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Bundesliga

20.03.2014 - 14:00 Uhr


Mit Rückenwind gegen den Angstgegner

Das Hinspiel war hart umkämpft. Am Ende trennten sich Werder Bremen und der SC Freiburg torlos

Der Sport-Club befindet sich im Aufwind und bewies beim 4:0 bei Eintracht Frankfurt dank des Doppeltorschützen Karim Guede (v.) ungewohnte Effizienz

Die Hanseaten um Kapitän Aaron Hunt (2.v.l.) haben derweil eine Serie gestartet. Seit fünf Partien ist der SVW ungeschlagen und sammelte dabei zwölf Punkte

München - Joachim Löw als Mutmacher, die neue Effizienz als Hoffnungsschimmer: Voller Zuversicht setzt der abstiegsgefährdete SC Freiburg seine Wochen der Wahrheit nach dem perfekten Auftakt bei Eintracht Frankfurt (4:1) fort.

Selbstbewusstsein ja, Euphorie nein. Dafür sorgt schon Torhüter Oliver Baumann mit seiner eindringlichen Mahnung. "Wenn wir uns auf diesen Sieg etwas einbilden oder uns ausruhen, verlieren wir das nächste Spiel 0:3", sagte der 23-Jährige vor der Partie des Drittletzten gegen den Tabellenzwölften Werder Bremen am Freitag (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Beide Teams trennen sieben Punkte. Während sich die Hanseaten mit einem Dreier aller Abstiegssorgen entledigt haben dürften, wäre das Zittern für die Süddeutschen auch im Fall eines Erfolgs lange nicht beendet.

Geht es nach Bundestrainer Löw, der zehn Kilometer vom Freiburger Stadion entfernt wohnt, haben die Breisgauer wegen ihrer obligatorischen Gelassenheit im Umfeld gute Chancen. "Die Tatsache, in Ruhe arbeiten zu können, könnte am Ende tatsächlich den entscheidenden Ausschlag geben", sagte Löw unlängst. Passend dazu bezeichnete SC-Präsident Fritz Keller einen etwaigen Abstieg als "bad case", nicht als "worst case".

Sport-Club tankt neues Selbstvertrauen

Hoffnung gibt dem Team von Coach Christian Streich der Erfolg in Frankfurt, der nach zuvor fünf Auswärtsspielen ohne Sieg und Tor wie eine Befreiung wirkte - trotz der zeitweise mäßigen Vorstellung. Nicht zuletzt der überraschend aufgebotene Doppeltorschütze Karim Guede dokumentierte am Main eindrucksvoll, was Freiburg in dieser Saison bislang abging: Eine gnadenlose Effizienz, die ein wenig an den FC Bayern München erinnerte. Zuvor hatten die abschlussschwachen Badener in 24 Spielen im Schnitt weniger als einen Treffer erzielt.

Streich nutzte die gute Stimmung. "Am besten kritisieren kann man nach einem Sieg. Da kann man unverblümt reingehen", meinte der 48-Jährige und warnte: "Wir dürfen Bremen nicht zu Kontern einladen."

Bremen ist Freiburgs Angstgegner

Nach der Begegnung gegen die vom Ex-Freiburger Robin Dutt trainierten Bremer stehen für den Sport-Club weitere vier Partien gegen Abstiegskonkurrenten an. Baumann glaubt, dass es bis zum Ende eng bleibt. "Es werden harte Wochen, auch für den Kopf", sagte der formstarke Schlussmann. Wohlwissend, dass Bremen der Angstgegner der Streich-Elf ist. Nicht einmal der FC Bayern feierte in Freiburg so viele Siege wie Werder (neun Erfolge). Gegen keinen anderen Club kassierten die Badener so viele Gegentore (73) - seit 2001 ist der SVW in Freiburg ungeschlagen.

Für Dutt, der mit seiner Mannschaft erst am Freitag anreist, ist die Partie gegen den Ex-Club etwas ganz Besonderes. "Ich hatte wunderschöne Jahre in Freiburg - sportlich und privat. Aber nach dem Anpfiff ist es ein Spiel wie jedes andere. Die Wiedersehensfreude hängt am Ende vom Ergebnis ab", sagte der Werder-Coach, der nur auf Verteidiger Santiago Garcia (Knie) verzichten muss. Beim Sport-Club fehlen der gesperrte Gelson Fernandes sowie Nicolas Höfler (Wadenverhärtung), Vaclav Pilar (Außenbandriss) und Sebastian Freis (Bauchmuskelzerrung). 

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