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24.02.2014 - 10:20 Uhr


Wolfsburg rückt weiter an die CL-Plätze heran

Ivica Olic (l., hier im Zweikampf mit Leverkusens Reinartz) wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und bereitete die 2:1-Führung des VfL durch Luiz Gustavo vor

Ricardo Rodriguez ist eigentlich ein sicherer Elfmeterschütze. Gegen Bayer-Keeper Leno klappte es erst im Nachschuss

Bas Dost erzielte beim 3:1-Sieg über die Werkself aus Leverkusen das 1:0 und machte damit sein drittes Pflichtspieltor in Serie

Wolfsburg - Die Vorfreude der Anhänger des VfL Wolfsburg auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen war groß, denn ein hoher Unterhaltungswert schien garantiert. Wurde mit dem Tabellen-Zweiten doch der Lieblingsgegner des VfL in der Autostadt erwartet.

Elf Mal verließen die Wölfe seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga vor eigenem Publikum als Sieger den Platz, so häufig wie gegen keinen anderen Gast in der Volkswagen Arena. Auch die 32 Heimtore sind Rekord in der Bundesliga-Geschichte des VfL. Und für Unterhaltung war in den 33 Aufeinandertreffen der Werksclubs immer gesorgt. Keine Partie endete torlos, im Schnitt fielen 3,2 Tore pro Partie.

Eine Statistik, die auch beim 3:1-Erfolg des VfL im 34. Duell ihre Fortsetzung fand. Obwohl die beiden zweikampfstärksten Teams der Liga (Wolfsburgs Profis gewannen im Schnitt 53,4 Prozent ihrer Zweikämpfe, die Bayer-Spieler 52,1) aufeinandertrafen, fielen vier Treffer.

Wölfe wachen erst zur zweiten Halbzeit auf

Der Treffer zum 1:1 kurz vor der Pause durch Sidney Sam ließ bei den Rheinländern, die damit zum 23. mal in Folge gegen den VfL ins Schwarze trafen, noch einmal Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis aufkommen. Bas Dost hatte den Gastgeber in der 13. Minute in Führung gebracht. Es war sein dritter Pflichtspieltreffer in Folge.

Aber in Durchgang zwei untermauerten die Gastgeber eine weitere Saisonstatistik. Zwei Drittel aller Saisontreffer erzielten die Wölfe in der zweiten Hälfte. Luiz Gustavo traf nach Vorlage des für den verletzten Dost eingewechselten Ivica Olic zum 2:1 (58.), und Ricardo Rodriguez sorgte in der 73. Minute für die endgültige Entscheidung. Zwar hatte sich der Schweizer Nationalspieler in die Phalanx der Elfmeter-Fehlschützen am 22. Spieltag eingereiht, konnte seinen Fehltritt aber im Nachschuss gutmachen. 

"Die Qualität der Mannschaft ist groß, und wir haben die nötige Ruhe und Geduld", so Maximilian Arnold nach der Partie. "Ein Rückstand wirft uns nicht um." Auch diese Statistik wird durch die Werte der Saison belegt. 14 Punkte holten die Wölfe in der aktuellen Saison nach einem Rückstand, so viel wie kein anderes Team.

Eine Stärke, die die Niedersachsen aus der Vorsaison herübergerettet haben. 2012/13 waren ihre 15 Punkte nach Rückstand Liga-Spitzenwert. "Zwar war es heute kein Rückstand", so Arnold, "aber das 1:1 kurz vor der Pause war schon ein kleiner Schock. Aber dann haben wir unsere Qualität in der Offensive gezeigt."

Entscheidung kommt von der Bank

Dabei wies der 19-Jährige darauf hin, dass die spielentscheidenden Akteure von der Bank kamen. "Ivi (Olic; die Red.) hat das 2:1 vorgelegt, Dani (Caligiuri; die Red.) den Elfer rausgeholt."

Mit dem 3:1 gegen den Zweiten haben sich die Wölfe nicht nur in den Augen von Rudi Völler endgültig in den Kreis der Champions-League-Aspiranten eingereiht. "Die Entscheidung um den direkten Champions-League-Rang drei fällt zwischen Schalke, Wolfsburg und unserer Mannschaft", so Bayers Sportdirektor, der den BVB als "weiter als die anderen" sieht, "auch wenn die Tabelle das derzeit nicht widerspiegelt".

So weit wollen sich die Wölfe nicht aus dem Fenster lehnen. "Wir denken von Spiel zu Spiel", so Robin Knoche. Wobei der Innenverteidiger einräumt: "Der Spieltag ist für uns gut gelaufen."

VfL Gewinner des Spieltags

Auch Arnold hielt sich bedeckt. "Wir haben intern unser Ziel", so der Mittelfeldstratege. Welches das sei, wollte er auf Nachfrage von bundesliga.de nicht verraten. "Deshalb heißt es doch intern", so Arnold vergnügt.

"Natürlich gehört man als Fünfter zum ersten Drittel der Liga", gab sich Dieter Hecking vorsichtig. "Wir müssen weiter hart arbeiten. Die zweite Halbzeit war okay, aber wir müssen dahin kommen, über 90 Minuten konstant zu spielen."

"Wir wollen jedes Spiel gewinnen", so die Devise des VfL-Trainers. "Und wenn sich dann die Chance bietet, in der Champions League zu spielen, dann wollen wir sie natürlich ergreifen." Das wünschen sich natürlich auch die Fans, die sich auf weitere Spiele mit hohem Unterhaltungswert freuen.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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