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30.08.2014 - 23:08 Uhr


Karim Bellarabi: "Es war ein perfekter Schuss"

Karim Bellarabi blüht bei Bayer Leverkusen in dieser Saison richtig auf

Leverkusen - Der Höhenflug von Bayer 04 Leverkusen hält an. Auch nach dem fünften Pflichtspiel der noch jungen Saison ging die Werkself als Sieger vom Platz. Gegen Hertha BSC gehörte Karim Bellarabi erneut zu den besten Leverkusenern und krönte seine Leistung mit einem Traumtor zum 4:2-Endstand. Nach dem Spiel stellte er sich zum Interview.

Frage: Karim Bellarabi, Bayer 04 aber auch und gerade Sie selbst liefern derzeit starke Leistungen ab. Woran liegt das?

Karim Bellarabi: Wir sind zurzeit einfach als ganze Mannschaft gut drauf. Wenn man wie ich vom Trainer das Vertrauen bekommt, dann hat man das gewisse Selbstvertrauen im Spiel. Ich probiere, mein Bestes zu geben. Wir haben als Mannschaft Erfolg, wir harmonieren sehr gut. So kann es gerne weitergehen.

Frage: War Ihr herrliches Tor zum 4:2 auch vor allem eine Frage des Selbstvertrauen?

Bellarabi: Die Flanke von Hakan Calhanoglu kam perfekt. Und wenn man dann das Selbstvertrauen hat, nimmt man den Ball direkt. Der kann auch 20 Meter übers Tor fliegen. In dem Fall ist er genau in die Ecke gegangen. Es war ein perfekter Schuss.

"So viele Chancen bekommt man nicht im Leben"

Frage: Warum läuft es bei Ihnen in den ersten Wochen der Saison so gut?

Bellarabi: Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr anzugreifen. So viele Chancen bekommt man nicht im Leben. Deshalb wollte ich mich in dieser Saison von Anfang an durchsetzen. Das war schon immer mein Ziel.

Frage: Sie haben auch andere Zeiten erlebt, waren einmal fast ein ganzes Jahr lang verletzt.

Bellarabi: Das stimmt. Ich hatte eine schwierige Zeit hinter mir. Das war nicht einfach. Meine Familie hat mich damals aufgebaut. Ich bin froh, dass ich jetzt fit bin.

"Ich kann im Moment sehr zufrieden sein"

Frage: Die Berliner wussten gar nicht, wie sie gegen Sie spielen sollten. Sie haben den Turbo so richtig eingeschaltet in dem Spiel und Ihre Gegner oft einfach stehen lassen. War das Ihr stärkstes Spiel bisher?

Bellarabi: Ich bin zurzeit gut drauf. Das habe ich wie gesagt dem Trainer zu verdanken, der mir sein Vertrauen gibt. Ich kann im Moment sehr zufrieden sein.

Frage: Warum hatte Bayer 04 vor der Pause solche Probleme?

Bellarabi: Wir hatten jetzt in 16 Tagen fünf Spiele. Das war nicht einfach. Das haben wir auch in der ersten Halbzeit gemerkt. Aber wir haben uns noch einmal 90 Minuten zusammengerissen. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht ganz unser System gespielt. Darauf hat uns der Trainer in der Pause hingewiesen. Wir mussten uns wieder mehr auf unser System konzentrieren. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit gemacht.

"Wir glauben an unser System"

Frage: Was zeichnet dieses System aus?

Bellarabi: Wir glauben an unser System und wissen, was wir zu tun haben. Wir wissen, dass wir erfolgreich sind, wenn wir unser System zu 100 Prozent umsetzen. Dafür müssen alle Spieler mitziehen. Das wurde uns heute wieder bestätigt.

Frage: In den letzten Spielen war Leverkusen immer früh in Führung gegangen, gegen Hertha nicht. Da lag die Mannschaft zweimal zurück. Dem Ausgleichstor zum 2:2 ging ein Standard voraus. Auch unter der Woche gab es ein Tor nach einer Standardsituation. Ist das eine weitere Option, wenn es einmal im Spiel klemmt?

Bellarabi: Wir haben Hakan Calhanoglu. Er ist einer der besten Standardschützen in Deutschland. Das ist seine Waffe. Natürlich können wir die gut einsetzen. Wir sind froh, dass wir einen solchen Spieler in unseren Reihen haben.

Frage: Sie haben noch kein Länderspiel bestritten und wären sowohl für Marokko als auch Deutschland spielberechtigt. Für welches Land würden Sie spielen?

Bellarabi: Ich liebe Marokko genauso wie Deutschland. Beides ist meine Heimat, meine Mutter kommt aus Deutschland, mein Vater aus Marokko. Es ist aber noch nicht so weit, dass ich mir darüber Gedanken mache. Ich werde in Zukunft sehen, was passiert. Jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf Leverkusen. Alles andere macht mein Berater. Aber man sollte jetzt auch nach gerade mal ein, zwei Spielen den Ball flach halten.

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski

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