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22.08.2014 - 14:40 Uhr


FCB startet gegen Wolfsburg in "sehr gefährliche" Saison

Robert Lewandowski (l., gegen Robin Knoche) und der FC Bayern empfangen am 1. Spieltag der neuen Saison den VfL Wolfsburg

FCB-Coach Pep Guardiola muss neben den Langzeitverletzen auch auf den gesperrten Jerome Boateng verzichten. Der Spanier erwartet eine "gefährliche Saison"

Wolfsburg hat sich kurz vor dem Duell verstärkt. Nicklas Bendtner (M.) wird für die Wölfe auf Torejagd gehen. Ob er schon von Anfang ran darf, ließ Coach Dieter Hecking (l.) jedoch offen

Leichte Personalnot: Neben Träsch (v.), Perisic (Schulterfraktur), Ochs (Kreuzbandriss) und Lopes (Durchblutungsstörungen) wird auch Torhüter Diego Benaglio definitiv ausfallen

München - "Keine Panik" und "keine Angst vor irgendwas": Wenn Bayern München heute Abend (JETZT im Live-Ticker) gegen den VfL Wolfsburg die 52. Bundesliga-Saison eröffnet, soll die Furcht vor einem Fehlstart endgültig weggewischt sein. "Ich bin nicht besorgt", redete sich Trainer Pep Guardiola einen Tag vor dem Auftakt trotz der gravierenden personellen Probleme gegen die "Wölfe" öffentlich ein. Doch die Baustellen des Titelverteidigers sind so vielfältig, dass der Spanier von seinen Profis ein Umdenken forderte.

"Einfach spielen", solle seine Mannschaft. Und obwohl den vier Weltmeistern um Kapitän Philipp Lahm in der Startelf 40 Tage nach dem Triumph von Rio Hunderte Millionen Fans in 207 Ländern live zusehen werden, "dürfen wir nicht denken, dass wir Superstars sind". Stattdessen sollten die Schönspieler "laufen, laufen, laufen - das ist das Mindeste", meinte Guardiola. Der WM-Titel, sollte das auch heißen, ist am Freitag gar nichts mehr wert.

Boateng und Ribery stehen nicht zur Verfügung

Wegen der Nachwirkungen des Turniers warnte Guardiola seine Stars in einer internen Ansprache vor einer "sehr gefährlichen" Saison. "Wir brauchen Zeit", wiederholte er dem Start sein Mantra der vergangenen Wochen. Nur, wenn es gelänge, den Rückstand auf die Konkurrenz bis zum Winter in engen Grenzen zu halten, werde es eine gute Saison werden.

Dass die Liga dabei höchste Priorität genießt, machte Guardiola mit einem Bonmot deutlich. Im Oberhaus sei der "teuerste", also wertvollste Titel zu gewinnen, sagte der Spanier: "Die Champions League ist die schönste Frau, aber ich will die Bundesliga!" Doch wie soll das klappen angesichts der langfristigen Ausfälle von Javi Martinez, Bastian Schweinsteiger, Thiago und Rafinha? Zumal gegen Wolfsburg auch noch Jerome Boateng gesperrt ist und Franck Ribéry passen muss, wie Guardiola bestätigte.

"Wir sind nicht geneigt, in Panik zu verfallen", hielt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in dieser Woche entgegen. Einen weiteren Zugang nach Robert Lewandowski, Sebastian Rode, Pepe Reina und Juan Bernat planen sie aber wohl trotzdem ein. Unabhängig von einem möglichen Zugang meinte Lahm aber bereits: "Wir haben keine Angst vor irgendwas! Unsere Mannschaft kann sich immer noch sehen lassen."     

Wölfe sind heißer Anwärter auf CL-Plätze

"Die Bayern haben Probleme", hat auch Wölfe-Coach Dieter Hecking zufrieden beobachtet. Seine Mannschaft geht jedoch ebenfalls am Stock. Christian Träsch (Schultereckgelenksprengung), Ivan Perisic (Schulterfraktur), Patrick Ochs (Kreuzbandriss), und Felipe Lopes (Durchblutungsstörungen) fehlen verletzt, Torhüter Diego Benaglio ist krank. Trotzdem habe der VfL "alle Möglichkeiten, wieder eine erfolgreiche Saison zu spielen", meinte Hecking. Mit Nicklas Bendtner haben die Wolfsburger einen neuen Topstürmer in ihren Reihen. Auf einen Startelf-Einsatz des Dänen wollte sich Coach Hecking aber noch nicht festlegen.

Auch wenn beide Seiten einige Ausfälle zu beklagen haben. "Wer die Bayern kennt, der weiß genau, was auf uns zukommt. Die werden bei 100 Prozent sein und alles dafür tun, dieses Eröffnungsspiel zu gewinnen", betonte Hecking: "Darauf werde ich meine Mannschaft einstellen. Wir sind schon das letzte Jahr gut damit gefahren, dass wir einfach unseren Plan durchziehen".

Trotzdem gehen die Wölfe in München naturgemäß als Außenseiter in die Partie, chancenlos sind sie jedoch nicht. Im Gegenteil, die Niedersachsen gelten als einer der heißen Anwärter auf einen Champions-League-Platz. In der vergangenen Saison fehlten nur ein Punkt und wenige Tore zu Platz 4. "Man muss nicht immer das tun, was von anderen erwartet wird. Nur muss man sinnvoll abwägen, wo die Risiken sind", hatte Manager Klaus Allofs gesagt. Von Panik und Angst ist als auch bei den Wölfen nichts zu spüren. Ring frei für das erste Duell der Saison 2014/15!

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