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04.07.2014 - 10:07 Uhr


Werder trainiert im Dunkeln

Tianjin - Im Dunkeln ist gut… trainieren! Die Werder-Profis Sebastian Prödl, Franco Di Santo und Co. mussten am Donnerstagabend (Ortszeit) in der Dämmerung zunächst ohne Licht auskommen. Da der beheimatete Club Tianjin TEDA grundsätzlich nicht abends trainiert, waren die Verantwortlichen nicht darauf eingestellt, auf das Flutlicht zurückgreifen zu müssen. Am Ende ging aber alles gut. Bei Einbruch der absoluten Dunkelheit erhellte das Licht den Trainingsplatz vor dem Stadion. "Wir haben uns etwas gewundert, dass keiner das Licht an macht, aber es hat uns nicht beeinflusst", verriet Clemens Fritz mit einem Schmunzeln.

Tagsüber müssen die Werder-Profis Temperaturen um die 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von circa 90 Prozent überstehen. Eine Herausforderung - nicht mehr und nicht weniger. "Es ist natürlich etwas anstrengender und man schwitzt schneller. Deshalb ist es wichtig, dass man die verlorene Flüssigkeit ausgleicht. Dafür haben wir eine Electrolytlösung dabei, die die Spieler zum Ausgleich neben Wasser trinken sollen", erklärte Mannschaftsarzt Philipp Heitmann.

Regenfälle stoppen Dutt & Co.

Beim zweiten Training lief auch nicht alles glatt: Monsunartige Regenfälle stoppten den SVW-Tross. Cheftrainer Robin Dutt verschaffte sich zunächst einen persönlichen Eindruck von den Bedingungen im Stadion, entschied dann wegen des starken Regens und eines Gewitters aber, die Einheit der Werder-Profis kurzerhand in den Kraftraum zu verlegen.

Werders Torhüter Richard Strebinger muss derzeit mit dem Mannschaftstraining aussetzen. Der Keeper wird durch leichte muskuläre Probleme außer Gefecht gesetzt. Strebinger war bei der Einheit am Freitagnachmittag im Kraftraum aber schon wieder dabei und will noch in China wieder mit dem Team trainieren.

Dutts Wiedersehen mit Haan

Am Rande des Trainings bekam Dutt Besuch von einem alten Bekannten - Arie Haan. Der 66-jährige Niederländer hat einst bei den Stuttgarter Kickers mit Dutt zusammengearbeitet und ist aktuell Trainer bei Tianjin TEDA, Werders nächstem Testspielgegner. "Es war lange nicht klar, ob wir gegeneinander spielen. Als ich erfahren habe, dass er mit Werder Bremen hier ist, war klar, dass ich mal schauen muss, wie es ihm geht. Wir haben zwar nur ein Jahr zusammengearbeitet, aber man verliert sich nie aus den Augen. Es ist schön, ihn hier mal wieder zu sehen", sagte Haan.

Schulfrei dank Werder

Und nicht nur Hahn und Dutt freuten sich am Donnerstag: Die Schüler der deutsch-amerikanischen Schule in Changchun durften am Donnerstagmorgen ungewohnt lange schlafen. Da mehrere Klassen am Mittwochabend (Ortszeit) beim 1:0-Sieg des SV Werder im Stadion waren, gab die Schulleitung die ersten beiden Stunden kurzerhand frei.

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