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02.12.2013 - 14:28 Uhr


Zwei Negativserien beendet: 96 atmet auf

Mirko Slomka freut sich mit Szabolcs Huszti: 96 feierte den ersten Sieg seit über zwei Monaten

Zum dritten Mal köpfte Mame Diouf diese Saison einen Ball ein - einzig Kießling erzielte mehr Kopfballtore

Takashi Inui (r.) verlor all seine fünf Duelle gegen Landsmann Hiroki Sakai

Hannover - Die Erleichterung nach dem 2:0 von Hannover 96, das zuvor sieben Partien in Folge ohne Sieg geblieben war, im Duell der beiden schwächsten Mannschaften im Herbst 2013 gegen Eintracht Frankfurt war für jeden in der HDI-Arena sichtbar.
Trainer Mirko Slomka und Sportdirektor Dirk Dufner lagen sich nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Günther Perl eine gefühlte Ewigkeit in den Armen und freuten sich ausgelassen über "verdiente drei Punkte" (Slomka).

"Diese Sieg war wichtig fürs Selbstbewusstsein", sagte Dufner. Mit einem spielerischen Leckerbissen habe er nicht gerechnet. "Die Art und Weise" wie der Sieg zustande kam, sei "unglaublich wichtig gewesen".

"Als Einheit kann man was bewegen"



Was der Sportdirektor meinte, erklärte Steven Cherundolo, der unter dem Jubel der Fans nach langer Verletzungspause kurz vor Ende zu seinem ersten Einsatz in der aktuellen Spielzeit kam. "Kämpferisch und läuferisch war es eine gute Leistung. Wir haben gezeigt, dass man als Einheit was bewegen kann", sagte Cherundolo.

Die Einheit hatte der Kapitän bei einem Mannschaftstreffen, zu dem er eingeladen hatte, heraufbeschworen. "Wir haben uns in der Woche vor dem Spiel ohne Trainer zusammengesetzt und über die letzten Wochen gesprochen, verriet Hiroki Sakai bundesliga.de.

Nach über zwei Monaten mal wieder ein Tor herausgespielt



Offensichtlich mit Erfolg. Denn nicht nur die Sieglos-Serie fand ein Ende, sondern auch eine andere Durststrecke: Als Mame Diouf in der 25. Minute eine Flanke von Edgar Prib zur 1:0-Führung einnickte, hatten die Roten erstmals seit Didier Ya Konans Ehrentreffer beim 1:4 in München am 25. September wieder einen Treffer herausgespielt. Die sechs in der Zwischenzeit erzielten Treffer fielen nach Standards oder wurden vom Gegner aufgelegt.

"Der Trainer hat uns gesagt, in unserer Situation sind Typen auf dem Platz gefragt", berichtete Leon Andreasen. "Jetzt müssen wir das Gute mitnehmen." Um wenigstens noch das Minimalziel zu erreichen. Denn vom ursprünglichen Ziel Europa League spricht derzeit niemand an der Leine, aber wenigstens 20 Punkte sollen es schon werden bis zur Winterpause.

Europa derzeit kein Thema



Mit dem Erfolg über Europa-League-Teilnehmer Frankfurt und dem Sprung von Rang 13 in die obere Tabellenhälfte auf neun haben die 96er den ersten Schritt gemacht. Noch ein Dreier im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 16. Spieltag und die 20 Punkte wären auf der Habenseite.

Aber vielleicht endet in den beiden noch ausstehenden Auswärtsspielen in Stuttgart und Freiburg eine weitere Negativserie und die Niedersachsen bringen endlich auch den ersten Zähler aus einem fremden Stadion mit nach Hause. Nicht nur für Slomka und Dufner wäre das eine willkommene Gelegenheit, vor dem Weihnachtsfest noch einmal ausgelassen zu feiern.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs
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