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27.02.2014 - 16:48 Uhr


Hertha und Freiburg suchen Lösungen

Hertha und Freiburg eröffnen den 23. Spieltag am Freitagabend. Das Hinspiel endete 1:1. Beide Teams kämpfen in der Rückrunde mit Problemen

Die Hertha kann anscheinend nur noch auswärts gewinnen, wie zuletzt in Stuttgart, wo Levan Kobiashvili (l.) das 1:0 schoss. Der Georgier trifft in der Partie gegen Freiburg auf seinen Ex-Verein

Freiburg hingegen hat auswärts das Toreschießen verlernt und zuletzt vier Mal zu Null verloren. Jonathan Schmid (l.) mit drei Toren und sechs Vorlagen Top-Scorer des SC, soll diese Misere beenden

München - Die einen kämpfen gegen den Abstieg, die anderen spielen um die Europapokalplätze mit. Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage vor der Partie zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg (ab 20 Uhr im Live-Ticker) kaum sein. Jedoch kämpfen beide Teams mit Problemen.

Die Hertha hat in der Rückrunde beide Heimspiele verloren - trotz spielerischer Überlegenheit. "Wir brauchen zuhause mehr Effizienz", fordert deshalb Coach Luhukay. Er ist mit der Heimbilanz unzufrieden. Fünf Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber dazu noch ein Remis - zu ausgeglichen für den Niederländer. "Auswärts machen wir aus wenig viel, zuhause lassen wir zu viele Chancen aus", findet er.

Was ist mit Ramos?

Ein weiteres Problem im Kampf um die mangelnde Effizienz, trat im Laufe der Woche auf. Die Berliner Torgarantie Adrian Ramos (14 Treffer) konnte kaum trainieren. Einen Einsatz ließ Luhukay offen. "Wenn er nicht fit wird, finden wir eine andere Lösung", versprach der 50-Jährige. Die wird allerdings nicht Sandro Wagner heißen. Der Siegtorschütze des vergangenen Spieltags fehlt aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre. Somit würde noch Sami Allagui übrig bleiben. Der Tunesier hatte mit Ramos in Stuttgart zusammen im Sturm gespielt. "Er kann auch alleine zentral vorne spielen", sagte Luhukay. 

Die Freiburger hingegen müssen ihre Auswärtsmisere stoppen. Der SC verlor die letzten vier Gastspiele alle zu null. Da ist es eine logische Konsequenz, dass die Breisgauer auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht sind. Zudem muss das Team von Christian Streich die Pleite gegen Augsburg aus der vergangenen Woche verdauen. Zwar drehten die Breisgauer einen Rückstand, kassierten aber anschließend in den letzten 20 Minuten drei Buden und verloren 2:4.

Streichs Rezept im Abstiegskampf

Deshalb haben sich Streich und seine Schützlinge in den vergangenen Tagen auf die Suche nach dem verloren gegangenen Selbstbewusstsein gemacht. "Wir haben diese Woche Wert auf Abläufe gelegt, Ballsicherheit geübt. Damit die Jungs Selbstvertrauen bekommen" sagte der Trainer des SC Freiburg. Die Maßnahmen Streichs im Abstiegskampf kommen nicht von ungefähr. Der Sport-Club holte nur einen Punkt aus den zurückliegenden vier Spielen, ein Großteil des Vertrauens in die eigene Leistung ist in dieser Zeit abhanden gekommen.

Und nun geht es ausgerechnet zur Hertha, die gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten eine bessere Bilanz (nur drei Niederlagen in 17 Spielen) als gegen Freiburg hat. Um diese Bilanz aus SC-Sicht zu verbessern, setzt Streich auf Routine. Das Comeback des zuletzt auf die Ersatzbank verbannten Kapitäns Julian Schuster ist wahrscheinlich. "Es ist gut möglich, dass er reinkommt", sagte der Coach: "Wir müssen uns auch spielerisch behaupten, wir dürfen keine Angst vor Fehlern haben - und wir müssen cleverer werden." 

Trotz der Freiburger Querelen erwartet Luhukay einen harten Fight. "Wir werden auf eine sehr aggressive, lauffreudige Mannschaft treffen, die auch technisch versiert ist", lobte der Berliner Coach. "Sie haben einige sehr gute Spieler. Ich glaube es wird ein interessantes Spiel."

Kobiashvili erlebt x-ten Frühling

Im Mittelpunkt wird auch Levan Kobiashvili stehen. Der 36-Jährige, der seit einigen Wochen den verletzten BSC-Kapitän Fabian Lustenberger erfolgreich ersetzt, schaffte beim SC Freiburg - sein erster Klub in Deutschland - den Durchbruch. "Kobi hat in Freiburg immernoch einen unglaublichen Status. Das hat man beim Hinspiel gemerkt", sagte Luhukay über den Georgier, der seinen x-ten Frühling erlebt und auf bundesliga.de für seine starke Leistung im Stuttgart-Spiel als "Spieler des 22. Spieltags" ausgezeichnet wurde.

Trotz seines Alters denkt er momentan nicht an ein Karriereende. "Ich mache meinen Job, egal auf welcher Position. Ich helfe, wo ich gebraucht werde", meinte Kobiashvili zu bundesliga.de. "Ich denke, alle sehen, ich kann dem Team helfen."

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