Bundesliga

02.10.2016 - 21:00 Uhr


6. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Köln - Schalke darf jubeln, Köln krönt tollen Saisonstart mit Remis bei den Bayern, Fünferpack an der Spitze der Torjägerliste und der Höhenflug der Hertha: Lesen Sie, worüber nach dem 6. Spieltag in der Bundesliga gesprochen wird.

1) Starke Kölner

Der 1. FC Köln hat seinen tollen Saisonstart mit einem 1:1-Remis in der Allianz Arena gekrönt. Die Rheinländer verdienten sich den Punkt beim Deutschen Meister, wenn auch mit etwas Glück, und sind nach sechs Spielen (genauso wie der FC Bayern, Leipzig und Hoffenheim) noch ungeschlagen. Der FC bleibt erst zum dritten Mal in der Bundesliga-Geschichte nach sechs Partien ohne Niederlage, das gab es zuletzt in der Saison 1987/88 - vor 29 Jahren (!). Auch damals holten die Kölner aus sechs Spielen zwölf Punkte. Am Ende landete der FC auf Rang drei...

Auch der Neuling RB Leizig erwischte einen starken Start in die Saison und ist immer noch ungeschlagen. Der letzte Neuling, der ebenfalls zwölf Punkte aus sechs Spielen holte, war Hansa Rostock 1991/92. Für das Team von Coach Ralph Hasenhüttl geht es am nächsten Spieltag zum VfL Wolfsburg.

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2) Fünferpack an der Spitze der Torjäger

Der Kampf um die Torjägerkrone schien zu Beginn der Saison auf einen Zweikampf zwischen Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang hinzudeuten. Doch nach sechs Spieltagen ist der Kampf um die Torjägerkanone so spannend wie noch nie! Gleich fünf Stürmer trafen bisher fünf Mal. Lewandowski und Aubameyang blieben am sechsten Spieltag torlos und konnten ihr Torekonto nicht erhöhen. Chicharito, Anthony Modeste und Vedad Ibisevic nutzten die Chance und schlossen zum Duo auf. Während der Leverkusener Mexikaner und der Kölner Franzose jeweils ein Tor erzielen konnten, traf der Berliner Bosnier doppelt beim 2:0 der Hertha über den HSV. Wer setzt sich nach der Länderspielpause an die Spitze der Torjägerliste?

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3) Herthas Höhenflug - Ibisevics Papa-Party

Es war der perfekte Abschluss eines turbulenten Tages für Vedad Ibisevic. Der Bosnier war nicht nur entscheidender Spieler auf dem Platz und traf doppelt beim 2:0-Sieg der Herthaner gegen den HSV, er wurde auch in der Nacht zu Samstag Vater einer Tochter. Noch am späten Freitagabend war er bei seiner Frau im Krankenhaus. Gegen 22 Uhr erblickte Ibisevics Tochter dann das Licht der Welt. Den Kapitän der Berliner schien die Geburt zu beflügeln, zunächst traf er in der ersten Halbzeit zur Führung, als er reaktionsschnell abschloss. In Halbzeit zwei verwandelte er eiskalt einen Strafstoß, der die Entscheidung brachte. Ibisevic ist jetzt bosnischer Rekordtorschütze und überflügelte mit seinem zweiten Treffer Landsmann Sergej Barbarez. Der 32-Jährige hat jetzt insgesamt 97 Tore in der Bundesliga erzielt.

Er steht auch sinnbildlich für den guten Start von Hertha BSC, das nach sechs Spieltagen auf Platz zwei hinter den Bayern steht und nur in der Allianz Arena bislang verlor. Im heimischen Olympiastadion gewannen die Berliner alle drei Partien. Mit 13 Punkten stellt die Hertha somit den Clubrekord von 1970/71 ein (umgerechnet auf 3-Punkte-Regel ebenfalls 13 Zähler – damals bei +5 Toren). Vor 46 Jahren erreichten die Berliner am Saisonende Platz 3.

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4) Verbesserter HSV bei Gisdol-Debüt - Nouri jetzt Chefcoach

Auch Markus Gisdol konnte die fünfte Niederlage in Folge des Hamburger SV nicht verhindern. Dennoch sah man beim HSV einen Aufwärtstrend beim 0:2 gegen Hertha BSC. Die Hanseaten hätten einen Punkt verdient gehabt und spielten engagiert mit etwas Pech im Abschluss. Am Ende stand dann doch die nächste Niederlage. Mit der längsten Niederlagenserie seit etwa 1,5 Jahren (5 Pleiten in Folge im März/April 2015) bleibt der HSV im Tabellenkeller. Auch der neue Trainer kann den Abwärtstrend in Hamburg nicht stoppen – und mit Markus Gisdol gelingt dem vierten HSV-Trainer in Folge (inkl. Interimstrainer) im ersten Bundesliga-Spiel seiner Amtszeit kein Dreier. Nach der Länderspielpause steht für den HSV dann das schwere Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach auf dem Programm.

Bei dem Nordrivalen von der Weser darf Alexander Nouri weitermachen. Werder Bremens Sportchef Frank Baumann beförderte Nouri am Sonntag bis zum Saisonende zum Chefcoach. Unter Nouri zeigte die Werderaner aufsteigende Form. In drei Spielen holten die Bremer immerhin vier Punkte. "Alexander Nouri hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er die Mannschaft erreicht und hervorragende Arbeit geleistet. Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass er die Chance bekommen soll, seine begonnene Arbeit fortzusetzen“, stellte Baumann klar.

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5) Schalkes Wiederauferstehung

Der FC Schalke kann es doch noch: Mit einem fulminaten 4:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach holen die Königsblauen die ersten Punkte dieser Saison am sechsten Spieltag. Mann des Spiels war Breel Embolo, der gleich einen Doppelpack beisteuerte. Zur Halbzeit hatte es noch remis gestanden, doch durch drei Treffer in nur sechs Minuten schossen sich die Schalker ihren Frust der letzten Wochen von der Seele. Die Gelsenkirchener geben durch den Dreier die Rote Laterne ab und stehen immerhin jetzt auf Platz 16. Nach der Länderspielpause geht es für die Schalker zum FC Augsburg.

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