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18.12.2013 - 22:00 Uhr


Wölfe: Starke Abwehr ermöglicht den Angriff

Leistungsträger bei den Wölfen: Ricardo Rodriguez, Diego Benaglio, Patrick Ochs, Robin Knoche und Naldo (v.l.n.r.) (© Imago)

Linksfuß Rodriguez (l.) hat schon drei Saisontore auf seinem persönlichen Konto, der Schweizer verwandelte zwei Freistöße und einen Elfmeter

Ochs (l., hier mit Luiz Gustavo und Maximilian Arnold) ist seit dem 9. Spieltag als Rechtsverteidiger gesetzt - der VfL hat mit ihm noch nicht verloren

München - "Wir befinden uns auf einem guten Weg", beschrieb Geschäftsführer Klaus Allofs am vergangenen Samstag im Rahmen der Weihnachtsfeier nüchtern den Lauf des VfL Wolfsburg.

Durch den zuvor errungenen Sieg gegen Stuttgart haben die Niedersachsen mit 29 Zählern nach 16 Partien einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Mit dem aktuellen 5. Platz steht der VfL so gut da wie seit dem 1. Spieltag der Saison 2011/12 (damals geteilter Tabellenführer) nicht mehr. Allofs Fazit hätte also durchaus emotionaler ausfallen können.

Passend zu den Worten des für seine Sachlichkeit bekannten 57-Jährigen ist aber auch das große Erfolgsgeheimnis der Wölfe die Stabilität in der Abwehr und nicht der offensive Zauber. bundesliga.de präsentiert interessante Fakten zum Wolfsburger Höhenflug:

  • Trainer Dieter Hecking hat es wieder einmal geschafft, die Defensive seiner Mannschaft gut zu organisieren. Mit den Bayern (8) und Leverkusen (15) ließen bisher nur zwei Teams weniger Gegentore zu als der VfL (17).
  • In den letzten sieben Spielen gab es nur fünf Gegentore, drei davon fielen durch direkte Freistöße - auszuspielen war Wolfsburg fast gar nicht mehr.
  • Auch die Anzahl der gegnerischen Torschüsse ist gering, die Stürmer haben es gegen die zweikampfstarke Innenverteidigung schwer und vor der Abwehr arbeitet eine fleißige Doppelsechs. Läuferisch und kämpferisch ist der VfL in der Regel präsent.
  • Bei Standards und Flanken steht die Elf sicher - lediglich ein Kopfballgegentor ist der Bestwert in der Bundesliga.
  • In der Abwehr herrscht Kontinuität: Ricardo Rodriguez stand in allen 16 Spielen über 90 Minuten als Linksverteidiger auf dem Platz. Auf der rechten Seite verteidigte an den ersten acht Spieltagen Christian Träsch, nach dessen Verletzung rückte Patrick Ochs in die Startelf. Das Innenverteidiger-Gespann bilden Naldo und Robin Knoche, im Tor steht Diego Benaglio.
  • Keine Mannschaft kassierte über die Außenbahnen weniger Gegentore als der VfL Wolfsburg: Nur je drei Gegentreffer wurden über die eigene linke und rechte Abwehrseite eingeleitet.
  • Nur ein Gegentor kassierte die Hecking-Elf nach einer Flanke - einzig Dortmund (ohne Gegentor) ist hier noch besser.
  • Dampfmacher Rodriguez: Der Schweizer Nationalspieler gewann starke 63 Prozent seiner Zweikämpfe (Alaba 62 %, Lahm 56 %) und schaltete immer wieder den Vorwärtsgang ein - er war beim VfL am häufigsten am Ball (72 Mal pro 90 Minuten). Und der Linksfuß schlug 47 Flanken - die meisten bei Wolfsburg (ein Alaba 44).
  • Außerdem erzielte Rodriguez in den letzten drei Heimspielen jeweils ein Tor: Gegen Dortmund und Stuttgart traf er per direkten Freistoß, gegen den HSV per Elfmeter.
  • Sieggarant Ochs: Seit seinem Saisondebüt am 9. Spieltag in Augsburg gab es noch keine Niederlage (6 Siege, 2 Unentschieden).

Auf dem Weg zum großen Ziel des VfL Wolfsburg seit der Meisterschaft 2009 - nämlich der Qualifikation fürs internationale Geschäft - bedarf es nun weiterer Schritte. Den nächsten will die Mannschaft mit einem Erfolg in Mönchengladbach (Vorbericht) machen. Und immerhin ließ sich Allofs noch entlocken: "Es dürfen alle träumen."

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