiv starten.

"Ich weiß, dass viele andere Trainer mich auf die Bank gesetzt hätten"

bundesliga.de: Am Ende der Hinrunde sind Sie in einem Loch gefallen und Sie saßen gegen den BVB beim Anpfiff sogar auf der Bank. Haben Sie trotzdem weiter das Vertrauen von Peter Stöger spüren können ?

Modeste: Absolut und zwar, in jedem Augenblick. Ich weiß, dass viele andere Trainer mich schon viel früher auf der Bank gesetzt hätten. Aber er war für mich immer da. Als er mich gegen Dortmund einwechselte, wollte ich unbedingt sein Vertrauen zurückzahlen. Mit meinem Siegtor habe ich es geschafft.

bundesliga.de: Stimmt es, dass Sie ein paar Stunden vor dem Anpfiff gegen den BVB via Twitter ein Tor angekündigt hatten?

Modeste: Auf Twitter habe ich sehr viel Unterstützung von Anhängern des 1.FC Köln bekommen, was mir sehr gut getan hat. Ich wollte mich auf meine Weise dafür bedanken. Ich war fest davon überzeugt, dass ich für meine Arbeit im Training belohnt werden würde. Und ich hatte das Gefühl, dass es gegen den BVB wieder funktionieren wird. Ich hatte Recht (lacht).

Das Interview führte Alexis Menuge

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