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04.08.2014 - 09:30 Uhr


Ein Transfer, zwei neue Spieler

Alejandro Galvez (l.) glänzte gegen den FC Chelsea im defensiven Mittelfeld der Bremer

Eigentlich ist der Spanier als Innenverteidiger beim SVW vorgesehen, die Flexibilität von Galvez freut natürlich besonders Trainer Robin Dutt

Bremen - Gegen den FC Chelsea erstickte Alejandro Galvez fast alle Angriffsversuche der Engländer schon im Keim. Der spanische Neuzugang bei Werder Bremen lieferte im defensiven Mittelfeld bis zu seiner Auswechslung eine hervorragende Leistung ab und hatte großen Anteil daran, dass die Grün-Weißen das Top-Team von Trainer Jose Mourinho mit einer 0:3-Pleite zurück auf die Insel schickten.

Dabei war Galvez bei seiner Verpflichtung eigentlich als Innenverteidiger vorgesehen. „Ich wusste, dass er auch schon als ’Sechser’ gespielt hat. Von daher kann er beide Positionen besetzen. Ich habe quasi mit einem Transfer zwei neue Spieler bekommen“, freute sich Trainer Robin Dutt auf Nachfrage von bundesliga.de über den Auftritt Galvez’.

"Weiter Spielpraxis sammeln"

Und auch der 25-Jährige Spanier, der von Rayo Vallecano an die Weser kam, freundet sich immer mehr mit der neuen Aufgabe an, wie er nach dem Schlusspfiff im exklusiven Interview mit bundesliga.de erklärte. Darüber hinaus sprach Galvez über den Stand der Vorbereitung, seine Eindrücke in Bremen und die Ziele für die neue Saison.

bundesliga.de: Herr Galvez, ein 3:0 gegen den FC Chelsea liest sich nicht so schlecht, oder?

Alejandro Galvez: Das kann man wohl sagen. Für ein Vorbereitungsspiel ist das gegen einen so starken und namhaften Gegner schon ein richtig gutes Resultat. Wichtig war es aber, dass wir positive Eindrücke mitgenommen haben. Das Team hat sich schon in guter Verfassung präsentiert und wir haben wieder Fortschritte gemacht. Von daher können wir sehr zufrieden sein.

bundesliga.de: Und wie beurteilen Sie Ihren Auftritt gegen Chelsea?

Galvez: Ich bin mit meinem Spiel auch ganz zufrieden. Ich habe zwar wieder auf einer Position gespielt, die ich in der Vergangenheit eher seltener besetzt habe. Aber daran muss ich mich gewöhnen und weiter Spielpraxis und Minuten im defensiven Mittelfeld sammeln.

bundesliga.de: Hat Trainer Robin Dutt Ihnen schon gesagt, ob er mit Ihnen eher in der Abwehr oder im Mittelfeld plant?

Galvez: Darüber hat er noch nicht mit mir gesprochen. Derzeit sieht es zwar danach aus, als ob ich im defensiven Mittelfeld spielen werde. Aber ich vermute dennoch, dass ich letztlich vielleicht dann doch eher in der Innenverteidigung auflaufen werde.

bundesliga.de: Sie sind jetzt seit gut sechs Wochen bei Werder am Ball. Ist die Vorbereitung härter als in Spanien?

Galvez: Nein, das würde ich nicht sagen. Es hängt auch immer ein bisschen davon ab, bei welchem Team man spielt. Rayo Vallecano ist genauso ambitioniert wie Werder Bremen und deshalb ging es in der Vorbereitung auch in Spanien ordentlich zur Sache.

bundesliga.de: Läuft sonst alles nach Plan?

Galvez: (lacht) Probleme bereitet mir momentan nur die Sprache. Aber ich bekomme unterricht und lerne fleißig deutsch. Ansonsten bin ich sehr froh, hier in Bremen zu sein. Die Mannschaft und der Verein unterstützten mich in allen Belangen. Die Stadt, das Umfeld und die Atmosphäre - das passt einfach alles.

bundesliga.de: Haben Sie sonst große Unterschiede im Vergleich zum Fußball in Ihrer Heimat festgestellt?

Galvez: Zwar ist die Beziehung zum Fußball in Deutschland anders als in Spanien, aber letztlich gibt es keine merklichen Unterschiede. Wahrscheinlich werden sich für mich auf dem Platz im Vergleich zum Spiel in Spanien ein paar Kleinigkeiten verändern, aber das wird sicherlich nicht so gravierend sein.

bundesliga.de: Wo muss sich Werder bis zum Pflichtspielauftakt noch verbessern?

Galvez: Ich denke, dass wir uns in allen Bereichen noch steigern können. Sei es in der Abwehr, dem Mittelfeld oder im Sturm. Aber bis jetzt macht die Mannschaft einen tollen Job. Aber wir müssen weiter konzentriert zu Werke gehen, damit wir uns zum Start als eine starke Einheit präsentieren.

bundesliga.de: Und welche Ziele haben Sie sich und der Mannschaft gesetzt?

Galvez: Als Fußballer will ich mich weiter entwickeln und immer meine beste Leistung abrufen, um dem Team bestmöglich zu helfen. Als Mannschaft wollen wir uns im Vergleich zur Vorsaison deutlich verbessern. Das ist das Wichtigste.

bundesliga.de: Deutschland ist in Brasilien Weltmeister geworden. Ist die Bundesliga ebenfalls weltweit führend?

Galvez: Ja, für mich ist die Bundesliga eine der stärksten Ligen der Welt. Vereine wie der FC Bayern und Borussia Dortmund beweisen das international auf höchstem Niveau. Von daher gehört die Bundesliga zu den wichtigsten Ligen überhaupt.

Das Gespräch führte Michael Reis

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