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16.08.2014 - 10:04 Uhr


Kießling lobt Roger Schmidt

Stefan Kießling (2.v.r.) ist schon in Topform: Beimn lockeren Pokal-Erfolg gegen Waldalgesheim erzielte er fünf Treffer

Mit Hakan Calhanoglu (l.) versteht Kießling sich uf dem Platz schon hervorragend

Tore sind Kießlings Markenzeichen: In der vergangenen Saison traf er 15 Mal, so wie hier gegen den FC Ausgburg

Leverkusen - Seit Jahren ist Stefan Kießling einer der beständigsten Goalgetter in Deutschland. Am Freitagabend gelangen ihm gleich fünf Treffer - so viele Tore erzielte in einem Pokalspiel seit zehn Jahren kein Akteur mehr.

Im ersten Teil des Interviews mit bundesliga.de spricht der 30-Jährige über Bayer 04 Leverkusens neues Verständnis, seinen neuen Trainer Roger Schmidt und die Weisheit des gereiften Profis.

bundesliga.de: Herr Kießling, vor jeder neuen Saison stellen Experten Prognosen auf, welches Team wie abschneiden wird. Kann man wirklich so früh einschätzen wie eine Saison läuft?

Stefan Kießling: Nein, das kann man so früh ganz sicher nicht einschätzen! (lacht) Selbstverständlich kann man zunächst sagen "Die Vorbereitung war sehr gut, die Mannschaft macht einen guten Eindruck...", entscheidend ist aber, wie man sich später in den Pflichtspielen präsentiert. Gelingt es nicht, das, was man sich in den Wochen zuvor glaubt erarbeitet zu haben, zum Pflichtspielstart auf den Rasen zu bringen, ist die ganze wunderbare Vorbereitung erst einmal Makulatur.

"Die letzte Saison ist vergessen"

bundesliga.de: Was bleibt in der Vorbereitung hängen von einer Rückrunde der vergangenen Saison, die schwierig, teilweise auch schlecht war, in der die Mannschaft sich gegen Ende aber durchgebissen hat?

Kießling: Ganz ehrlich? Bei mir gar nichts! Über die vergangene Saison mache ich mir jetzt überhaupt keine Gedanken mehr. Wichtig ist einzig und allein, dass wir alles anders - sprich besser - machen als in weiten Teilen des ersten Halbjahres 2014.

bundesliga.de: Damit das gelingt, hat Bayer 04 neue Stars wie Hakan Calhanoglu, Josip Drmic, Wendell oder Kyriakos Papadopoulos geholt. Das schürt auch große Erwartungen...

Kießling: Ich gehe jetzt in meine zwölfte Saison als Profi, da kann mich so etwas nicht mehr schrecken. Mit 30 bin ich in einem Alter, in dem ich längst gelernt habe, ganz gelassen an die Dinge heranzugehen. Dass wir aber tatsächlich eine sehr, sehr gute Truppe beisammen haben, die zudem auch in der Breite sehr gut aufgestellt ist, steht außer Frage.

bundesliga.de: Zu den neuen Stars kommt auch ein neuer Trainer. Was für ein Typ ist Roger Schmidt?

Kießling: Roger Schmidt ist ein sehr offener, sehr ehrlicher Mensch und Trainer, dem viel daran liegt, mit seinen Spielern zu kommunizieren. Er legt großen Wert auf Details, ob nun auf dem Platz oder abseits des Rasens und spricht die Dinge umgehend an, wenn etwas nicht passt, aber auch, wenn etwas besonders gut läuft. Das zeigt, wie akribisch er daran arbeitet, uns seine Idee davon, wie wir in Zukunft Fußball spielen sollen, zu vermitteln.

"Schmidts neue Struktur tut uns gut"

bundesliga.de: In diesem Kontext fällt immer wieder der Begriff vom "Vollgas-Fußball". Das dürfte Ihnen entgegenkommen, weil Sie ohnehin immer Vollgas spielen...

Kießling: Stimmt, für mich ändert sich da nicht so sehr viel (lacht). Ich bin aber grundsätzlich der Meinung, dass es uns gut tut, die Dinge einmal etwas anders anzugehen und eine neue Struktur in unser Spiel zu bekommen. Wenn wir die Vorgaben des Trainers umsetzen können, sollte es schon bald sehr gut vorangehen für Bayer 04.

bundesliga.de: Mit Spielern wie Julian Brandt, Tin Jedvaj und Levin Öztunali stehen neben den Stars weitere Top-Talente in Bayers Reihen. Ist das fußballerisch die beste Elf, seit Sie in Leverkusen sind?

Kießling: Ob es die beste ist, vermag ich nicht zu sagen. Denn auch die Mannschaft, mit der wir unter Jupp Heynckes Vizemeister geworden sind, war eine tolle Truppe, die damals eine herausragende Saison gespielt hat. Aber die aktuelle Mannschaft ist ohne Frage eine fußballerisch sehr, sehr gute, die aus dem Vollen schöpfen kann.

Das Gespräch führte Andreas Kötter

Im zweiten Teil des Interviews spricht Stefan Kießling über das Alter, seine Treue zu Bayer 04 und darüber, wie er Rudi Völler überflügeln will.

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