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15.12.2013 - 22:00 Uhr


Heldt: "Wir gehen auf dem Zahnfleisch"

Schalkes Sportvorstand Horst Heldt ist glücklich über den 2:0-Sieg gegen Freiburg

Heldt freut sich außerdem über die Rückkehr von Kyriakos Ppadopoulos: "Er hat eine enorme Mentalität, das Stadion und die eigenen Spieler mitzureißen"

Für die Winterpause kündigt Heldt eine kritische Zwischenbilanz an

Gelsenkirchen - Am Ende war die Erleichterung des FC Schalke 04 über den 2:0-Pflichtsieg gegen Freiburg groß - auch bei Horst Heldt. Der Sportvorstand sieht seine Mannschaft langsam am Ende ihrer Kräfte angekommen, kann sich aber auch über einen Lichtblick der besonderen Art freuen. Ein Gespräch über fehlenden Glanz und harte Arbeit, neue Hoffnung und eine kritische Bilanz.

Frage: Horst Heldt, wie lautet Ihr Fazit nach dem 2:0-Sieg über Freiburg: Hauptsache gewonnen?

Horst Heldt: Ich würde es einen Arbeitssieg nennen. Und wir haben zu Null gespielt, das kann sich auch sehen lassen. Für mich gibt es nach diesem Spiel gegen Freiburg insgesamt zwei schöne Sachen. Das eine ist der Sieg, auch wenn er nicht glanzvoll ausgefallen ist. Wir haben von allen Mannschaften die meisten Spiele abgeliefert in dieser Saison. Wir gehen auf dem Zahnfleisch, das ist nicht zu übersehen. Zu unserem Verletzungspech, das wir ohnehin seit Wochen haben, kamen jetzt vor dem Spiel kurzfristig noch die Ausfälle von Höwedes, Draxler und Uchida hinzu. Wir hatten sogar einen Vertragsamateur auf der Ersatzbank. Wir pfeifen personell sozusagen aus dem letzten Loch. Deswegen war es ein wichtiger Arbeitssieg.

Frage: Über welche Sache haben Sie sich noch gefreut?

Heldt: Die zweite schöne Sache war es, Kyriakos Ppadopoulos nach über einem Jahr wieder auf dem Feld zu sehen. Das hat alle sehr gefreut. Es tut ihm gut, es tut uns gut. Ich hoffe, dass er sich in der Vorbereitung auf die Rückrunde stabilisieren kann, damit er für uns auch wieder eine ernsthafte Alternative wird.

Frage: Wie wichtig kann Papadopoulos für die Mannschaft werden? Was erhoffen Sie sich von ihm?

Heldt: Vor allem hat uns in erster Linie seine Mentalität gefehlt und fehlt uns auch immer noch. Papa zeichnen viele Sachen aus - ein unbedingter Siegeswille, Zweikampfstärke, er ist in den Zweikämpfen hart am Mann. Vor allem aber hat er eine enorme Mentalität, das Stadion und die eigenen Spieler mitzureißen. Es war ein schöner Moment, dass er endlich wieder auf dem Platz stand.

Frage: Sie haben nach Ende der Hinrunde eine Bestandsaufnahme angekündigt, auf dessen Ergebnis man jetzt schon gespannt wartet.

Heldt: Wir ziehen eine solche Zwischenbilanz immer, weil es einfach wichtig ist. Wir werden eruieren, was gut war und was schlecht war, wo wir ansetzen müssen und was wir besser machen können. Um all diese Dinge geht es. Das ist wichtig, um sich dann in der Winterpause neu aufzustellen. Es geht nicht in erster Linie um den Trainer, sondern insgesamt um das, was wir in der Hinrunde abgeliefert haben. Wir werden das letzte halbe Jahr bewerten und dabei die Arbeit von jedem hinterfragen.

Frage: Welche Kriterien werden dabei eine Rolle spielen?

Heldt: Wir müssen viele Spiele noch einmal Revue passieren lassen. Wir werden auch sehen, warum wir so viele Verletzte haben - ist es jeweils individuelles Schicksal oder gibt es auch andere Gründe? All diese Themen werden miteinander besprochen.

Frage: Wie schätzen Sie die sportliche Situation des FC Schalke 04 vor dem letzten Spiel der Hinserie ein?

Heldt: Es hat sich an unserer Situation nicht viel geändert. Wir haben mit dem Sieg über Freiburg an diesem Wochenende zwei Punkte gut gemacht auf die Mannschaften wie Gladbach oder Dortmund, die in der Tabelle vor uns stehen. Jetzt wollen wir sehen, dass wir das letzte Spiel in Nürnberg auch noch erfolgreich gestalten. Und dann sehen wir weiter.

Aus Gelsenkirchen berichtet Dietmar Nolte

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