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Bundesliga

10.08.2014 - 16:08 Uhr


Eintracht Frankfurt lässt Inter Mailand keine Chance

Neuzugang Lucas Piazon (r.) lieferte gegen Inter Mailand eine starke Leistung ab und erzielte das zwischenzeitliche 1:1

Frankfurt - Anlässlich der Saisoneröffnung empfing Eintracht Frankfurt Inter Mailand. Die SGE gewann die Partie in der mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Commerzbank-Arena mit 3:1 (3:1). Die Tore erzielten Botta (25.) für Inter sowie Piazon (27.) und Seferovic (33., 39.) für die Eintracht.

Im vorletzten Testspiel vor der 1. Runde des DFB Pokals musste SGE-Trainer Thomas Schaaf auf Aigner (Kniebeschwerden), Alexander Meier (Probleme an der Patellasehne) und den frischgebackenen U19-Europameister Mark Stendera verzichten. In der Startaufstellung stand Torhüter Trapp, der als Kapitän auflief, Aleksandar Ignjovski, Carlos Zambrano, Anderson und Constant Djakpa bildeten die Viererkette. Im defensiven Mittelfeld agierten Martin Lanig und Makoto Hasebe Hasebe, während Nelson Valdez und Lucas Piazon über die Außenpositionen Druck entfachen sollten. In vorderster Front kamen Haris Seferovic und Takashi Inui zum Einsatz, wobei sich der spielfreudige Inui immer wieder ins Mittelfeld fallen ließ.

Schnelle Antwort auf Gäste-Führung

Den ersten Torschuss des Spiels konnte die Eintracht für sich verbuchen. Nach einem Angriff über Piazon und Inui zog Valdez aus etwa 20 Metern ab (9.). Der Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Besser machte es Inui in der 19. Spielminute. Er sah, dass Seferovic auf der rechten Seite zum Sprint Richtung Tor ansetzte und bediente seinen Mitspieler per Doppelpass mustergültig. Seferovic blieb aus spitzem Winkel jedoch am Mailänder Keeper Handanovic hängen. Die folgende Ecke landete bei Lanig, der ebenfalls in dem glänzend reagierenden Handanovic seinen Meister fand (20.).

Etwas überraschend ging Inter Mailand dann in Führung. Nach einem Ballverlust der Eintracht im Mittelfeld spielten sich die Italiener über die linke Seite in den Sechzehner. Dort lauerte Botta und beförderte den Ball ins Tor. Trapp war zwar noch dran, konnte den Gegentreffer jedoch nicht verhindern (25.).

Die Hausherren antworteten postwendend. Wieder war es Inui, der diesmal den startenden Piazon mit einem Traumpass versorgte. Der Brasilianer ließ seinen Gegenspieler stehen und legte den Ball am Mailänder Keeper vorbei. Die Kugel ging an den Pfosten, sprang von dort genau vor die Füße von Piazon, der den Ball im zweiten Anlauf sicher versenkte - 1:1 (27.).

Doppelpack von Seferovic

Die Eintracht blieb am Drücker und sollte in der 33. Spielminute verdient in Führung gehen. Hasebe bediente den an der Abseitsgrenze lauernden Inui, der die Übersicht behielt und den Ball auf seinen Sturmpartner Seferovic weiter passte. Der Schweizer hatte wenig Mühe, das Leder mit seinem linken Fuß im langen Eck zu versenken - 2:1 (33.).

Wenige Minuten später legte Seferovic ein weiteres Tor nach. Valdez setzte einen Kopfball nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld an die Latte, die Nr. 9 der Eintracht stand goldrichtig und netzte zum 3:1 ein (39.). Nach einer weiteren guten Chance für die Gastgeber pfiff Schiedsrichter Dingert den ersten Durchgang pünktlich ab.

Vier Minuten später bolzte Djakpa aus spitzem Winkel auf den Kasten. Der Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Diese führte Inui kurz aus. Nachdem der glänzend aufgelegte Japaner den Ball wiedererhalten hatte, schlenzte er das Leder Richtung langes Eck. Handanovic musste sich ganz lang machen, um den Ball noch übers Tor lenken zu können (57.).

Die Eintracht lässt nichts mehr anbrennen

Wenig später wechselte Schaaf gleich drei Spieler aus: Marco Russ kam für Lanig in die Partie, Timothy Chandler für Ignjovski und Vaclav Kadlec für Valdez. An der Grundformation änderte sich nichts, Kadlec und Piazon tauschten jedoch gelegentlich die Seiten.

Ein 30-Meter-Freistoß des eingewechselten Hernanes segelte sodann über Trapps Tor (64.). Zwei Minuten später wurde Inter-Treffer wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. In der 71. Minute verließ Hasebe das Feld, Johannes Flum kam für ihn in die Partie. Gleichzeitig wurde Inui ausgewechselt, Rosenthal übernahm seine Position. Insgesamt verlief das Spiel nun ruhiger, die vielen Spielerwechsel auf Seiten beider Teams hemmten den Spielfluss etwas.

Drei Minuten später setzte sich Piazon geschickt gegen seinen Gegenspieler durch, sein Rückpass von der Grundlinie in den Sechzehner fand jedoch leider keinen Abnehmer. Anschließend kam es abermals zu einem Doppelwechsel bei der Eintracht: Oczipka wurde für Djakpa eingewechselt, Madlung kam für Anderson in die Partie. Später liefen noch Gerezgiher für Piazon und Kinsombi für Seferovic auf. Kinsombi ging auf die rechte Seite, Kadlec in den Sturm. Der Tscheche scheiterte in der 85. Spielminute mit einem satten Fernschuss an Handanovic. Am Spielstand von 3:1 sollte sich nichts mehr ändern.

Fazit

In einem vor allem in der ersten Halbzeit unterhaltsamen Testspiel gewann die Frankfurter Eintracht mit einer überzeugenden Leistung gegen Inter Mailand. Nach dem aufgrund des Spielverlaufs etwas überraschenden Rückstand schüttelten sich die Frankfurter kurz und zeigten wahre Spielfreude. Drei schöne Tore waren der Lohn der Mühen. Der zweite Durchgang war durch viele Spielerwechsel gekennzeichnet. Verständlicherweise litt dadurch der Spielfluss etwas. Freilich nahmen die Trainer dies billigend in Kauf, sie wollten kurz vor Saisonbeginn vielen Akteuren Spielpraxis geben.

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