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25.08.2014 - 16:08 Uhr


Im Fokus: Miiko Albornoz - Bundesliga ist "unglaublich"

Miiko Albornoz überzeugt bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Schalke 04

Der in Schweden geborene Nationalspieler Chiles geht auch gegen Stars wie Kevin-Prince Boateng beherzt zur Sache

Hannover - Kalmar FF, BK Häcken oder Mjälby AIF hießen noch vor wenigen Wochen die Gegner, auf die Miiko Albornoz mit seinem Klub Malmö FF in der schwedischen Liga traf. 13.583 Zuschauer besuchen die Spiele in Malmö im Schnitt - immerhin schon mehr als die 1.498 Zuschauer, die die Spiele seines ersten Vereins IF Brommapojkarma durchschnittlich verfolgen.

Seit Samstag heißen die Gegner nun FC Bayern München, Borussia Dortmund oder eben FC Schalke 04. Gegen die Königsblauen feierte der 23-Jährige mit Hannover 96 sein Bundesliga-Debüt - vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften HDI Arena.

"Davon habe ich immer geträumt"

Kein Wunder, dass Albornoz, der in 164 Partien in der schwedischen Liga elf Treffer erzielte und 14 weitere vorbereitete, sichtlich beeindruckt war nach seinen ersten 60 Minuten in der Liga der Weltmeister. "Unglaublich" sei die Bundesliga, schwärmte er. "Davon habe ich immer geträumt."

Nach dem 2:1-Erfolg über Schalke 04 erklärte er die Unterschiede zur schwedischen Liga - und davon gibt es offenbar viele: "Das Tempo ist viel höher in der Bundesliga", so der chilenische Nationalspieler, der am 30. November 1990 in Stockholm das Licht der Welt erblickte. "Jeder einzelne Spieler ist technisch besser, taktisch disziplinierter. Es ist ganz einfach ein ganz anderes Niveau." Ein Niveau, auf dem Albornoz bei seiner Premiere bereits mithalten konnte.

"Von Woche zu Woche besser"

"Er hat seine Sache sehr gut gemacht", lobte Trainer Tayfun Korkut seinen Neuzugang. Seine Auswechslung in der 60. Minute für Hiroshi Kiyotake habe rein taktische Gründe gehabt, weil Hannover zurücklag und offensiver agieren wollte.

Albornoz verspricht, dass noch viel von ihm zu erwarten sein wird. "Das Zusammenspiel mit den Kollegen wird von Woche zu Woche besser." Überrascht sei er gewesen, wie gut es auf der Position im linken Mittelfeld funktioniert habe. Der etatmäßige linke Außenverteidiger ersetzte auf der Position den Torschützen zum 1:1, Edgar Prib, der den verletzten Kapitän Lars Stindl auf der zentralen Position vertrat.

Mit Hannover nach Europa

"Normalerweise spiele ich links in der Verteidigung, kann aber auch rechts spielen. Da habe ich das Spiel vor mir", so der zweimalige Nationalspieler, der zwar zum chilenischen Kader gehörte, aber nicht zum Einsatz gekommen war. 

Seine Ziele sind klar. "Ich will mir einen Stammplatz erobern und dazu beitragen, dass Hannover international spielt", erklärt Albornoz. Erfahrung hat er da schon vorzuweisen. Für Malmö FF bestritt er vor seinem Wechsel an die Leine sechs Qualifikationsspiele für die Europa League.

Und in der Spielzeit 2011/12 schnupperte er gegen Austria Wien für sechs Minuten sogar Europa-League-Atmosphäre in der Gruppenphase. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Große Europapokalabende in der ausverkauften HDI Arena sind sein Ziel. Aber zunächst einmal geht es mit Hannover am kommenden Sonntag zum 1. FSV Mainz 05.

Jürgen Blöhs

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