Bundesliga

04.05.2017 - 16:30 Uhr


Abstiegskampf: Darum bleibt Hamburg drin

In der Rückrunde zeigt sich der HSV trotz kürzlichem Leistungsabfall stark verbessert

Köln – Sieben Clubs befinden sich mitten im Kampf gegen den Abstieg, einer davon befindet sich seit der Gründung ohne Pause in der Bundesliga - und das soll sich aus Sicht des Hamburger SV auch zur nächsten Saison nicht ändern. bundesliga.de verrät fünf Gründe, warum der HSV erstklassig bleibt.

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1) Unabsteigbar

Hamburg hat über die Jahre hinweg zum Ende einer Bundesliga-Saison bereits jeden Platz mindestens einmal erreicht, nur den 17. und 18. noch nie; deutscher Meister wurden die Hanseaten 1978/79, 1981/82 und 1982/83. Die Rothosen sind damit das einzige Gründungsmitglied des Oberhauses, das noch nie abgestiegen ist. Von den aktuellen Bundesligisten haben auch Köln, Frankfurt, Schalke, Berlin, Bremen und Dortmund schon in der ersten Spielzeit 1963/64 die Schuhe geschnürt. Am 24. August 2017 könnte die berühmte Uhr, die die Zugehörigkeit zur ersten Spielklasse sekundengenau dokumentiert, um Punkt 17 Uhr auf 54 Jahre, null Tage, null Stunden, null Minuten und null Sekunden springen.

2) Relegationserfahren

Nach dem 31. Spieltag belegt der HSV Rang 16, der zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren zwei Entscheidungsduelle um den Verbleib im Oberhaus bedeuten würde. 2013/14 und 2014/15 hat der Dino bereits an der Relegation teilgenommen, blieb beim ersten Mal gegen Fürth nur wegen eines erzielten Auswärtstors in der Liga, beim zweiten Mal gegen Karlsruhe wegen eines Last-Minute-Ausgleichs und eines Siegtreffers in der Verlängerung. Zweimal also meisterten die Hamburger den Tanz auf der Rasierklinge bereits - mehr Erfahrung in den spannungsgeladenen Relegationspartien weist kein anderer Club auf.

3) Selbstbestimmt

Das Team von Trainer Markus Gisdol hat sein Schicksal selbst in der Hand. Die Norddeutschen rangieren zwar auf 16, haben aber genau so viele Punkte auf dem Konto wie Wolfsburg und Mainz auf 15 und 14 - und treffen an den verbleibenden drei Spieltagen noch auf die beiden wohl ärgsten Konkurrenten. Am Sonntag kommt der 1. FSV ins Volksparkstadion, am letzten Bundesliga-Wochenende dieser Saison der VfL. Abstiegskampf pur unter der vielleicht bekanntesten Uhr der Republik!

4) Heimstark

Dass Rheinhessen und Wölfe noch nach Hamburg kommen - und nicht umgekehrt - verbessert die Ausgangslage des HSV immens. Auswärts holte die Raute in 16 Vergleichen nur neun Punkte, zuhause in 15 ganze 24. Vor der etwas überraschenden Niederlage gegen Darmstadt vor zwei Wochen hatten die Rothosen wettbewerbsübergreifend elf Spiele in Folge nicht verloren, dabei acht Siege eingefahren, unter anderem gegen Hoffenheim, Hertha und Köln.

5) Verbessert

Die jüngere Vergangenheit spricht mit drei Pleiten in Serie nicht für die Hanseaten. Ein Blick auf die junge aber verrät eine enorme Leistungssteigerung. In der Hinrunde gab's 13 Zähler, in den bisher 14 Duellen der Rückrunde hingegen 20 - die bedeuten den neunten Platz im Tableau der zweiten Halbserie. Klar ist, dass der HSV seine Anfang des Kalenderjahrs gezeigte Form zurückfinden muss - dann sollte die Uhr im August, etwa zum Start der kommenden Bundesliga-Saison, auf 54 Jahre springen.

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