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11.08.2014 - 10:08 Uhr


So funktioniert das Freistoß-Spray

Bei der WM hat sich das Freistoßspray bewährt. Auch in der Bundesliga und 2. Bundesliga können die Schiedsrichter zukünftig auf die kleine Dose zurückgreifen

Köln - Beim Eröffnungsspiel der WM wirkte es noch wie ein kauziger Spaß der FIFA. Der japanische Schiedsrichter Yuichi Nishimura markierte die Lage des Balles vor der Ausführung eines Freistoßes mit weißem Schaum, schritt die 9,15 Meter Abstand zur Mauer ab und sprühte dort eine weiße Linie in den Rasen. Viele Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Ein Freistoßspray? Was soll das denn?

Im Laufe des Turniers wurde der Anblick schnell zur Normalität. Die Vorteile der kleinen Sprühdose liegen auf der Hand. Keine endlosen Diskussionen über den Ort des Balles oder sich ständig nach vorne schiebenden Abwehrmauern. Weniger wiederholte Freistöße und weniger Gelbe Karten für Abwehrspieler waren die Folge.

Weniger Reklamieren - mehr Tempo

In der kommenden Saison werden auch die Schiedsrichter der Bundesliga und 2. Bundesliga den weißen Schaum zum Einsatz bringen. Statt den Fußball zu verlangsamen, wie viele Experten befürchtet hatten, verdeutlichte die WM, dass das Freistoßspray das Spieltempo sogar erhöht. Deshalb passt es perfekt zum Spiel der Bundesliga, die für hohes Tempo und viele Tore steht.

bundesliga.de erklärt, wie der neue beste Freund des Schiedsrichters eigentlich funktioniert: Die Spraydose enthält 147 ml eines Gemischs, das zu 77 Prozent aus Wasser, zu 20 Prozent aus Butangas, zu zwei Prozent aus Propangas und einem Prozent aus Tensiden besteht. Im Handgepäck dürfen die Unparteiischen ihr neues Spielzeug nicht im Flugzeug transportieren. Zu viel Flüssigkeit.

Schaum für 10 Meter in einer Dose

Gut geschüttelt vermischen sich die einzelnen Komponenten zu einer schaumigen Masse, die sich nach etwa 45 bis 120 Sekunden auflöst und keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Laut des Herstellers aus Argentinien ist das Gemisch der „9.15 Fair Play“-Dose vollständig biologisch abbaubar. In hitzigen Partien empfiehlt es sich allerdings, mindestens ein weiteres Spray in der Hinterhand zu haben: Die 147 ml erzeugen in etwa fünf Linien von jeweils zwei Metern. Dann hat der Sprühspaß ein Ende.

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