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23.07.2013 - 09:00 Uhr


Wahler neuer VfB-Präsident - Neues Wappen

In Zukunft steht wieder

In Zukunft steht wieder "1893" auf den Stuttgarter Wappen - wie hier auf den Plakaten links unten

Stuttgart - Bernd Wahler ist wie erwartet zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt worden. Auf der Mitgliederversammlung der Schwaben erhielt der 55 Jahre alte adidas-Manager als einziger Kandidat mit überwältigenden 97,4 Prozent problemlos die nötige einfache Mehrheit. Wahler tritt die Nachfolge des bereits im April zurückgetretenen Gerd Mäuser an.
"Es geht hier nicht um mich, es geht nur um den VfB. Ich stelle mich nicht zur Verfügung, ich will das", hatte Wahler kurz vor der Abstimmung gesagt. Der neue VfB-Boss, der in der B- und C- Jugend für Stuttgart spielte, kommt aus der Region und gilt als gut vernetzt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht, da in der Vereinssatzung des VfB lediglich ein Bewerber für den Posten vorgesehen ist.

Mehrheit für historisches Wappen - Hundt nicht entlastet



Nach der fast sechsstündigen Versammlung wartet auf Wahler auch finanziell viel Arbeit. Finanzvorstand Ulrich Ruf verkündete für das Geschäftsjahr 2012 einen Verlust von 9,7 Millionen Euro. Der VfB sei finanziell dennoch gut aufgestellt, betonte Ruf. "Wir haben trotz des negativen Ergebnisses die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne Bedingungen und Auflagen erhalten. Wir haben, was sich auch an unsere Transferaktivitäten zeigt, genügend finanzielle Spielräume, um die erforderlichen Spielerverpflichtungen zu tätigen." Zudem habe der VfB seine Schulden weiter abbauen können.

Am späten Abend wurde von den 2.479 Stimmberechtigten zudem die Rückkehr zum alten Vereinswappen beschlossen. Die deutliche Mehrheit von 63,3 Prozent stimmte dafür, wieder das Gründungsjahr 1893 in das Emblem aufzunehmen. Die Zahl war 1998 durch den Schriftzug "Stuttgart" ersetzt worden. Damit hatte die im September 2010 gegründete und von vielen Fans unterstützte Initiative "Pro altes VfB-Wappen" Erfolg. Das Ergebnis wurde frenetisch gefeiert, offiziell erfolgt die Änderung in einem Jahr.

Einen Denkzettel erhielt der am 17. Juni zurückgetretene Aufsichtsratschef Dieter Hundt. Die Mitglieder verweigerten dem 74-Jährigen die Entlastung, Hundt erhielt nur 31,5 Prozent der Stimmen. Der übrige Aufsichtsrat wurde mit einer Quote von 80,3 Prozent en Block entlastet.
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