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02.08.2014 - 17:08 Uhr


"Ziel bleibt eindeutig der Klassenerhalt"

Zwei Entscheider, die für den sensationellen Augsburger Aufschwung stehen: Geschäftsführer Sport Stefan Reuter (r.) und Cheftrainer Markus Weinzierl (Foto © Imago)

Vor allem für die Offensive hat Stefan Reuter auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Hier zeigt er dem Ex-Fürther Nikola Djurdjic das neue FCA-Trikot (Foto © Imago)

Augsburg - Nach der sehr bemerkenswerten Bundesliga-Saison 2013/2014, die für den FC Augsburg auf einem hervorragenden 8. Platz endete, gehen die Schwaben nun unter anderen Voraussetzungen in ihre vierte Bundesliga-Runde. Aus dem ehemaligen Aufsteiger ist ein ernsthafter Konkurrent geworden, der sich den Ruf erworben hat, Spieler weiter zu entwickeln.

bundesliga.de hat mit Augsburgs Geschäftsführer Sport, Stefan Reuter (47), über die Herausforderungen der neuen Saison gesprochen.

bundesliga.de: Herr Reuter, der FC Augsburg hat in der vergangenen Saison einen starken Eindruck hinterlassen, nicht nur, weil am Ende ein hervorragender 8. Platz heraus kam. Wird der FCA nach diesem Erfolg anders wahrgenommen?

Stefan Reuter: Wir haben die Anerkennung und die Sympathien, die man uns entgegengebracht hat, genossen. Vor allem, eine Spielzeit zu erleben, in der wir nicht zittern mussten. Aber, um auf Ihre Frage zurück zu kommen, der FC Augsburg wird anders wahrgenommen, nachdem der Club, die Mannschaft und der Trainer eine hervorragende Saison abgeliefert haben, die uns bis kurz vor die Europa League führte.

bundesliga.de: Wie wirkt sich das aus?

Reuter: Wir werden nicht nur von anderen Clubs, sondern auch bei Spielern und Beratern anders wahrgenommen. Der FCA hat bewiesen, er ist ein Club, in dem sich Spieler weiter entwickeln können. Andre Hahn und Paul Verhaegh haben sogar den Sprung in die Nationalmannschaft gepackt. Wir sind ein intakter Verein, der sich voll und ganz aufs Sportliche konzentrieren kann. Das ist ein unschätzbarer Vorteil.

bundesliga.de: Sie haben den höheren Stellenwert bei Spielern angesprochen. Bei den Transfers vor der neuen Saison fällt auf, dass der FCA mehr investiert hat als in früheren Jahren.

Reuter: Auch das ist ein Hinweis, wie gut sich der FCA entwickelt. Wir kommen heute an Spieler dran, die für uns noch vor zwei Jahren nicht erreichbar gewesen wären. Das ist schon eine große Veränderung.

bundesliga.de: Gibt es nach Platz acht für die kommende Saison neue Ziele?

Reuter: Die Liga hat ein sehr hohes Leistungsniveau und, es wird auch in der kommenden Saison sehr eng zugehen. Für die Zuschauer ist das klasse, für uns als FCA bedeutet das, weiter voll konzentriert zu sein – und, zu bestätigen, was wir in der vergangenen Saison geleistet haben. Unser Ziel aber bleibt eindeutig der Klassenerhalt.

bundesliga.de: Das klingt sehr vorsichtig?

Reuter: Wir bleiben auch im vierten Jahr in der Bundesliga realistisch. Wir haben trotz vieler Fortschritte weiter einen der kleinsten Etats der Liga. Die Mannschaft macht einen kompakten und selbstbewussten Eindruck. Trotzdem bleibt es dabei: Es geht um den Klassenerhalt.

bundesliga.de: Die Begeisterung über die vergangene Saison aber weckt im Umfeld doch zwangsläufig Erwartungen?

Reuter: Bundesliga-Fußball ist in Augsburg immer noch etwas besonders. Und jeder weiß, wir müssen (und wollen) jede Saison mit aller Leidenschaft darum kämpfen, dass uns die Bundesliga erhalten bleibt. Das können unsere Fans gut einschätzen.

bundesliga.de: Als Sie ihren Job antraten, haben Sie auch als Ziel formuliert, den FCA mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren?

Reuter: Da sind wir auf einem guten Weg, das zeigen auch die jüngsten Transfers. Wir haben dadurch vor allem in der Offensive mehr Möglichkeiten. Bei den Transfers haben wir uns aber an den eigenen Möglichkeiten orientiert und, haben das umgesetzt, was vernünftig ist und keine verrückten Sachen.

bundesliga.de: Gibt es unter den Spielern welche an die Sie besondere Erwartungen haben – die die nächste Saison prägen könnten?

Reuter: Das große Plus von Trainer und Mannschaft beim FC Augsburg ist die Geschlossenheit. Das Team lebt als Team. Das war auch vergangene Saison so. Ich will von den Neuen keinen herausheben, sie haben in den ersten Wochen der Vorbereitung mitbekommen, was unsere Mannschaft ausmacht: Teamgeist.

Das Gespräch führte Oliver Trust

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