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Bundesliga

17.07.2014 - 22:00 Uhr


Langfristiger Plan für Inklusion im Fußball

In vier verschiedenen Workshops wurden Problemlösungen entwickelt

Alle Teilnehmer brachten in lebhaften Diskussionen ihr Fachwissen ein

50 Teilnehmer kamen an einem Tisch zusammen

Es wurden Lösungen für Probleme gesucht, mit denen Behinderte in Stadien konfrontiert sind

Köln - Inklusion bedeutet, dass allen Menschen von Anfang an in allen gesellschaftlichen Bereichen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Diese Definition liefert die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft getreten ist. Ein wichtiger Bereich der Gesellschaft ist der Fußball. Einen Tag nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft lud die DFL Deutsche Fußball Liga ins Frankfurter Volksbank Stadion verschiedene Funktionsgruppen zu einem Arbeitstreffen zum Thema "Inklusion und sicheres Stadionerlebnis" ein, um die Bedingungen für behinderte Fußballfans weiter zu verbessern.

Jens-Uwe Münker, Geschäftsführer Organisation des gastgebenden FSV Frankfurt, skizzierte bei seiner Begrüßung das gemeinsame Ziel aller Teilnehmer: "Praktisch alle Menschen lieben den Fußball. Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass wirklich alle Fans die besondere Atmosphäre des Fußballs im Stadion erleben können."

Lebhafte Diskussionen

Gemeinsam mit den Abteilungen Spielbetrieb und Fanangelegenheiten der DFL arbeitet die Bundesliga-Stiftung intensiv am Thema Inklusion im Fußball. "Menschen mit Behinderung" ist eine von vier Fördersäulen der Stiftung. Mit dem Bundesliga-Reiseführer "Barrierefrei ins Stadion" hat die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung geleistet. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung die BBAG e.V. (Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft). In einem Impulsreferat stellte Projektmanager Thorsten Richter die Arbeit der Bundesliga-Stiftung vor, für die das Thema Inklusion auch in Zukunft von zentraler Bedeutung ist.

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Die richtige Mischung bei der Zusammenstellung der Mannschaft ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Nicht nur im Fußball. Als in Frankfurt die rund 50 Teilnehmer auseinandergingen, waren sie sich einig, dass die Zusammensetzung der Tagung perfekt gewählt war. Vertreter der BBAG e.V., dem Fanclub Sehhunde e.V. für blinde und Sehbehinderte Anhänger, der Bundes- und Landespolizei, der Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der DFL kamen an einem Tisch zusammen. In vier verschiedenen Workshops entwickelten die Teilnehmer Wege, wie Probleme, mit denen behinderte Fans im und ums Stadion konfrontiert werden, gelöst werden können.

Wie müssen Evakuierungspläne aussehen, damit jeder Besucher auch in Notfällen sicher das Stadion verlassen kann? Wie kann erreicht werden, dass wirklich alle Bereiche des Stadion für Menschen mit Behinderung erschlossen werden? Wie kann die Anreise möglichst reibungslos gestaltet werden? In lebhaften Diskussionen brachten alle Teilnehmer ihr spezifisches Fachwissen ein und ermöglichten spannende Perspektivwechsel.

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"Gelungener Auftakt"

"Inklusion ist ein Thema, dass uns in den nächsten Jahren immer begleiten wird", erklärte Thomas Schneider, Leiter der Abteilung Fanangelegenheiten der DFL. "Diese Veranstaltung ist der Kick-off für zukünftige Aktivitäten, die wir zusammen mit unseren Clubs angehen wollen", bekräftigte Schneider die Entschlossenheit des Fußballs, beim Thema Inklusion am Ball zu bleiben. Dr. Volker Sieger, stellvertretender Vorsitzender der BBAG e.V., zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement der DFL. "Wir haben vor einigen Wochen das Gespräch mit Andreas Rettig und Thomas Schneider gesucht. Von da an ging alles ganz schnell", lobte Sieger die kurzfristige Organisation des Arbeitstreffens. "Die Veranstaltung war ein absolut gelungener Auftakt und hatte viel Substanz", zog er anschließend ein positives Fazit.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig wäre im Frankfurter Volksbank Stadion gerne dabei gewesen, befand sich aber auf der Rückreise aus Brasilien. Die Begrüßung im Namen der DFL wurde deshalb von Birger Naß, Leiter Stadioninfrastruktur und Stadionsicherheit der DFL, übernommen. Naß nahm viele Anregungen für seine tägliche Arbeit mit in die DFL-Zentrale. Genau das ist es, was sich die Teilnehmer von der Veranstaltung versprochen hatten.

Florian Reinecke

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