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14.08.2014 - 20:08 Uhr


Ein Sieg mit Strahlkraft für die Bundesliga

Henrikh Mkhitaryan ist in seinem zweiten Jahr beim BVB auf der Überholspur

Strahlende Sieger: Mkhitaryan (r.) feiert mit Sokratis, der eine fehlerfreie Vorstellung in der Abwehr zeigte, den Sieg

Nach dem Sieg im Supercup ist das Selbstvertrauen bei Sebastian Kehl (r.) und seinen Mitspielern noch größer geworden

Dortmund - Es war einem Weltmeister vorbehalten, die Bedeutung des Supercups für Borussia Dortmund noch einmal auf den Punkt zu bringen und den Blick in die Zukunft zu wagen. "Es gibt wirklich Schlechteres, als mit einem Titel in die neue Saison zu starten. Das gibt uns Selbstvertrauen und macht uns sehr glücklich", stellte Außenverteidiger Erik Durm zufrieden fest (Bildergalerie: Der Supercup 2014).

Keine Frage: Der gleichermaßen glatte wie verdiente 2:0-Erfolg über den FC Bayern München hat beim BVB eine gewisse Strahlkraft für die neue Spielzeit. Der Vize-Meister des Vorjahres spürt Rückendeckung für eine Saison, in der sich bei der Borussia einiges ändern muss und wird. Und so war dieses Spiel ein erster, gelungener Beleg dafür, dass die Mannschaft auch ohne Robert Lewandowski erfolgreichen Fußball spielen kann.

Aubameyang bestätigt seine Form

Vier Stürmer, die in der Offensive verschiedene Positionen spielen können - "das ist vielleicht unser Vorteil in der neuen Saison", hatte Sportdirektor Michael Zorc unmittelbar vor dem Supercup noch im Interview mit bundesliga.de vermutet. Zwei von ihnen traten direkt den Beweis an: Ciro Immobile und Pierre-Emerick Aubameyang waren viel in Bewegung und machten weite Wege. Während beim Italiener noch das Glück im Abschluss fehlte, knüpfte Aubameyang nahtlos an seine gute Vorbereitung an und traf gleich per Kopf. Als eine von zwei Spitzen, das hat dieser Abend gezeigt, dürfte der Gabuner noch wertvoller sein als im vergangenen Jahr auf der Außenbahn (Hintergrund: Das ist Pierre-Emerick Aubameyang).

 

Dazu hatte Jürgen Klopp in einer 4-4-2-Formation mit Raute mit Jonas Hofmann als zentralem Offensivspieler und Reus-Ersatz überrascht, der die Bayern ebenfalls schon in der Spitze anlief. Laufarbeit, auch das ist klar, bleibt auch in der neuen Saison für alle Mannschaftsteile eine Pflichtaufgabe beim BVB. "Wir haben hohen Aufwand betrieben, haben die Bayern immer wieder tief gestört, um sie nicht in ihr Spiel kommen zu lassen. Dadurch hatten sie wenige Tormöglichkeiten", stellte Sebastian Kehl zufrieden fest. Was der Trainer bei einer Ausbeute von 21:4-Torschüssen unterstrich: "Wir haben sensationell verteidigt und superkonsequent agiert."

Genugtuung und Erleichterung

Zudem bestätigte der Supercup, was sich in der Vorbereitung schon angedeutet hatte: Zwei der Dortmunder Spieler befinden sich  gut eine Woche vor dem Saisonstart schon in Topform - und auch das macht Mut für die Liga. Henrikh Mkhitaryan überzeugte auch gegen die Bayern mit Spielfreude und setzte zu so manchem erfolgreichen Solo an. Neben Aubameyang ist der Armenier zurzeit der auffälligste Offensivakteur. Und torgefährlich obendrein, wie sein Treffer verdeutlichte.

Dazu besticht in der Defensive Sokratis als unbezwingbarer Turm in der Schlacht. Sein gewonnenes Duell gegen Ex-Kollege Lewandowski nach nur zwei Minuten war im Supercup der Beginn einer ebenso fehlerfreien wie gewohnt kompromisslosen Vorstellung. Gut zu wissen für Jürgen Klopp, dass er auf den Griechen bedenkenlos bauen kann. Ob nun mit dem gerade erst ins Training eingestiegenen Hummels, dem lange verletzten Subotic oder dem talentierten Neuzugang Ginter - an Sokratis Seite dürfte nicht viel anbrennen (Hintergrund: So feierten die BVB-Stars in der Kabine).

In alle Freude über eine gelungene Vorstellung mischte sich bei der Borussia nach dem Gewinn des Supercups auch noch etwas anderes - eine gewisse Genugtuung und Erleichterung. Der Erfolg über den großen Rivalen war Balsam für die schwarz-gelbe Seele, bestätigte auch Erik Durm: "Man hat gesehen, dass wir Bayern immer auf Augenhöhe begegnen. Und dass wir sie an einem guten Tag immer schlagen können." Für die neue Bundesliga-Spielzeit sind das aus Dortmunder Sicht sicher nicht die schlechtesten Perspektiven.

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