Bundesliga

16.10.2016 - 19:35 Uhr


7. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Hoffenheim, Hertha, Köln - drei große Überraschungen der Saison

Köln - An der Spitze der Bundesliga ist es so eng wie lange nicht mehr, ein Flüchtling erzielt sein erstes Bundesliga-Tor und das Hawk-Eye verhindert eine Fehlentscheidung. Darüber wird am 7. Spieltag gesprochen.

1) Breite an der Spitze

Es geht eng zu an der Spitze der Bundesliga. Den Tabellenführer FC Bayern München und den Sechsten trennen nach dem 7. Spieltag nur vier Punkte. Und es ist keineswegs so, als könnte nur der große FCB-Rivale Borussia Dortmund den Anschluss halten. Auch der 1. FC Köln, Hertha BSC und die TSG 1899 Hoffenheim spielen bislang eine sehr starke Saison. Und dann wäre da ja noch die Überraschungsmannschaft RB Leipzig. Auch der Aufsteiger mischt munter oben mit.

Ein so enges Rennen gab es zu diesem Zeitpunkt schon seit acht Jahren nicht mehr. Dass nach sieben Spielen nur vier Punkte zwischen Platz eins und sechs liegen, war zuletzt in der Saison 2008/09 der Fall. Damals war übrigens der Hamburger SV zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer.

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2) Drama vom Punkt

Stolze zehn Elfmeter wurden an diesem Spieltag gepfiffen. So viele an einem Spieltag gab es seit 30 Jahren nicht mehr. Fünf davon wurden verschossen. Das hat es an einem Spieltag noch nie zuvor gegeben. Ein Großteil der Strafstöße war entscheidend für den Ausgang der jeweiligen Partie. Etwa beim Sonntagsspiel SV Darmstadt 98 gegen den 1. FSV Mainz 05. Dort scheiterte Lilien-Stürmer Antonio-Mirko Colak kurz vor dem Halbzeitpfiff am Mainzer Torwart Jonas Lössl. Es wäre das 1:1 gewesen. Nach dem Seitenwechsel machte es Yunus Malli vom Punkt besser und traf zum vorentscheidenden 2:0.

Kurios war die Situation bei der Partie Borussia Mönchengladbach gegen den Hamburger SV. Die Gastgeber vergaben gleich zwei Elfmeter. Zunächst parierte HSV-Keeper Rene Adler den Versuch von Andre Hahn, dann setzte Lars Stindl seinen Versuch an die Latte. Das Spiel endete 0:0.

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3) Manneh lebt seinen Traum

Ousman Manneh strahlte nach dem 2:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen wie ein kleines Kind. Der 19-Jährige Gambier kam erst 2014 als Flüchtling nach Deutschland. Knapp zweieinhalb Jahre später hat er sein erstes Bundesliga-Tor geschossen. "Das ist der größte Traum, den ich mir erfüllen konnte. Ich hätte mir nie erträumt, dass ich mal vor so vielen Fans gegen ein Team wie Bayer Leverkusen ein Tor erzielen würde. Als Kind habe ich davon geträumt, mal gegen so eine Mannschaft zu spielen und jetzt habe ich auch noch das Siegtor geschossen. Es ist wirklich passiert", sagte der Stürmer voller Freude.

>>> Ousman Manneh im Interview

Seine Erfolgsgeschichte ist eng verknüpft mit der von Alexander Nouri. Nachdem der A-Jugendtrainer zu den Profis befördert wurde, nahm er seinen jungen Angreifer gleich mit und stellte ihn vier Mal in Folge in die Startelf. Aus diesen vier Partien holten die zuvor punktlosen Bremer sieben Zähler. Es geht steil bergauf - für Werder und für Manneh.

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4) Köln rockt weiter

Ist das noch ein Höhenflug, oder entwickelt sich der 1. FC Köln tatsächlich zu einer Spitzenmannschaft? Auf den Punktgewinn gegen den FC Bayern München vor der Länderspielpause ließen die Kölner einen souveränen 2:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt folgen. Doppelter Torschütze war wieder einmal Anthony Modeste. Der Stürmer hat nun sieben Treffer auf dem Konto und lässt in der Torjägerliste sogar Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski hinter sich.

Auf sich aufmerksam machten die Kölner nicht nur mit einer guten Leistung, sondern auch mit einem besonderen Torjubel. Nach dem 1:0 tanzte Modeste mit seinen Kollege Marco Höger, Leonardo Bittencourt, Konstantin Rausch und Simon Zoller an der Seitenlinie. Warum dieser Jubel? "Weil wir in diesem Jahr so viel Spaß in der Kabine haben", sagt Modeste. Und auch auf dem Feld soll der Spaß weiter gehen...

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5) Das Adlerauge sieht alles

Seit der Saison 2015/16 gibt es in der Bundesliga die Torlinientechnik. Der Samstag markierte einen historischen Tag in der Geschichte des "Hawk-Eyes". Denn erstmals verhinderte die Technik aktiv eine Fehlentscheidung. Das Traumtor von Nabil Bentaleb zum 1:0 des FC Schalke 04 gegen den FC Augsburg wäre nicht gegeben worden, wenn die Technik dem Schiedsrichter nicht angezeigt hätte, dass der Ball hinter der Linie war.

Am Ende musste sich S04 trotzdem ärgern. Denn zum einen glich Augsburg durch ein weiteres Traumtor aus - Daniel Baier netzte mit einem schönen Distanzschuss zum 1:1-Endstand ein - zum anderen verletzte sich Neuzugang Breel Embolo schwer und muss mindestens vier bis sechs Monate pausieren.

>>> S04-Schock: Embolo fällt lange aus

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