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14.08.2014 - 09:07 Uhr


Kehl: "Haben uns den Supercup hart erarbeitet"

Sebastian Kehl durfte zum letzten Mal als BVB-Kapitän den Supercup in die Höhe strecken

Für den 34-Jährigen (r., im Duell mit Ex-Borusse Robert Lewandowski) ist der Gewinn "etwas ganz besonderes"

Der Maskenaufritt von Pierre-Emerick Aubameyang (M.) hat Kehl total überrascht: "Ich habe gar nicht gewusst, dass er das Teil dabei hat. Aber das war eine coole Aktion!"

Dortmund - Für Sebastian Kehl war es ein nahezu perfekter Abend: Ein letztes Mal durfte der Dortmunder den BVB als Kapitän aufs Feld führen - und am Ende nach dem 2:0-Erfolg über den FC Bayern als Erster den Supercup in den Nachthimmel recken.

Im Interview nach der Partie sprach Kehl über seinen emotionalen Moment, den Schlüssel zum Erfolg und eine richtig coole Aktion.

Frage: Glückwunsch, Sebastian Kehl! Bayern geschlagen, Supercup gewonnen - so kann es losgehen.

Sebastian Kehl: Das war ein toller Sieg. Wir haben direkt den ersten Titel eingefahren in dieser Saison und das auch noch vor eigenem Haus. Das war eine tolle Sache.

Frage: War es ein verdienter Erfolg?

Kehl: Wir haben uns den Supercup hart erarbeitet und haben sehr viel investiert. Man hat gesehen, dass wir diesen Wettbewerb sehr ernst genommen haben. Entsprechend freuen wir uns riesig über den Sieg, obwohl wir auch wissen, dass es dafür noch keine Punkte gibt in der Bundesliga.

Frage: Hatten Sie nach der deftigen 0:4-Niederlage in Liverpool mit so einer Leistung der Borussia gerechnet?

Kehl: Das Spiel in Liverpool war insgesamt nicht das, was wir uns so vorstellen. Das war daher sicher auch nicht unser Maßstab. Aber umso besser, was wir jetzt gegen die Bayern für eine Reaktion gezeigt haben.

Frage: Sie haben die Kapitänsbinde zur neuen Saison abgegeben, haben die Mannschaft aber in diesem Spiel noch einmal als Kapitän aufs Feld geführt. Ein perfekter Abschied von der Binde?

Kehl: Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Amt im Supercup noch einmal ausfüllen durfte. Dass dabei sogar ein Titel herausgekommen ist, ist natürlich etwas Besonderes. Aber vor allem dieses Gefühl, ein letztes Mal als Erster in unser Stadion einzulaufen, war etwas sehr Schönes für mich und das habe ich sehr genossen.

Frage: Wie schätzen Sie die Leistung der Bayern ein?

Kehl: Natürlich spielen sie von hinten raus immer Fußball. Das wird sich in dieser Saison auch nicht ändern. Sie sind sehr ballsicher und individuell auch sehr gut besetzt. Wir haben aber hohen Aufwand betrieben, haben sie immer wieder tief gestört, um sie nicht in ihr Spiel kommen zu lassen. Dadurch hatten sie wenige Tormöglichkeiten. Wir haben insgesamt sehr wenige Möglichkeiten zugelassen und die Bayern gut in Schach gehalten.

Frage: Der BVB hat gezeigt, dass die Bayern schlagbar sind. Macht das auch ein wenig Hoffnung für die neue Saison?

Kehl: Ich glaube, dass diese Partie noch nicht der Maßstab sein kann, den beide Vereine an sich legen hinsichtlich der neuen Saison. Man muss bedenken, dass die Mannschaften noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind und dass die Nationalspieler zum Großteil noch eingefügt werden müssen. Das hat man dem Spiel phasenweise auch angesehen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt und demnach haben wir natürlich auch Ambitionen. Aber für mich bleiben die Bayern der Favorit - und alle anderen werden versuchen, sie zu schlagen. Insgesamt orientieren wir uns weniger an den Bayern, sondern versuchen einfach selbst wieder eine gute Saison zu spielen. Ähnlich, wie wir es in den letzten Jahren gemacht haben. Damit sind wir bisher immer gut gefahren.

Frage: Der BVB hat im Mittelfeld mit Raute gespielt. Ist das eine Stärke in diesem Jahr, dass die Mannschaft mehrere Systeme auf den Platz bringen kann und flexibler ist?

Kehl: Wir haben das in der Vorbereitung immer mal wieder versucht. Der Trainer hat da einige Systeme spielen lassen. Welches System am Ende das sein wird, welches wir dann konsequent spielen werden, weiß ich nicht. Gegen die Bayern hat es jedenfalls mit der Raute ganz gut geklappt. Allerdings ist der Aufwand in diesem Fall sehr groß, wenn die Bayern ihre Außenverteidiger so hoch spielen lassen.

Frage: Pierre-Emerick Aubameyang hat nach seinem Treffer beim Torjubel die Spiderman-Maske herausgeholt. Gab es dafür eigentlich noch einen Rüffel vom Kapitän?

Kehl: Ich habe gar nicht gewusst, dass er das Teil dabei hat. Es war ja auch das erste Mal, seit er bei uns in Dortmund spielt. Aber es war eine coole Aktion! Und zum Glück hat es am Ende auch zum Sieg gereicht - ansonsten hätten wir ihn allerdings verdroschen.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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