Bundesliga

30.01.2017 - 15:43 Uhr


Schürrle: "In der einen Situation waren wir nicht da"

Andre Schürrle war in Mainz erneut an einem Treffer beteiligt

Eine Woche zuvor hatte er in Bremen seinen ersten Bundesliga-Treffer für den BVB erzielt

Mainz - Andre Schürrle startete stark ins Kalenderjahr 2017: Beim 2:1-Sieg vergangene Woche in Bremen gelang dem Offensivspieler von Borussia Dortmund sein erstes Bundesliga-Tor für den BVB und am Sonntagabend bereitetet er die frühe Führung von Marco Reus beim Auswärtsspiel in Mainz vor. Mit dem 1:1-Endstand bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte war der Nationalspieler natürlich nicht zufrieden. Nach dem Abpfiff erklärte er, warum seiner Borussia auch einmal ein "dreckiger Sieg" guttun würde und wie die Borussia am nächsten Wochenende das Spitzenspiel gegen Leipzig angeht.

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Frage: Herr Schürrle, warum spielte die Borussia in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent nach vorne wie in der ersten?

Andre Schürrle: Wir versuchten, mit langen Bällen hinter die Abwehrkette der Mainzer zu kommen, aber uns ist dann das Zwingende abhandengekommen, um Torchancen zu kreieren. Aber trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass der Ausgleich in der Luft liegt. Mainz hatte ja kaum brandgefährliche Torchancen. Von daher hätten wir mal so ein dreckiges 1:0 gebraucht - so ist es natürlich jetzt bitter.

"Wir haben zu sehr gebolzt"

Frage: In der Anfangsphase habt ihr durch frühes Anlaufen den Gegner zu Fehlern gezwungen, so ist dann auch die Führung gefallen. Kann man so eine Spielweise nicht 90 Minuten durchhalten, fehlt dann die Kraft?

Schürrle: Mainz 05 hat ja auch unsere Spielweise reagiert, sie haben dann die Bälle eher rausgeschlagen und nicht mehr so viel gespielt. Wenn Mainz nur noch lange Bälle schlägt, kann man in deren Hälfte keine Balleroberungen haben. Das hat uns dann nicht mehr so gelegen, weil wir auch angefangen haben, den Ball ein bisschen hin und her zu bolzen. Es war dann schwer, zu kombinieren.

Rückblick: Der BVB-Sieg in Bremen

Frage: Warum habt ihr es nicht geschafft, das Spiel am Ende zu kontrollieren und den Vorsprung über die Zeit zu bringen?

Schürrle: Ich finde, dass wir das Spiel eigentlich gut im Griff hatten. Eigentlich hatten wir die Ruhe, haben den Ball laufen lassen und Mainz keine Torchancen zugelassen. Dass wir dann am langen Pfosten bei dem Tor unaufmerksam sind und zwei Spieler freistehen, ist bitter. Aber so etwas kann passieren, wir müssen jetzt nach vorne schauen, und gegen Leipzig im nächsten Heimspiel die drei Punkte zu Hause behalten. 

"Wir treten auf der Stelle"

Frage: Ihr verliert im Moment ein bisschen unnötig an Boden. Euer nächster Gegner Leipzig hat gegen Hoffenheim gewonnen. Das macht die Sache nicht unbedingt leichter, oder?

Schürrle: Ja, das stimmt. Leipzig marschiert und gewinnt jedes Spiel. Uns fehlt ein bisschen, die dreckigen Spiele zu gewinnen. In Bremen haben wir das zwar getan, aber in Mainz hätten wir die Führung über die Bühne retten müssen. So treten wir ein bisschen auf der Stelle.

Frage: Kann man trainieren, diese dreckigen Siege zu erringen?

Schürrle: So etwas kann man nur schwer trainieren. Da kommt ein Konter, eine Flanke und ein Tor - solche Situationen kommen im Spiel vor. Wir wollten das vermeiden und haben das gegen die konterstarken und schnellen Mainzer auch gut gemacht eigentlich. Aber in der einen Situation waren wir halt nicht da. 

Aufgezeichnet von Tobias Schächter 

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