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01.09.2014 - 13:09 Uhr


Karim Bellarabi ist der Spieler der Stunde

Ein gewohntes Bild in diesen Tagen: Karim Bellarabi (M.) setzt zum Jubellauf für Bayer Leverkusen an

Köln - Der 10. Mai 2014. Eintracht Braunschweig verliert am letzten Spieltag 1:3 in Hoffenheim und steigt ab. Mit dabei: Karim Bellarabi. Knapp dreieinhalb Monate später ist Bellarabi Tabellenführer und der Spieler der Stunde in der Bundesliga.

Der 24-Jährige hat nicht nur das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte erzielt, sondern ist auch sonst die große Überraschung bei Bayer Leverkusen.

Bellarabi heißt Torgefahr

Nach seiner Rückkehr zu Bayer hat ihn niemand so richtig auf dem Zettel. Der neue Trainer Roger Schmidt aber schon - er wollte Bellarabi unbedingt behalten und setzt ihn in allen fünf Pflichtspielen dieser Saison in der Startelf ein.

Bellarabi dankt es mit außergewöhnlichen Leistungen, in den fünf Spielen ist er an sieben Toren direkt beteiligt - in Kopenhagen (Play-off Champions League), in Dortmund und gegen die Hertha trifft er selbst. Im Pokal bei Waldalgesheim bereitet er zwei Treffer vor, in der Bundesliga in beiden Spielen auch jeweils ein Tor.

Rekord an Rekord

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Bellarabi legt an den ersten beiden Spieltagen 82 Sprints hin - Ligaspitze. Seine 24,2 absolvierten Kilometer überbieten nur wenige Spieler.

Gegen die Hertha gibt Bellarabi acht Torschüsse ab - für ihn ein persönlicher Rekord und auch ligaweiter Rekord der noch jungen Saison.

Bei Braunschweig nicht unumstritten

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In der letzten Saison bei Absteiger Braunschweig  - dorthin war er ausgeliehen - ist der hoch veranlagte Bellarabi nicht immer unumstritten, sitzt sechs Mal in der Bundesliga auf der Bank.

Bellarabi trifft 2014/15 in beiden Bundesliga-Partien jeweils ein Mal - zuvor hat er in 44 Spielen nur vier Tore erzielt: eins für Bayer und drei für die Eintracht.

Im März 2012 sorgt Bellarabi erstmals für großes Aufsehen, als er für Bayer innerhalb von fünf Tagen erst gegen die Bayern (2:0-Sieg) und dann in der Champions League beim FC Barcelona (1:7-Niederlage) trifft. Selbst Josep Guardiola, damals Trainer in Barcelona, zeigt sich von Bellarabis Treffer beeindruckt.

Fünf Einsätze für deutsche U 21

Der gebürtige Berliner kann ein Tempo gehen, das in der Liga außergewöhnlich ist. Zudem hat er große Qualitäten im Dribbling und einen sehr harten Schuss.

In der Saison 2010/11 ist Bellarabi in 35 Drittliga-Partien an 24 Toren direkt beteiligt, trägt maßgeblich zum Aufstieg von Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga bei.

Der Deutsch-Marokkaner kommt 2012 unter anderem fünf Mal für die deutsche U 21-Nationalelf zum Einsatz. Marokko - von dort kommt seine Mutter, sein Vater stammt aus Ghana - zeigt sich interessiert, ihn für die Nationalelf zu gewinnen.

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