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24.08.2014 - 23:00 Uhr


"Das war ein gefühlter Sieg"

Ich habe gebrannt, bin mit Adrenalin ins Spiel gegangen", sagt Gladbachs Christoph Kramer

Kramer (l.) wird nämlich erst in der 73. Minute für Havard Nordtveit eingewechselt...

...und schießt in der 90. Minute den 1:1-Ausgleich gegen den VfB Stuttgart

Mönchengladbach - Dank eines Last-Minute-Tores von Weltmeister Christoph Kramer hat Borussia Mönchengladbach einen Fehlstart vermieden. So kamen die Borussen doch noch zu einem hochverdienten 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart. Nach dem Abpfiff stellte sich der Torschütze zum Interview.

Frage: Herzlichen Glückwunsch, Christoph Kramer, zu Ihrem Zaubertor. Hat man dabei eine neue Qualität von Ihnen gesehen oder eine alte Qualität, die nun neu geweckt wurde? War der Torschuss so geplant?

Christoph Kramer: Ich wollte den Ball irgendwie in die linke Ecke schießen. Es sah jetzt so aus, als hätte ich mir alles genau so ausgeguckt. Aber es war nicht so. Eine Direktabnahme ist nicht so mein Ding, deshalb musste ich den Ball erst annehmen, um überhaupt die Chance zu haben, ein Tor zu erzielen.

Frage: Mit welcher Einstellung sind Sie auf den Platz gegangen?

Kramer: Ich habe gebrannt, bin mit Adrenalin ins Spiel gegangen und mich riesig gefreut, als ich dann auf den Platz stand. Ich kam gut rein ins Spiel. Dann macht man auch mal Sachen, die man sonst nicht macht.

Frage: Mit so einer Aktion haben Sie sich direkt gut eingeführt. Es war ein herrlicher Lupfer auf Thorgan Hazard, dessen Schuss dann an die Latte ging.

Kramer: Den Lupfer möchte ich eigentlich herausheben. (lacht) Der war schön, der hatte schon was.

Frage: Andre Hahn hat gesagt, für solche Aktionen sind Weltmeister da.

Kramer: Ich würde mich freuen, wenn er recht behält.

Frage: Sie haben auch vor dem Spiel zu Andre Hahn gesagt, dass Sie Ihre Serie fortsetzen möchten. In den letzten Spielen der alten Saison hatten Sie zwei Mal hintereinander getroffen.

Kramer: Das war zwar mehr scherzhaft als ernst gemeint. Aber das kann auch gerne so weitergehen.

Frage: Sie haben das Spiel über 70 Minuten von draußen verfolgt. Woran hat es gelegen, dass der Ball nicht ins Tor wollte? Wie ist das Spiel insgesamt zu bewerten?

Kramer: Vor dem 0:1 hätten wir selbst ein Tor erzielen müssen. Deswegen ist es umso schöner, dass es kurz vor Schluss doch noch geklappt hat. Die Fans waren ja auch schon am verzweifeln. Dann ist das Ding reingegangen. So sind wir nicht mir einer Niederlage in die Saison gestartet. Das Unentschieden fühlt sich jetzt wie ein Sieg an. Es ist okay nach der englischen Woche. Wenn es für die drei Spiele Punkte geben würde, hätten wir sieben geholt. Das ist in Ordnung.

Frage: Vor dem Spiel wurden Sie geehrt und mit Sprechchören gefeiert. War das ein Trost für Sie dafür, dass Sie dann auf die Bank mussten?

Kramer: Nein, das war ja mit dem Trainer so abgesprochen. Ich bin ein Spieler, der von seiner Fitness lebt. Bei mir sind noch keine 90 Minuten drin. Daher war es vollkommen okay. Ich bin auch kein Zauberfußballer, den man mit 50 Prozent Leistungsvermögen für eine Einzelaktion auf den Platz stellen kann. Ich bin im Moment fit für eine Halbzeit oder 60 Minuten. Das werde ich jetzt nach und nach steigern. In spätestens zwei Wochen bin ich dann wieder am Leistungslimit.

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski

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