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15.08.2014 - 16:00 Uhr


"Die Bundesliga ist die attraktivste Liga der Welt"

Unter Trainer Lucien Favre hat sich die Borussia in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga etabliert und kann zum zweiten Mal in drei Jahren in die Europa League einziehen

Mönchengladbach - Seit Februar 2011 ist Lucien Favre Trainer von Borussia Mönchengladbach. Unter dem Schweizer Übungsleiter haben sich die Fohlen wieder in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga etabliert. Im Interview mit bundesliga.de spricht Favre über die kommende Saison, die Ziele seiner Mannschaft und schwärmt von der Bundesliga.

bundesliga.de: Herr Favre, wie lautet das Ziel von Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga, nachdem Ihr Team 2013/2014 auf Platz sechs landete?

Lucien Favre: Wir müssen realistisch sein. Es wird sehr schwer, sich im Kampf mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund, FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen und dem VfL Wolfsburg durchzusetzen und wieder unter den ersten Fünf zu landen. Dazu kommen Mannschaften wie Hannover 96, der Hamburger SV und der VfB Stuttgart, die Einiges in neue Spieler investiert und sich gut verstärkt haben. Auch die TSG 1899 Hoffenheim hat viele Neue verpflichtet, dazu Roberto Firmino und Kevin Volland halten können. Zudem sollte man Hertha BSC auf der Rechnung haben. Wir wollen vor allem unser Team stabilisieren. Deswegen peilen wir einen einstelligen Platz an, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben Ambitionen, aber wir träumen nicht.

bundesliga.de: Und im DFB-Pokal?

Favre: Nun geht es erst einmal in der ersten Hauptrunde zum FC Homburg, dort wollen wir unbedingt weiterkommen, nachdem wir vor einem Jahr in Darmstadt ausgeschieden sind. Der Pokal ist ein toller Wettbewerb mit viel Tradition, und wir wollen soweit wie möglich kommen.

"Wir haben uns sehr klug verstärkt"

bundesliga.de: Welche Transfer-Bilanz ziehen Sie für die Borussia?

Favre: Mit Marc-André ter Stegen haben wir einen der besten Torhüter der Welt verloren. Yann Sommer ist ein hervorragender Schlussmann, der aber ein bisschen Zeit benötigt, um sich an unsere Spielweise zu gewöhnen. Mit Juan Arango ist ein großer Spieler gegangen, den wir ersetzen müssen. Mit den Neuen bin ich zufrieden. Dazu haben wir ein paar Nachwuchs-Spieler integriert, die sogar demnächst Stammspieler werden können. Das Potenzial dazu haben sie. Das ist eine sehr gute Nachricht. Wir haben uns sehr klug verstärkt, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen.

bundesliga.de: Vor zwei Jahren spielte Mönchengladbach bereits in der Gruppenphase der Europa League. Wenn Ihre Elf die Hürde Sarajevo bewältigt, ist die Borussia dann besser für Europa gerüstet als im Herbst 2012?

Favre: Das weiß ich nicht. Wir haben in diesem Sommer sechs Spieler gehen lassen. Auch in der vergangenen Saison war es viel schwerer als viele denken. Jedes Spiel in der Bundesliga wird hart. Vor einem Jahr kam Eintracht Frankfurt in die Europa League und stand gleichzeitig in der Bundesliga weit unten in der Tabelle. Das Gleiche galt für den SC Freiburg.

"Der Hype ist unglaublich"

bundesliga.de: Wird es wieder einen Alleingang des FC Bayern an der Tabellenspitze geben?

Favre: Man kann nur hoffen, dass die Konkurrenten besser mithalten als in den vergangenen zwei Spielzeiten, ansonsten fehlt die Spannung im Titelrennen. Es sollte besser nicht dazu kommen, dass man im Ausland sagt, es gäbe in Deutschland nur den FC Bayern, vielleicht dazu noch Borussia Dortmund. Die Bundesliga hätte es verdient, drei oder vier Clubs zu haben, die um den Titel spielen. Aktuell sehe ich nur den BVB, der den Bayern Paroli bieten kann, auch wenn es nach dem Abgang von Robert Lewandowski wahrscheinlich schwer wird.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie die Bundesliga ein?

Favre: Meiner Meinung nach ist die Bundesliga die attraktivste Liga der Welt. Allein schon, weil durchschnittlich fast 45.000 Zuschauer zu jedem Spiel kommen und damit viel mehr als in England oder Spanien. Der Hype in Deutschland ist unglaublich. Jetzt kommt auch noch der Weltmeister-Titel hinzu. Es wird also nicht so schnell nachlassen… Zudem muss man in der Bundesliga hart arbeiten um zu bestehen, weil es eine sehr ausgeglichene Liga ist.

Das Gespräch führte Alexis Menuge

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