Bundesliga

19.01.2017 - 17:45 Uhr


Eintracht-Kapitän Marco Russ vor der Rückkehr

Frankfurt - Es gibt Dinge im Leben, die spielen eine größere Rolle als Fußball. "Das Wichtigste ist doch, wenn man gesund ist", sagt Marco Russ. Der Spielführer von Eintracht Frankfurt hat den Krebs besiegt. Er steht nach einer schweren Zeit vor der Rückkehr, konnte sich mit den Hessen in Abu Dhabi auf das sportliche Kalenderjahr 2017 vorbereiten. "Ich gucke jetzt von Woche zu Woche, wie das alles läuft."

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Mitte Mai des vergangenen Jahres hat Russ die Diagnose erhalten. Seine SGE spielte wenig später gegen den 1. FC Nürnberg im Relegationsspiel um den Verbleib in der Bundesliga. Mit ihrem Kapitän. Der damals 30-Jährige führte die Eintracht aufs Feld, ihm unterlief ein Eigentor. "Das hat mich überhaupt nicht beschäftigt", erklärt Russ. "Es war ja nicht mein erstes Eigentor. Ich habe schon ein paar gemacht für Frankfurt."

Zurück zu alter Stärke

Zwei Chemotherapien durchlief Russ. "In der Zeit interessiert Fußball gar keinen", sagt er. "Das sind dann die Kinder, das ist die Frau, die Freunde, die bei dir sind in der Zeit und dich unterstützen." Heute sind die Blutwerte des Abwehrmanns wieder in Ordnung. Russ hat grünes Licht. Jetzt heißt's für den 276-maligen Bundesliga-Akteur: Zu alter Stärke finden.

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Im Oktober erfuhr der Spielführer der Eintracht, dass er gegen den Krebs gewonnen hat. Wenige Tage zuvor trat sein Club beim FC Bayern München an, trotzte dem Rekordmeister ein 2:2-Unentschieden ab. Wenige Tage später besiegte Frankfurt den Hamburger SV auswärts mit 3:0. Zum SGE-Tross gehörte auch Russ.

Erstes Ziel erreicht

Die Wintervorbereitung absolvierten die Hessen, die nach 16 Spieltagen in der 54. Bundesliga-Spielzeit besser da stehen als je zuvor seit Einführung der Drei-Punkte-Regel, in Abu Dhabi. Mit ihrem Kapitän. "Der größte Sprung, den ich mir als Ziel gesetzt habe, war wirklich das Trainingslager. Das war das große Ziel. Alles andere setze ich mir nicht als Ziel", erläutert Russ. "Ich muss erst Mal auf das Level kommen, das die Mannschaft hat. Ohne das brauche ich nicht an irgendetwas zu denken."

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Eine Option wolle er dann wieder sein. Wenn er die nötige Stufe erreicht hat. Wenn er körperlich wieder in bester Verfassung ist. Zurück gekämpft hat Russ sich schon heute.

Felix Tschon

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