Bundesliga

04.05.2017 - 14:45 Uhr


Abstiegskampf: Darum bleibt Mainz drin

Gegen Gladbach bringt Yoshinori Muto das Netz wieder zum Zappeln

Köln – Der Kampf um den Klassenerhalt gestaltet sich in dieser Saison spannend wie selten, sieben Clubs stecken unten drin und werden in den verbleibenden drei Partien nochmal alles für den Verbleib in der Bundesliga tun. Dazu gehört der 1. FSV Mainz 05. bundesliga.de verrät fünf Gründe, warum die Rheinhessen den Klassenerhalt schaffen.

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1) Jüngere Vergangenheit, nahe Zukunft

Am 32. Spieltag bekommt es Mainz mit Hamburg zu tun - und Reisen in die Hansestadt liegen dem 1. FSV. Gegen keine andere Mannschaften siegte 05 auswärts häufiger als gegen den Dino (viermal seit der Bundesliga-Rückkehr 2009). In den letzten acht Gastspielen gab's vier Siege und zwei Remis. Aus den vergangenen drei Partien holten die Rheinhessen außerdem einen Erfolg gegen den Tabellenfünften Hertha und ein Unentschieden gegen den Deutschen Meister FC Bayern - bei einer Niederlage gegen den Europa-League-Aspiranten Gladbach.

2) Justierte Stellschrauben in der Offensive

Bojan Krkic und Yoshinori Muto spielen sich mehr und mehr ein. Beim 2:2 beim Rekordmeister vor zwei Wochen netzte Krkic ein, beim 1:2 gegen die Elf vom Niederrhein Muto. Wenn auch Jhon Córdoba rechtzeitig zum Endspurt der Spielzeit in Schwung kommt, ist die Angriffsreihe enorm schlagkräftig - in Kombination mit den in der Offensive ebenfalls treffsicheren Flügelspielern Pablo de Blasis und Levin Öztunali sowie Danny Latza im zentralen Mittelfeld. Letzterem gelangen in der Hinrunde gegen den HSV seine ersten Bundesliga-Tore - und dann gleich drei an der Zahl.

3) Die Tordifferenz

Ein Blick aufs untere Tabellendrittel - also auf alle Clubs, die gegen den Abstieg kämpfen, abzüglich dem Zwölften Leverkusen - verrät den Mainzer Trumpf im Rennen um den Klassenerhalt. 40 Tore hat der 1. FSV erzielt, 51 Gegentore kassiert - und mit einer Differenz von -11 die mit fünf Treffern Abstand beste in der Region des Tableaus. Es folgt Augsburg mit einer Differenz von -16. Momentan belegt der FCA mit 35 Zählern Rang 13, es folgen mit jeweils 33 Mainz, Wolfsburg und Hamburg - klar, dass feine Unterschiede hier schließlich den gewaltigen Unterschied ausmachen könnten.

4) Konstanz auf der Trainerposition

Alle Teams zwischen dem zwölften und letzten Tabellenplatz haben ihren Coach in dieser Saison bereits mindestens einmal getauscht - nur 05 nicht. Martin Schmidt betreut die Rheinhessen seit Februar 2015, schon bei seinem ersten Einsatz standen de Blasis sowie Stefan Bell und Daniel Brosinski in der ersten Elf. Bevor er die Profis trainierte, zeichnete sich der mittlerweile 50-Jährige seit Juli 2010 für die zweite Mannschaft verantwortlich. Schmidt kennt also sowohl seine Akteure als auch seinen Verein. "Wir stecken den Kopf jetzt nicht in den Sand, so wie wir zuletzt nicht wie Champions-League-Sieger durch die Straßen gelaufen sind", sagte er nach der Pleite gegen die Borussia. "Die Wahrheit liegt in der Mitte."

5) Bundesliga-Erfahrung

Der 1. FSV ist mittlerweile seit 2009/10 ohne Unterbrechung im Oberhaus, hat sich zu einer etablierten Kraft in Deutschlands Elite-Liga entwickelt. Neun, fünf, zweimal 13, sieben, elf und sechs lauten die Platzierungen der 05er seitdem. Mainz kann Bundesliga, kann auch Abstiegskampf - wurde es in den vergangenen Jahren mal brenzlich, zeigten die Rheinhessen stets Leistungssteigerungen und konnten arger Bedrängnis entfliehen. Auch dieses Mal?

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