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10.08.2014 - 20:31 Uhr


Wolfsburg verliert deutlich gegen Atletico Madrid

Die Wolfsburger Defensive um Naldo und Torhüter Diego Benaglio hat zu oft das Nachsehen gegen die Angreifer der Spanier

Auf der anderen Seite können Maximilian Arnold und Co. nur selten Akzente setzen

Dieter Hecking ist anzusehen, dass er mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden ist

Wolfsburg - Europa-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg hat die Generalprobe für die erste Runde im DFB-Pokal verloren. Das Team von Trainer Dieter Hecking verlor gegen den spanischen Meister Atlético Madrid 1:5 (0:1).

Im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung musste sich der VfL Wolfsburg am Sonntagabend dem amtierenden spanischen Meister Atlético Madrid mit 1:5 (0:1) geschlagen geben. In der nach dem Stadionfest mit über 20.000 Zuschauern gut gefüllten Volkswagen Arena erzielte Naldo nach 67 Minuten den einzigen Treffer für die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 1:3. Dank der Tore von Raul Garcia (13., 54.), Mario Mandzukic (62., Foulelfmeter), Koke (68.) und Hector Hernandez (83.) aber blieb die Mannschaft von Trainer Diego Simeone bei der offiziellen Saisoneröffnung der Wölfe der Sieger.

Im letzten Test eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SV Darmstadt 98 wurde Neuzugang Josuha Guilavogui von VfL-Cheftrainer Dieter Hecking auf Anhieb in die Startelf beordert. Auf der Doppelsechs sollte der Franzose an der Seite von Junior Malanda bei seinem ersten Einsatz im grün-weißen Trikot die Fäden ziehen. In der Defensive setzte der VfL-Coach anders als zuletzt beim 1:1 gegen den FC St. Gallen vor Kapitän Diego Benaglio wieder auf eine Viererkette mit Ricardo Rodriguez, Robin Knoche, Naldo und Youngster Paul Seguin. Das Offensivquartett bildeten Vieirinha, Maximilian Arnold, Kevin De Bruyne und in vorderster Front Ivica Olic. 

Garcia trifft früh, De Bruyne nur die Latte

Den besseren Start allerdings erwischten die Spanier, die den Wölfen insbesondere in der Anfangsphase einige Probleme bereiteten. Fast wäre Garcia nach einer Hereingabe von Ex-VfL-Angreifer Mandzukic der Nutznießer eines Missverständnisses von Knoche und Benaglio gewesen, der Schweizer aber sicherte die Kugel im Nachfassen (9.). Nur zwei Minuten später traf Mandzukic einen Seitfallzieher-Versuch nicht richtig (11.). Eine Ecke von Atlético-Kapitän Gabi brachte in der 13. Spielminute dann aber doch die Führung für die „Colchoneros“: In der Mitte schraubte sich Garcia am höchsten und köpfte ins Eck.

Anschließend hatte der VfL in Person von De Bruyne eine erste Torannäherung, die scharfe Flanke des Belgiers sauste gefährlich durch den Fünfmeterraum, fand jedoch keinen Abnehmer (17.). Danach musste Atlético eine Schrecksekunde verdauen: Mario Suarez blieb nach schwerem Zusammenprall mit dem eigenen Mitspieler Cristian Ansaldi benommen am Boden liegen und wurde durch Tiago ersetzt. Eine nächste gute Gelegenheit für den Champions League-Finalisten bot sich bald darauf wieder Mandzukic, der einen Seitfallzieher aus etwa fünf Metern nicht im Tor unterbrachte (29.).

Naldo per Freistoß erfolgreich

Ein strammer Linksschuss von Rodriguez, der sich aus großer Distanz nicht weit am von Miguel Angel Moya gehüteten Atlético-Kasten vorbeidrehte, war dann aber der Startschuss für eine starke Schlussphase der Wölfe in Durchgang eins (30.). Vieirinha schloss ein sehenswertes Solo mit links ab – knapp vorbei (32.) – und fand fünf Minuten darauf am kurzen Pfosten Olic, der jedoch zu zentral auf Moya zielte. De Bruyne sorgte mit einem Solo und seinem anschließenden Knaller an die Oberkante der Latte noch einmal für ein Highlight (44.), ehe eine großartige Parade von Benaglio gegen Garcia den Schlusspunkt einer äußerst unterhaltsamen ersten Halbzeit markierte (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel kamen bei den Wölfen Daniel Caligiuri und Aaron Hunt für Arnold und Seguin in die Partie. Wieder aber wirkten die Rot-Weißen gefährlicher und kamen abermals durch Garcia auch bald zum zweiten Treffer (54.). Vorausgegangen war ein Fehlabspiel in der VfL-Hintermannschaft, das Ansaldi und Koke im Zusammenspiel nutzten, letzterer bediente den Torschützen mit einem Pass in den Rückraum.

Viele Wechsel zum Ende

Während Schiedsrichter Patrick Ittrich einen regelwidrigen Einsatz gegen Hunt in der Hälfte der Spanier nicht mit einem fälligen Freistoßpfiff ahndete, zeigte er im direkten Gegenzug auf den Punkt. Naldo hatte Mandzukic von den Beinen geholt, der sich die Chance aus elf Metern mit einem trockenen Strafstoß in die Tormitte nicht entgehen ließ (62.).

Dieter Hecking wechselte jetzt weiter durch: Slobodan Medojevic, Timm Klose und Bas Dost ersetzten Malanda, Knoche und Olic. Als dann Caligiuri etwa drei Meter hinter der Sechzehnerlinie zu Fall gebracht wurde, legte sich Naldo den Ball zurecht und der aufseiten Atléticos eingewechselte Antoine Griezmann lenkte das Geschoss des Brasilianers unglücklich in die eigenen Maschen (67.). Die Freude auf den Rängen war jedoch nur von kurzer Dauer, da nur eine Minute später der spanische WM-Teilnehmer Koke den alten Abstand mit einem gefühlvollen Schlenzer wiederherstellte.

In der Schlussphase kamen bei den Grün-Weißen noch Marcel Schäfer für Rodriguez und Mateusz Klich für Guilavogui, der in den 80 Minuten zuvor alles in allem ein sehr ordentliches Debüt gegeben hatte. Noch einmal aber traf Atlético: Auf Vorlage von Griezmann hatte Hernandez in der Mitte keine Mühe, das Leder über die Linie zu drücken (83.).

Das Spiel im Stenogramm

Wolfsburg: Benaglio – Seguin (46. Hunt), Naldo, Knoche (62. Klose), Rodriguez (76. Schäfer) – Guilavogui (80. Klich), Malanda (62. Medojevic) – Vieirinha, Arnold (46. D. Caligiuri), De Bruyne – Olic (62. Dost)

Atlético: Moya – Gimenez (57. Siqueira), Godin (46. Alderweireld), Miranda, Ansaldi (57. Griezmann) – Suarez (24. Tiago), Gabi (75. Saul Niguez) – Juanfran, Rodriguez (46. Koke) – Garcia, Mandzukic (75. Hernandez) 

Tore: 0:1 Garcia (13.), 0:2 Garcia (54.), 0:3 Mandzukic (62., Foulelfmeter), 1:3 Naldo (67.), 1:4 Koke (68.), 1:5 Hernandez (83.)

Gelbe Karten: Naldo (61.) – Garcia (42.)

Zuschauer: 20.173

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)

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