Bundesliga

06.10.2016 - 12:06 Uhr


Fünf Dinge über die bisherige Saison 2016/17

Köln – Nach sechs Spieltagen ist es in der Länderspielpause an der Zeit, ein erstes Fazit über die noch junge Bundesliga-Saison 2016/17 zu ziehen. Was war auffällig, was war spektakulär? bundesliga.de gibt einen Überblick.

1) Showdown-Tore

Vor allem Fans vom SV Werder Bremen werden es bestätigen können: Spannung ist garantiert in dieser Saison, die Bundesliga glänzt aktuell vor allem mit außergewöhnlich vielen späten Toren. 25 der 153 erzielten Treffer wurden nach der 85. Minute erzielt. Das entspricht einem Anteil von 16,3 Prozent und ist zu diesem Zeitpunkt der Saison in 53 Jahren Bundesliga Höchstwert!

2)  Joker-Wahnsinn

Das taktische Gespür der Bundesliga-Trainer kann inzwischen auch wunderbar an der Statistik abgelesen werden: Mit 32 Joker-Toren nach sechs Spieltagen bewiesen die Coaches  mehr goldenes Händchen denn je: Nach dem 6. Spieltag waren 23 Treffer durch Einwechselspieler bis dato das höchste der Gefühle. Ebenfalls Rekord: Die Joker haben an der Gesamtzahl der Tore einen Anteil von 20,9 Prozent.

Stellvertretend für diesen Trend sei der Leverkusener Joel Pohjanpalo genannt: Der Finne brachte das Kunststück zustande, mit zehn Ballbesitzphasen und vier Torschüssen, vier Tore zu erzielen. Alles als Joker wohlgemerkt. Schade, dass ihn nun vorerst eine Verletzung ausbremst.

3) Fünferbande

Von wegen Robert Lewandowski gegen Pierre-Emerick Aubameyang: An der Spitze der Torjägerliste hat sich ein Fünfkampf entwickelt. Dass mindestens fünf Spieler mit der gleichen Anzahl an Toren nach sechs Spieltagen an der Spitze lagen, gab es seit 1963 zuvor nur drei Mal. Neben den beiden Torjägern vom FC Bayern München und Borussia Dortmund haben sich auch Vedad Ibisevic (Hertha BSC), Chicharito (Bayer Leverkusen) und Anthony Modeste (1. FC Köln) in Stellung gebracht. Ein klares Zeichen, dass der klassische Strafraumstürmer noch immer nicht an Bedeutung verloren hat.

>>>Zum Artikel: Fünf Mal Fünf

4) Die Unbezwingbaren

Mit dem FC Bayern München, der TSG 1899 Hoffenheim, dem 1. FC Köln und Aufsteiger RB Leipzig sind gleich vier Teams noch ungeschlagen. Die Leipziger sind dabei der erste Neuling in der Bundesliga, der seine ersten sechs Spiele nicht verloren hat. Aber auch der 1. FC Köln zählt zu den großen Überraschungen. Unter anderem dank Keeper Timo Horn, der 87 Prozent der Bälle auf sein Tor abgewehrt hat (Ligaspitze), ist es nahezu unmöglich, gegen den FC zu treffen.

Und die Bayern? Haben zumindest nach vier Spieltagen den besten Bundesliga-Start aller Zeiten hingelegt und stehen mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Also alles im Soll, auch wenn zuletzt gegen Atletico (0:1) und Köln (1:1) ein wenig Sand im Getriebe war.

5) Neue Gesichter

Auch Trainerwechsel gehören zu jeder Bundesliga-Saison. In dieser Spielzeit mussten mit Viktor Skripnik (Werder Bremen) und Bruno Labbadia (HSV) schon zwei Übungsleiter ihren Posten räumen. Während der Hamburger SV mit Markus Gisdol einen Bundesliga-erfahrenen Trainer verpflichtet hat, vertraut Werder Bremen auf ein Pferd aus dem eigenen Stall: Alexander Nouri wurde von der U23 ins Profiteam befördert.

Während Gisdol bei seinem Debüt gleich eine Niederlage kassierte, konnte Nouri immerhin vier Punkte aus drei Spielen mitnehmen. Ob die beiden nach der Länderspielpause das Ruder bei den schwächelnden Traditionsclubs rumreißen könnnen?

Von Karol Herrmann

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