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02.07.2014 - 10:06 Uhr


Bance, Ede und Co.: Zweite Chance für die Rückkehrer?

München - Am 30. Juni endeten die Leih-Perioden. Mathias Fetsch und Aristide Bance versuchen beim FCA erneut ihr Glück. Bei den Mainzern haben sich Chinedu Ede und Nikita Rukavytsya vorgenommen, sich unter dem neuen Coach Kasper Hjulmand durchzusetzen. Außerdem kehrt Mateusz Klich nach über einem Jahr in den Niederlanden zu den Wölfen zurück. bundesliga.de zeigt, wie die Leihen gelaufen sind und ob sich die Spieler bei ihrem Arbeitgeber Hoffnungen auf Einsatzzeiten machen dürfen. (Die Rückkehrer Teil 2)

Mateusz Klich

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Klich konnte bei Zwolle überzeugen (© imago)

Mateusz Klich galt als einer der ganz großen Hoffnungen den polnischen Nationalmannschaft. Nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg stagnierte seine Entwicklung jedoch. Im Januar 2013 wurde Klich zum niederländischen Club PEC Zwolle verliehen. Dort verbrachte er eine erfolgreiche Zeit. In der Saison 2013/14 war er an 13 Toren beteiligt: Vier machte er selbst, neun weitere bereitete er vor. Allen voran seine Standardsituationen sind gefürchtet. Dennoch hat der zentrale Mittelfeldspieler und Spielmacher ein großes Manko: er verschleppt zu oft das Tempo. Beim VfL wird er es deshalb sehr schwer haben, holten die Wölfe im vergangenen Sommer mit Luiz Gustavo und im Winter mit Kevin de Bruyne zwei absolute Weltklassespieler. Aber Klich wird zunächst noch eine weitere Chance bekommen, versprach VfL-Manager Klaus Allofs.

Mathias Fetsch

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Fetsch (l.) arbeitete viel in der Lausitz

In der Winterpause ist Mathias Fetsch vom FC Augsburg in die 2. Bundesliga zum FC Energie Cottbus ausgeliehen worden. Dort konnte der emsige Stürmer viel Spielpraxis sammeln, stieg jedoch mit den Lausitzern in die 3. Liga ab. Sein Problem ist der Abschluss: Von 17 Torschüssen in zwölf Einsätzen ging nur ein einziger rein. Außerdem hatte er hin und wieder Probleme mit dem Tempo. Das könnte ihm auch in der Bundesliga zum Verhängnis werden. Allerdings ist Markus Weinzierl dafür bekannt, an den Schwächen seiner Spieler gekonnt zu feilen. Einen anderen Offenbacher machte er sogar zum Nationalspieler: Andre Hahn. Und auch Fetsch hat gute Anlagen, bald den Durchbruch zu schaffen: Er ist laufstark, agil, technisch beschlagen und hat ein gutes Spielverständnis. "Ich werde alles geben und versuchen, dem Trainer es so schwer wie möglich zu machen", gab sich der 24-Jährige in der "Augsburger Allgemeinen" kämpferisch.

Aristide Bance

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Bance (l.) erzielte zwei Treffer für Düsseldorf

Aristide Bance ist seit seiner Rückkehr 2012 nach Deutschland nicht mehr glücklich geworden. Für den FCA erzielte er kein einziges Bundesliga-Tor und wurde deshalb in der Spielzeit 2013/14 verliehen. Doch auch in Düsseldorf konnte der bullige Stürmer kaum Fuß fassen. Besonders nach der Entlassung von Mike Büskens waren seine Einsatzzeiten nur noch sporadisch. Insgesamt 83 Minuten stand er im Jahr 2014 auf den Platz - immer kam er von der Bank. Da ist es ein guter Wert, dass er in 494 Spielminuten auf zwei Saisontore kam. Bances Stärken liegen im Kopfballspiel und als Sturmtank, der die Bälle für schnelle Außenspieler ablegt. Ob das jedoch der Taktik von Markus Weinzierl entspricht? In der vergangenen, sehr erfolgreichen Saison bestachen die Augsburger nicht nur durch effektives Pressing und Konterspiel, sondern auch mit sehenswerten Kombinationen. Der Nationalspieler von Burkina Faso wird sich mächtig strecken müssen, um einen Platz in der Startelf ergattern zu können. "Wir müssen im Gespräch mit dem Spieler seine Lage erörtern", kündigte Manager Stefan Reuter in der "Augsburger Allgemeine" an.

Chinedu Ede

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Chinedu Ede (M.) war beim FCK (© imago)

Wenn da nicht immer dieser Verletzungen wären. Dann könnte Chinedu Ede endlich sein ganzes Potenzial abrufen. Seit seinem Wechsel zum 1. FSV Mainz 05 im Jahr 2012 gelang das dem Deutsch-Tunesier nicht. Er stand nur ein Mal in der Startelf. Besonders im Zweikampf hat er Defizite: Nur 20 Prozent seiner Duelle in der Bundesliga hat er gewonnen. Bei seiner Ausleihe zum 1. FC Kaiserslautern hatte er wenig Glück. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen verpasste er fast die komplette Hinrunde. Insgesamt kam er nur zu fünf Einsätzen bei den Roten Teufeln und blieb ohne Torbeteiligung. Er war zwar fleißig und lief 12,8 Kilometer pro Spiel, agierte aber oft glücklos. Kurz gesagt: Ein Jahr zum Vergessen. Und auch bei den Rheinhessen wird er sich schwer tun, haben sich dort doch andere Spieler wie Nicolai Müller, Yunus Malli oder Ja-Cheol Koo in den Vordergrund gespielt. Aber es gibt Hoffnung für den 27-Jährigen. "Wir geben ihnen eine neue Chance", verkündete der neue Coach Hjulmand in der "Lampertheimer Zeitung" und meinte damit sowohl Ede als auch Nikita Rukavytsya. Ede glänzte bislang in beiden Testspielen als Vorbereiter.

Nikita Rukavytsya

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Rukavytsya spielte beim FSV Frankfurt

Ein weiterer Mainzer, der in seinem Ausleihe-Jahr kaum überzeugen konnte war Nikita Rukavytsya. Er spielte beim FSV Frankfurt eine untergeordnete Rolle. Er kommt zwar auf 19 Einsätze, davon waren aber nur sechs von Beginn an. Auch seine Torausbeute könnte besser sein: Zwei Treffer und keine Vorlage stehen auf dem Konto des oftmals als Stürmer eingesetzten Australiers. Die Aussichten bei den Mainzern sind für den pfeilschnellen Rukavytsya - er hat einen Topspeed von 34,6 km/h - nicht so rosig. Auf den offensiven Außenbahnen sind die Nullfünfer bereits stark besetzt, so dass ein Bankplatz droht - trotz Dreifach-Belastung. In den ersten beiden Testspielen der neuen Saison spielte Rukavytsya je eine Halbzeit lang - als Außenverteidiger. Das könnte eine dauerhafte Option für den 27-Jährigen werden, wenn er regelmäßig spielen möchte.

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